In der Wohlfühl -Therme warten alle sehnlichst auf Öffnung – Nach Renovierung ein echtes Schmuckstück – Vorbereitungen für Kur auf Rezept laufen – Bezirksräte: haben Osteröffnung noch nicht abgeschrieben

Man könnte meinen, hier herrscht Ruhe vor dem kommenden Ansturm, v.li. Bezirksrat Josef Heisl, jun., Bezirksrätin und Vizelandrätin Cornelie Wasner-Sommer und Werkleiter Franz Altmannsperger in der großen Badehalle.

Auch die Wohlfühl-Therme hat es durch Corona schwer getroffen. Fein herausgeputzt durch eine gezielte Renovierung wartet die Kureinrichtung mit einer Badelandschaft von 1 600 qm seit der Schließung am 2. November 2020 jetzt sehnlichst auf das Signal zur Wiederöffnung. Derzeit ruht der Betrieb wie in den weiteren vier Thermalbädern des Bezirks aufgrund behördlicher Anordnung. Doch auch in Bad Griesbach wurde die Zwangspause genutzt und die Tiefgarage auf Vordermann gebracht. „1,65 Millionen Euro haben wir in den Brandschutz, in Malerarbeiten, die Beleuchtung und einiges mehr investiert“, erklärte Werkleiter Franz Altmannsperger den beiden Bezirksräten Cornelia Wasner-Sommer und Josef Heisl jun. die Maßnahme.  

Überhaupt erstrahlt die Wohlfühl-Therme in neuem Glanz, hat doch der Bezirk knapp 10 Millionen Euro in eine Generalsanierung investiert. Leider konnten die Badegäste nur kurz von diesen Neuerungen profitieren, denn dann kam der Lockdown. Vieles sei verbessert und  auch die Anzahl der Liegeplätze sei erheblich erhöht worden, berichtet der Werkleiter. „Es ist schon trostlos, wenn der Badebetrieb in so einer wunderschönen Einrichtung ruhen muss“, bedauert Bezirksrat Josef Heisl jun., der auch Verbandsrat für die Therme ist. 

„Uns freut aber, dass Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist und wohl ab Sommer dieses Jahres  wieder die Kur auf Rezept als Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen kommt“, ergänzt Vizelandrätin Cornelia Wasner-Sommer. Bis dahin müsse aber der Kurbetrieb längst schon wieder laufen, stellten die beiden Mandatsträger angesichts der angespannten Lage in den Kurorten unisono heraus. Das müsse jetzt  schnellstens ein Ende haben, appellieren sie an die politischen Führungen in Berlin und München.

In einem ausführlichen Gespräch erläuterte Franz Altmannsperger die Lage. Seine Mitarbeiter seien fast alle in Kurzarbeit. Zu allem Überfluss habe man auch noch einen Brand gehabt, der von Arbeitern einer externen Firma ausgelöst worden sei. Doch es sei alles sehr professionell abgelaufen. Der Werkleiter hatte natürlich auch einige Wünsche parat, die er den beiden Bezirksräten mit auf den Weg gab, so die Renovierung von Becken 7 und der drei Therapiebecken. Derzeit arbeitet der Bezirk Niederbayern ohnehin an einer Neuausrichtung seiner Heil- und Thermalbäder, die von den beiden Bezirksräten uneingeschränkt unterstützt wird. Da sei es schon gut, dass die Werkleiter der fünf Heilbäder des Bezirks auch bisher schon gut zusammengearbeitet haben, wie Altmannsperger  versichert. Da sei eine weitere Bündelung von Aufgaben leichter umzusetzen.

Anteilseigner an der Wohlfühl-Therme sind auch in Bad Griesbach die Gemeinde und der Landkreis mit je 20 Prozent und der Bezirk mit 60 Prozent. Eine attraktive Thermenlandschaft sei nicht nur für die Kurorte von großer Bedeutung, sondern auch für die Wirtschaft in der ganzen Region, betonte Bezirksrat Josef Heisl, der auch im Kreistag für die Therme spricht.  Wenn sich in den Kurorten was rühre, dann floriere auch die Tourismuswirtschaft in Südostbayern, weil alles so eng zusammenhänge. So sei die Neustrukturierung der Bäderlandschaft ein Aufbruchssignal für ganz Niederbayern. Nun warte man vor Ort auf eine baldige Öffnung der Thermalbäder.

Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer begrüßt es auch als Vizelandrätin im Landkreis Passau, dass die Kooperation zwischen den Kommunen und den Werkleitungen gut laufe und dass sie bei der Neustrukturierung eingebunden seien. „Die örtlichen Bürgermeister müssen schon mitgenommen werden, ebenso die Tourismusdirektoren und die Verbandsräte“, stellt sie fest. Die Thermen haben einfach als Flaggschiffe des Tourismus eine riesige Bedeutung für die Kurorte, aber auch die gesamte Tourismusregion. Auch der Nachbarlandkreis Rottal-Inn sehe das so und mache für die Therme Bad Birnbach kräftig Werbung. 

Werbung gelte es auch aktuell zu machen, obwohl der Betrieb still stehe, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig. Der Werkleiter verwies auf ein Video, das die Wohlfühl-Therme und die Umgebung in einem faszinierenden 360 Grad Rundgang zeige, teilweise von einer Drohnenkamera aufgenommen und über die Homepage abrufbar. Der Druck sei von den Besuchern her da, sie alle warten nur auf das Signal von Oben, waren sich die Gesprächspartner einig. Dann könnte auch der Musiksommer mit seinen Live-Bands wieder eröffnet werden. 

Für die Öffnung ist man auch in Bad Griesbach gerüstet. Die aktuellen Pandemievorschriften und die, welche noch kommen könnten, könne man sicher eins zu eins umsetzen, was das Thermenteam ja auch schon bewiesen habe, betont der Werkleiter. Abstände, Desinfektion, Maskenpflicht und Kanalisation der ankommenden und wieder weggehenden Besucher ist alles vorbildlich geregelt, also  im grünen Bereich. Beim Rundgang konnten sich die beiden Bezirksräte davon gleich überzeugen. Sie nahmen auch die Gewissheit mit, dass die Wohlfühl-Therme wohl gleich wieder begeisterten Zuspruch erfahren werde und Mancher es sich zweimal überlegen werde, ob er in die Ferne schweifen solle, wenn das Gute so nahe liege.

Kontakt:

Die Wohlfühl-Therme Bad Griesbach ist von Montag bis Freitag jeweils von  9 bis 12 Uhr telefonisch über 08532-9615-0 erreichbar. Über den Online Shop können Eintritts-Gutscheine als Geschenke erworben werden, die man sich zuhause ausdruckt. Infos über die Homepage www.wohlfuehltherme.de, sowie Email: info@wohlfuehltherme.de

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