Ludwig Sondorfer (80) wäre gerne Heizer in einer Dampflok geworden

Straßkirchen  Er hat seinen Humor wieder gefunden, der vom Schicksal so gebeutelte Austraglandwirt Ludwig Sondorfer (2.v.re.). Zuerst die schwere Operation, dann am Tag der Entlassung aus dem Krankenhaus der alles verwüstende Orkan. Jetzt, einige Tage danach kann er schon wieder lachen, als er Kreise seiner Familie und einiger Freunde bei schmackhaftem Rehragout, von Tochter Manuela zubereitet, seinen 80. Geburtstag feierte. 1963 habe er auf die Lichtenöd „her geheiratet“, erzählt er. Mit Ehefrau Annemarie (2.v.li.) hat er zwei Töchter, Manuela hat mit Ehemann Ewald Schätzl inzwischen den kleinen Bauernhof übernommen. Hauptsächlich bauen sie Kartoffeln und Weizen an. Den ganzen Stolz der Familie, ihren gepflegten Wald hat jetzt der Orkan nieder gemäht (die PNP berichtete). Mit eigenem Bauernbrot, das sie wie die Kartoffeln ab Hof vermarkten, sind sie echt berühmt in dem großen Kreis von treuen Stammkunden. Zum Jubeltag gratulierte der Trachtenverein Straßkirchen mit Evi (3.v.li.)und Karl Friedl (re.), sowie der CSU Ortsverband durch seinen Vorsitzenden Josef Heisl jun. (li.), beide dankten für 40 Jahre Mitgliedschaft. Heisl brachte die Urkunde, die Sondorfer wegen seines Klinikaufenthaltes zum Sommerfest nicht entgegen nehmen konnte. Weitere Gratulanten waren tagsüber Bürgermeister Josef Putz, 2. Bürgermeisterin Maria Eckinger und Seniorenbeauftragter Adi Käser. Ein Ständchen gab es von Musikern der Blaskapelle Büchlberg aus der Nachbarschaft. Gefragt, was er denn gerne als junger Mann geworden wäre, antwortete der Jubilar verschmitzt:  „Heizer in einer Dampflock bei der Bahn“.  Jetzt sei ein Teil seines Traumes gar in Erfüllung gegangen, er sei nämlich für das Feuer im Backofen seiner Frau zuständig, also der „Heizer beim Brotbacken“.

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