Wo Zellberg Buam drauf steht, ist Zellberg Buam drin – begeisternder Auftritt zum Jubiläum des Fan-Clubs

Salzweg  Zu einem begeisternden Fest der Volksmusik wurde das Jubiläum des 1. Fanclubs „Niederbayern unterwegs“ Zellberg Buam. 25 Jahre gibt es den Club, der in dieser Zeit viele Auftritte der Gruppe aus dem Zillertal besuchte und stets dabei ist, wenn der Ruf ins Zillertal zur Alpenparty erschallt. Vorstand Georg Eibl aus Hauzenberg konnte am Ende nach mehreren Zugaben eine außerordentlich positive Bilanz ziehen.

Sozusagen als Vor-Band trat vor vollem Haus im Spetzinger Stadl die Familienmusik Freund auf. Die Gruppe, die seit 2013 in dieser Formation spielt, verstand es, mit exzellenter Musik, variablem Gesang, viel Humor und sympathischem Auftreten die Herzen der Zuhörer im Flug zu gewinnen. Ob in Vollbesetzung oder nur als Geschwister Freund, wenn die Kinder alleine spielten, die Waldkirchner waren eine Freude. Nach einer guten Stunde gab es Zugaberufe, die gerne erfüllt wurden.

Das war der richtige Einstieg in einen unvergesslichen Abend, zu dem Georg Eibl eine Reihe von Sponsoren und Bezirksrat Josef Heisl jun. als Vertreter der Politik besonders begrüßen konnte.  Rund 40 Jahre gibt es jetzt die Zellberg Buam, die in dieser Zeit große Erfolge wie 1997 den Sieg im Grand Prix der Volksmusik feiern konnten. Eibl lobte die emotionale Nähe und den familiären Umgang der Drei mit dem Fanclub und das jetzt schon seit 25 Jahren.

In seinem Grußwort, das der Bezirksrat für den verhinderten Landrat Franz Meyer und Bürgermeister Josef Putz hielt, stellte dieser Salzweg als musikalische Gemeinde mit vielen Musikgruppen, zwei Blaskapellen und dem Sitz der Kreismusikschule vor. Josef Heisl lobte die Feuerwehr, die den Ordnungsdienst rund um den Stadl und die Feuerwache übernahm, sowie die Salzweger Trachtler die für das leibliche Wohl zuständig zeichneten. Den Zellberg Buam bot er, angesichts der unübersichtlichen Situation in Österreich, humorvoll politisches Asyl an, was ihm viel Beifall einbrachte.

Dann war es endlich so weit, die Stars des Abends traten in Aktion. Mit einer musikalischen Vorstellungsrunde ging es los und als Leadsänger Gerhard in die Runde rief, er kenne hier 80 Prozent der Gäste, zeigte sich, wie viele treue Fans die Zillertaler haben.  „Wo Zellberg Buam drauf steht, ist Zellberg Buam drin“, versprach der Gerhard, was in der Folge auch eindrucksvoll demonstriert wurde.  Schnell sprang der Funke über, es wurde geschunkelt und begeistert im Stehen mitgeklatscht und mitgesungen. Juchzer hallten durch den Stadl, es war aber bei manch nachdenklichem Lied auch recht still.

Natürlich lobte Gerhard den Fanclub. Da war Nähe spürbar, wenn er in der Rückschau an manche Begebenheit erinnerte. Es sei schon bemerkenswert, wenn eine Gruppe von etwa 150 Leuten 25 Jahre lang so eisern zusammenhalte. Dank Georg Eibl sei das der größte Fanclub der Zellberg Buam. Überhaupt seien ihnen die Niederbayern besonders zugetan, was auch die Anwesenheit weiterer Fans aus der Region zeige. Gerhard erinnerte auch an Dieter Gerauer, der beim Lokalradio diese Musik immer wieder spielte und so zu ihrer Popularität beitrug.

Dann wurde es einmal italienisch mit südlichem Flair, dann wieder boarische und ganz natürlich spielte auch das Zilltal mit seiner bodenständigen Musikszene eine große Rolle. Altes wurde im Einklang mit neuem dargeboten und immer wenn der Gerhard seine Geige virtuos spielte, schwappte die Begeisterung besonders hoch. Zur Hymne wurde „Heimat Tirol, sei mir gegrüßt“ und emotional hieß es “I los di net geh, die Zeit bleibt net steh“. Welche Bedeutung im Zillertal die Geige hat, wurde bei „im Zillertaler Himmel, da ist das Geigenspiel daheim“ besonders deutlich.

Als Gerhard, Herbert und Werner Pause machten, trat Johannes Niggl in Aktion. Der junge Büchlberger, Sommerhitkönig der ARD, zog alle Register auf seiner Steirischen, begleitet von seinem Vater Gerhard auf der Gitarre. Mit dem Dank an die Zellberg Buam endete ein begeisternder Abend erst weit nach Mitternacht. Und als sich Georg Eibl bedankte, hatten die Drei ihren begeisterten Fans schon drei Zugaben geschenkt. Mit einem Granitschnaps aus Hauzenberg verband Eibl die Feststellung, dass die Freundschaft mit den Zellberg Buam hart und beständig wie Granit sei.

Das nächste Treffen ist schon wieder in trockenen Tüchern, weil die Niederbayern zur großen Alpenparty der Zellberg Buam vom 26. bis 28 Juli ins Zillertal fahren.  Dort spielen auch „Die Fetzig’n“ auf, die am 30. Juni beim Volksfest in Hutthurm zu hören sind. Beim Büchlberger Volksfest spielen am 14. Juni die „Ursprungbuam“ aus dem Zillertal. Infos zur Fahrt zur Alpenparty gibt es bei Georg Eibl, Tel. 08586-4356.

Bild: Die Zellberg Buam mit ihrem Fanclub unter Führung von Georg Eibl (vorne 2.v.re.) und Bezirksrat Josef Heisl jun., der die Grußworte überbrachte. (Fotos Heisl)

Als Vor-Band begeisterte die Familienmusik Freund.

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