„Lebenshilfe leistet wertvollen Dienst für die Gesellschaft“

MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler und Bezirksrat Josef Heisl besichtigen neues Wohnhaus für Menschen mit Behinderung in Hauzenberg

Foto und Text (Christoph Weishäupl): (v. l.) Bezirksrat Josef Heisl, Geschäftsführer Thomas Hofbrückl und MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler vor dem Neubau des Wohnhauses für Menschen mit Behinderung in Hauzenberg.

„Das Wohnheim für Menschen mit Behinderung in Hauzenberg stellt sowohl baulich als auch funktional eine musterhafte Einrichtung dar und unterstreicht einmal mehr das segensreiche Wirken des Trägervereins in der Region“, so das begeisterte Resümee des Abgeordneten Prof. Dr. Gerhard Waschler anlässlich seines gemeinsamen Besuches mit Bezirksrat Josef Heisl im neu errichtete Wohnhaus der Lebenshilfe Passau e. V. Durch die unmittelbare Nähe der Errichtung zum Facharztzentrum und Medizinischen Versorgungszentrum Hauzenberg sowie der fußläufigen Erreichbarkeit von Einkaufsgelegenheiten ist diese als Selbstversorgerhaus ideal gelegen und geeignet.

„Für rund 4,7 Millionen Euro konnte die Lebenshilfe mit umfangreicher staatlicher Unterstützung am Standort Hauzenberg ein Wohnhaus für 24 Menschen mit Behinderung errichten, welches nicht nur funktional und in Bezug auf Lage und Infrastruktur besticht, sondern sich als Holzrahmenbau auch bestens in die regionale Baukultur einpflegt und als Niedrigenergiehaus zudem geringe Betriebskosten verursacht“, berichtet Geschäftsführer Thomas Hofbrückl den Repräsentanten der Landes- und Bezirksebene. MdL Prof. Dr. Waschler zeigte sich dahingehend überzeugt, dass die staatlichen Gelder an dieser Stelle bestmöglich investiert wurden. Mit Blick auf die noch bestehenden Kapazitäten zur Aufnahme weiterer Bewohner lobte Bezirksrat Heisl auch den Weitblick des Vereins: „Ich bewerte es höchst positiv, dass nicht nur Bedarfe gedeckt werden, sondern auch perspektivisch in die Zukunft gedacht wird.“

Die zentrale Herausforderung der letzten Monate bestand auch für die Einrichtung der Lebenshilfe in der Handhabung der Corona-Pandemie. „Insbesondere die Schließung der Behindertenwerkstätten hat uns stark getroffen“, berichtet Thomas Hofbrückl gegenüber den politischen Vertretern. „Als mit einem Schlag alle Bewohner des Hauses den ganzen Tag hindurch in der Einrichtung waren, war unsererseits höchste Flexibilität gefordert“, wie Hofbrückl mit Blick auf die Dienstplan- und Programmgestaltung ausführt. Zwischenzeitlich habe man hier aber eine gute Routine erreicht. „Ich muss allen Mitarbeitern an dieser Stelle einen großen Dank aussprechen. Jeder einzelne muss in dieser besonderen Situation nicht nur höchst flexibel sein, um auf mögliche Ausfälle reagieren zu können, sondern auch mit einer enormen Mehrbelastung umgehen“, so der Geschäftsführer. „Dieser Einsatz fordert unseren höchsten Respekt und unsere Anerkennung“, stimmte auch Bezirksrat Josef Heisl ein.

MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler lobte den wertvollen Dienst, der gerade in außergewöhnlichen Zeiten in Einrichtungen wie jenen der Lebenshilfe für die Gesellschaft verrichtet wird. „Wir nehmen unsere Verantwortung jeden Tag aufs Neue wahr“, wie Thomas Hofbrückl ausführt. Dies gelte auch besonders im Umgang mit dem Corona-Virus. So besteht u. a. eine umfassende Maskenpflicht für die gesamte Belegschaft. „Auch wenn uns Maßnahmen der Distanzierung, sowohl innerhalb der Einrichtung als auch im Bereich der Einschränkung von Besuchsrechten, aus menschlicher Perspektive schwer fallen, so steht der Schutz der Gesundheit unserer Bewohner und Mitarbeiter stets an erster Stelle“, so Hofbrückl. 

Mit Blick auf den derzeitigen Mehraufwand wäre auch eine Personalaufstockung äußert sinnvoll, wie der Geschäftsführer weiter ausführt. Hier zeige sich aber auch der akute Mangel an Fachkräften im Pflegebereich. „Der Arbeitsmarkt ist vollkommen leergefegt“, beurteilt Hofbrückl die Situation. MdL Prof. Dr. Waschler sieht in diesem Mangel eine zentrale Aufgabe für die politischen Entscheider. „Wir müssen die Berufsausbildung wieder attraktiver gestalten und gerade für gesellschaftlich bedeutsame Berufe im pflegerischen Bereich Anreize setzen, um dem gegebenen Engpass wirksam entgegenzutreten“, so der Landtagsabgeordnete.

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