Der Frauenbund ist die Konstante in einer turbulenten Welt – Zweigvereine Salzweg und Straßkirchen erhielten Ehrenamtspreis der CSU

Der CSU-Ortsverband Salzweg-Straßkirchen will das ehrenamtliche Wirken mehr in das gesellschaftliche Blickfeld rücken. Dazu haben die Verantwortlichen den Ehrenamtspreis geschaffen, für den heuer die beiden Zweigvereine des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) aus Salzweg und Straßkirchen ausgewählt wurden. Der Preis wurde im Rahmen einer Feierstunde, verbunden mit einem Kaffeekränzchen überreicht. Der Ehrengast der Veranstaltung, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, bezeichnete dabei die Frauen als Konstante in einer von Turbulenzen geprägten Welt.

CSU Ortschef und Bezirksrat Josef Heisl jun. konnte im voll besetzten Gemeindesaal eine Vielzahl besonderer Gäste begrüßen, an der Spitze der Präsident des Bezirkstags Dr. Olaf Heinrich, für die Pfarrei Kaplan Pater Thilo Saft, Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer, Vizelandrat Raimund Kneidinger, Altbürgermeister Horst Wipplinger, JU Ortschef Matthias Bredemeier, den Ehrenvorsitzenden der Senioren Union Franz Stocker und für die Goldhaubenfrauen Edeltraud Knon. „In unserer Gemeinde bereichern über 50 Vereine und Verbände mit unzähligen ehrenamtlich Tätigen das Ortsleben“, stellte der Bezirks- und Gemeinderat fest.

Heute habe man sich davon zwei ganz besondere Vereine eingeladen, deren ehrenamtliches Engagement ihrer Mitglieder man würdigen und der Öffentlichkeit vorstellen wolle. Es handle sich um die beiden Zweigvereine des KDFB in der Gemeinde, mit den Sprecherinnen Renate Sarembe und Waltraud Schropp an der Spitze, die er ganz besonders begrüße. Der Bezirksrat dankte seinen Mitgliedern aus der Vorstandschaft und den weiteren Helferinnen und Helfern, durch die man heute dieses Kaffeekränzchen mit Selbstgebackenem gratis allen anbieten könne.

Der Bezirkstagspräsident wies in seiner Ansprache auch darauf hin, dass die Frauen oft in ihrer Bescheidenheit in aller Stille wirken, weshalb sie mit dieser Auszeichnung einmal besonders gewürdigt werden sollten. Dr. Heinrich warb dafür, nach dem Solidaritätsprinzip dafür zu sorgen, dass die Schwächeren von den Stärkeren Unterstützung erfahren. Es müsse verhindert werden, dass die Gesellschaft weiter auseinander drifte. Zur Subsidiarität meinte der Präsident, man müsse die Probleme, die man vor Ort lösen könne auch dort lösen.

Gerade für junge Menschen sei es wichtig, das Ehrenamt vorgelebt zu bekommen. Wie der KDFB arbeite auch der Bezirkstag oft ohne die großen Schlagzeilen im sozialen Bereich in aller Stille. Dazu lobte er die anwesenden Bezirksräte Cornelia Wasner-Sommer und Josef Heisl jun. für ihre fleißige und sehr engagierte Mitarbeit. An die Frauen gewandt meinte der Präsident zum Schluss:  „Ich wünsche mir, dass Ihr Beispiel auf andere ausstrahlt und viele Junge in ihre Fußstapfen treten“.

„Unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht“, zitierte Laudator Maxi Brandl Landrat Franz Meyer, der auch oft darauf verweise, dass wir hier in Bayern noch recht gut aufgestellt seien. Hier gebe es viele Menschen, die sich tatkräftig ehrenamtlich engagieren. Würdige Preisträger seien hier die beiden Zweigvereine des KDFB, die im Jahre 1975 entstanden sind. Beide zählen jeweils über 200 Mitglieder.

Brandl zählte die vielen Aktivitäten im kirchlichen Bereich auf, wie Mai- und Kreuzwegandachten, Altargestaltung zu Fronleichnam, den Kräuterbuschenverkauf, die beliebten Fastenessen, die Mitgestaltung der Pfarrfeste und die Weihnachtsbasare. Dabei werde viel Geld erwirtschaftet, das in kirchliche und soziale Projekte wie die Pfarrkirchen, das Frauenhaus in Passau, den Weißen Ring oder in die Mission fließe. Es werde aber auch punktuell in Not Geratenen geholfen. Auch der Bildungsauftrag werde mit der Organisation von Vorträgen, Besichtigungen und Ausflügen ernst genommen.

Die beiden Zweigvereine sind auch wichtige Eckpfeiler des kirchlichen und weltlichen Zusammenlebens. Sie organisieren die Mutter-Kind-Gruppen und wirken beim Ferienprogramm mit. Geselligkeit werde intern großgeschrieben und manchmal gebe es auch gemeinsame Aktivitäten der Salzwegerinnen mit den Straßkirchnerinnen. Seine Aufzählung sei nur ein kleiner Überblick über das viele Gute, das getan werde, fasste Maxi Brandl zusammen. Ohne Frauenbund wäre nicht nur der Pfarrer ein „armer Hund“, sondern auch wir alle wären ohne diese engagierten Frauen ein Stück ärmer. Für die Zukunft wünschte der Laudator den Frauen immer wieder den Nachwuchs, der sich mit seinen Fähigkeiten einbringen will.

Für den Zweigverein Salzweg dankte Renate Sarembe für den Preis und lobte ihre Vorgängerinnen, von denen die heutige Führung viel übernehmen konnte, was man jetzt gerne weitergebe. Frauenpolitisch war die Dankrede von Waltraud Schropp, die mehr Rechte für Frauen forderte. Man müsse mehr Frauen dort haben, wo man etwas zu sagen und zu entscheiden habe. Sie wünsche sich nach der nächsten Kommunalwahl den Gemeinderat etwas weiblicher. Dazu appelliere sie an die weiblichen Wählerinnen: „Frauen wählt Frauen“.

Den offiziellen Teil beschloss das CSU-Vorstandsmitglied Nadja Homm. Sie erwähnte, dass sie sowohl im Frauenbund als auch in der CSU Vorstandsmitglied sei. So kenne sie beide Seiten und wisse auch, wie hochverdient der Preis für die beiden Frauenbünde sei. „Heute braucht ihr einmal nicht abräumen und abspülen“, rief sie den Frauen zu, heute seid ihr unsere Gäste und da übernimmt das die CSU. Homm verwies noch auf die Adventbasare in Salzweg am 24. November im Pfarrheim und in Straßkirchen am 1. Dezember im Veranstaltungssaal.

Die Feier wurde musikalisch von Kilian Sicklinger aus Hauzenberg und Leo Heinrich aus Hutthurm ausgezeichnet gestaltet. Die beiden jungen Musiker kommen aus der Kreismusikschule und sind Gewinner des 2. Preises beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert und Träger des Jugendförderpreises der Sparkassenstiftung. Die Bewirtung organisierte Vereinswirt Martin Berndl, das Kuchenbüffet mit seinen selbstgebackene Kuchen und Torten stammte aus den Küchen der weiblichen CSU Mitglieder.

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