In der Wohlfühl -Therme warten alle sehnlichst auf Öffnung – Nach Renovierung ein echtes Schmuckstück – Vorbereitungen für Kur auf Rezept laufen – Bezirksräte: haben Osteröffnung noch nicht abgeschrieben

Man könnte meinen, hier herrscht Ruhe vor dem kommenden Ansturm, v.li. Bezirksrat Josef Heisl, jun., Bezirksrätin und Vizelandrätin Cornelie Wasner-Sommer und Werkleiter Franz Altmannsperger in der großen Badehalle.

Auch die Wohlfühl-Therme hat es durch Corona schwer getroffen. Fein herausgeputzt durch eine gezielte Renovierung wartet die Kureinrichtung mit einer Badelandschaft von 1 600 qm seit der Schließung am 2. November 2020 jetzt sehnlichst auf das Signal zur Wiederöffnung. Derzeit ruht der Betrieb wie in den weiteren vier Thermalbädern des Bezirks aufgrund behördlicher Anordnung. Doch auch in Bad Griesbach wurde die Zwangspause genutzt und die Tiefgarage auf Vordermann gebracht. „1,65 Millionen Euro haben wir in den Brandschutz, in Malerarbeiten, die Beleuchtung und einiges mehr investiert“, erklärte Werkleiter Franz Altmannsperger den beiden Bezirksräten Cornelia Wasner-Sommer und Josef Heisl jun. die Maßnahme.  

Überhaupt erstrahlt die Wohlfühl-Therme in neuem Glanz, hat doch der Bezirk knapp 10 Millionen Euro in eine Generalsanierung investiert. Leider konnten die Badegäste nur kurz von diesen Neuerungen profitieren, denn dann kam der Lockdown. Vieles sei verbessert und  auch die Anzahl der Liegeplätze sei erheblich erhöht worden, berichtet der Werkleiter. „Es ist schon trostlos, wenn der Badebetrieb in so einer wunderschönen Einrichtung ruhen muss“, bedauert Bezirksrat Josef Heisl jun., der auch Verbandsrat für die Therme ist. 

„Uns freut aber, dass Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist und wohl ab Sommer dieses Jahres  wieder die Kur auf Rezept als Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen kommt“, ergänzt Vizelandrätin Cornelia Wasner-Sommer. Bis dahin müsse aber der Kurbetrieb längst schon wieder laufen, stellten die beiden Mandatsträger angesichts der angespannten Lage in den Kurorten unisono heraus. Das müsse jetzt  schnellstens ein Ende haben, appellieren sie an die politischen Führungen in Berlin und München.

In einem ausführlichen Gespräch erläuterte Franz Altmannsperger die Lage. Seine Mitarbeiter seien fast alle in Kurzarbeit. Zu allem Überfluss habe man auch noch einen Brand gehabt, der von Arbeitern einer externen Firma ausgelöst worden sei. Doch es sei alles sehr professionell abgelaufen. Der Werkleiter hatte natürlich auch einige Wünsche parat, die er den beiden Bezirksräten mit auf den Weg gab, so die Renovierung von Becken 7 und der drei Therapiebecken. Derzeit arbeitet der Bezirk Niederbayern ohnehin an einer Neuausrichtung seiner Heil- und Thermalbäder, die von den beiden Bezirksräten uneingeschränkt unterstützt wird. Da sei es schon gut, dass die Werkleiter der fünf Heilbäder des Bezirks auch bisher schon gut zusammengearbeitet haben, wie Altmannsperger  versichert. Da sei eine weitere Bündelung von Aufgaben leichter umzusetzen.

Anteilseigner an der Wohlfühl-Therme sind auch in Bad Griesbach die Gemeinde und der Landkreis mit je 20 Prozent und der Bezirk mit 60 Prozent. Eine attraktive Thermenlandschaft sei nicht nur für die Kurorte von großer Bedeutung, sondern auch für die Wirtschaft in der ganzen Region, betonte Bezirksrat Josef Heisl, der auch im Kreistag für die Therme spricht.  Wenn sich in den Kurorten was rühre, dann floriere auch die Tourismuswirtschaft in Südostbayern, weil alles so eng zusammenhänge. So sei die Neustrukturierung der Bäderlandschaft ein Aufbruchssignal für ganz Niederbayern. Nun warte man vor Ort auf eine baldige Öffnung der Thermalbäder.

Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer begrüßt es auch als Vizelandrätin im Landkreis Passau, dass die Kooperation zwischen den Kommunen und den Werkleitungen gut laufe und dass sie bei der Neustrukturierung eingebunden seien. „Die örtlichen Bürgermeister müssen schon mitgenommen werden, ebenso die Tourismusdirektoren und die Verbandsräte“, stellt sie fest. Die Thermen haben einfach als Flaggschiffe des Tourismus eine riesige Bedeutung für die Kurorte, aber auch die gesamte Tourismusregion. Auch der Nachbarlandkreis Rottal-Inn sehe das so und mache für die Therme Bad Birnbach kräftig Werbung. 

Werbung gelte es auch aktuell zu machen, obwohl der Betrieb still stehe, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig. Der Werkleiter verwies auf ein Video, das die Wohlfühl-Therme und die Umgebung in einem faszinierenden 360 Grad Rundgang zeige, teilweise von einer Drohnenkamera aufgenommen und über die Homepage abrufbar. Der Druck sei von den Besuchern her da, sie alle warten nur auf das Signal von Oben, waren sich die Gesprächspartner einig. Dann könnte auch der Musiksommer mit seinen Live-Bands wieder eröffnet werden. 

Für die Öffnung ist man auch in Bad Griesbach gerüstet. Die aktuellen Pandemievorschriften und die, welche noch kommen könnten, könne man sicher eins zu eins umsetzen, was das Thermenteam ja auch schon bewiesen habe, betont der Werkleiter. Abstände, Desinfektion, Maskenpflicht und Kanalisation der ankommenden und wieder weggehenden Besucher ist alles vorbildlich geregelt, also  im grünen Bereich. Beim Rundgang konnten sich die beiden Bezirksräte davon gleich überzeugen. Sie nahmen auch die Gewissheit mit, dass die Wohlfühl-Therme wohl gleich wieder begeisterten Zuspruch erfahren werde und Mancher es sich zweimal überlegen werde, ob er in die Ferne schweifen solle, wenn das Gute so nahe liege.

Kontakt:

Die Wohlfühl-Therme Bad Griesbach ist von Montag bis Freitag jeweils von  9 bis 12 Uhr telefonisch über 08532-9615-0 erreichbar. Über den Online Shop können Eintritts-Gutscheine als Geschenke erworben werden, die man sich zuhause ausdruckt. Infos über die Homepage www.wohlfuehltherme.de, sowie Email: info@wohlfuehltherme.de

Europa Therme putzt sich heraus – ab Juli wieder Kur auf Rezept? – Bezirksräte auf Infobesuch – Hoffnung auf baldige Öffnung

Das Restaurant ist noch Baustelle, v.li. Bezirksrat Josef Heisl jun., Werkleiterin Barbara Hasenberger und Bezirks- und Vizelandrätin Cornelia Wasner-Sommer. (Foto Heisl)

Die Kureinrichtungen der bayerischen Kurorte befinden sich derzeit in einem Corona bedingten Winterschlaf, doch die Verantwortlichen in den Einrichtungen nutzen die behördliche Zwangssperre teilweise zu ganz wesentlichen Sanierungen. So auch in der Europa Therme in Bad Füssing, der jetzt Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer und ihr Kollege Josef Heisl jun. einen Infobesuch abgestattet haben. „Uns freut besonders, dass wohl bis zum Sommer wieder die Kur auf Rezept möglich sein wird, bis dahin muss aber der Kurbetrieb schon wieder laufen“, stellen die Mandatsträger angesichts der angespannten Lage in den Kurorten fest, die schnellstens ein Ende haben müsse.

Nicht nur über den Stand der Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen wollten sich Wasner-Sommer und Heisl  informieren, die auch Mitglieder des Bezirks im Thermalbad-Zweckverband Bad Füssing sind, sondern auch der neuen Werkleiterin Barbara Hasenberger einen  Antrittsbesuch abstatten,  um deren Vorstellungen zur Zukunft der Europa Therme aus erster Hand zu hören. Derzeit arbeitet der Bezirk Niederbayern nämlich an einer Neuausrichtung seiner Heil- und Thermalbäder, die von den beiden Bezirksräten uneingeschränkt unterstützt wird. 

Barbara Hasenberger, die schon seit 22 Jahren in der Europa Therme tätig ist, war zuletzt sechs Jahre lang Stellvertreterin von Werkleiter Ernst Stapfer. Der trat zum Jahreswechsel in den Vorruhestand. Cornelia Wasner-Sommer meinte anerkennend, dass Barbara Hasenberger jetzt in schwieriger Zeit das Ruder übernehme und auch eine riesige Baumaßnahme schultern müsse, bei der immerhin 4,5 Millionen Euro investiert werden.

„Im November wollen wir mit dem Wesentlichen fertig sein“, erklärt die Werkleiterin die Maßnahme. Mit dem Neubau der Restaurantküche, der Vergrößerung des Restaurants, der Dachterrasse und des Wintergartens bekomme man über 100 qm zusätzliche Fläche für Küche und Bewirtung. Mit diesem Service gewinne die Europa Therme ein weiteres Mal an Attraktivität, nach der Neugestaltung der Saunalandschaft, die Bezirksrat Josef Heisl jun. als äußerst gelungen bezeichnet. Einstimmig sei das alles im Zweckverband beschlossen worden, dem als Anteilseigner die Gemeinde, der Landkreis und der Bezirk angehören, letzterer mit 60 Prozent. 

Eine attraktive Thermenlandschaft sei nicht nur für die Kurorte von großer Bedeutung, sondern auch für die ganze Region, betont der Bezirksrat. Wenn sich in Bad Füssing, Bad Griesbach und Bad Birnbach was rühre, dann floriere auch die Tourismuswirtschaft in Südostbayern weil alles so eng zusammenhänge. So sei die Neustrukturierung ein Aufbruchssignal für ganz Niederbayern. Nun warte man vor Ort auf eine baldige Öffnung der Thermen. 

Barbara Hasenberger wies auch auf den sehr wesentlichen, Corona bedingten Rückgang des Tourismus im Jahr 2020 in Bad Füssing hin. Das treffe nicht nur die Bäder sondern alle Hotel- und Beherbergungsbetriebe, die Gastronomie, die Bäcker, Metzger und das Handwerk schlechthin. Jetzt hoffen hier alle, dass die Vorsorge-Kur wieder eine Kassenleistung wird, was ja bis 1. Juli 2021 amtlich sein solle.

Den beiden Bezirks- und Kreispolitikern und der Werkleiterin ist aber auch klar, dass es einen Öffnungskorridor geben müsse, in dem man schon die Werbetrommel rühren könne. Ein Start erfordere eine gewisse Vorlaufzeit mit einem zeitlich klaren Planungsziel. Bezirks- und Kreisrat Josef Heisl rechnet auch damit, dass nach einem Wiederaufleben der Urlaubsreisen nicht jeder gleich in den Flieger steigen werde, sondern zunächst dem „Urlaub dahoam“ Priorität eingeräumt werde. Da freut es ihn, dass die Werkleiterin versichert, „wir fünf Bäder des Bezirks arbeiten eng zusammen“. Sie verwies dabei auf das gemeinsame Konzept, das ein wesentlicher Teil der Neuausrichtung sei.

Erfreulich nannte es Bezirks- und Vizelandrätin Cornelia Wasner-Sommer auch, dass die Zeiten des Shutdown für die Renovierung und Ertüchtigung nicht nur der Thermalbäder, sondern auch der Hotels und weiterer Beherbergungsbetriebe genutzt wurden. Eine höhere Attraktivität komme schließlich allen zu Gute. Dazu ergänzt Barbara Hasenberger, dass Veränderungen einfach notwendig seien, auch wenn es zunächst manche Kritik gebe. Denn Stillstand sei Rückschritt und den brauche man am Wenigsten. Die Werkleiterin betonte auch, dass der Umbau und die Corona-Einschränkungen rein zufällig aufeinander getroffen seien, der Umbau von Küche und Restaurant sei ohnehin für 2021 geplant gewesen.

Jetzt hofft die Werkleiterin mit den beiden Bezirksräten, dass bald ein verbindliches Signal für die Öffnung komme. Dazu brauche man einen Vorlauf. „Deshalb haben wir das Thermalwasser nicht aus den Becken abgelassen“, betonte Hasenberger. Die Umwälzanlage laufe weiter. Die Becken seien abgedeckt. Andernfalls hätte man die Becken zum Start erst wieder auffüllen müssen, was die Öffnung möglicherweise verzögert hätte.

Zum Schluss waren sich die Bezirksrätin, der Bezirksrat und Werkleiterin einig, dass manche der verordneten Einschränkungen schon unverständlich seien, so die Vorschrift, wer sein Geschäft öffnen dürfe und wer nicht. Die Bäder des Bezirks hätten jedenfalls die geforderten Hygieneregeln zu 100 Prozent erfüllt. 

Kontakt:Die Europa Therme in Bad Füssing ist von Montag bis Freitag jeweils von  9 bis 12 Uhr telefonisch erreichbar. Über den Online Shop können Eintritts-Gutscheine als Geschenke erworben werden, die man sich zuhause ausdruckt und die dann 3. Jahre gültig sind.

CSU Fraktionen schlagen Alarm in der Schulfrage – Befürchtungen um den Schulstandort – derzeit keine 8. Klasse mehr

Sie wollen sich gemeindeübergreifend für die Zukunft der Schulen im Schulverbund Hutthurm, Büchlberg und Salzweg einsetzen, v.li. Gemeinde- und Bezirksrat Josef Heisl jun., 2. Bürgermeister und Gemeinderat Albert Petzi, Markträtin und Schulverbandsmitglied Teresa Wagner-Mösl, Marktrat Andreas Gastinger und Gemeinderat und Schulverbandsmitglied Alfred Marold.  (Foto Heisl)

Die drei CSU-Fraktionen in den Gemeinderäten von Hutthurm, Büchlberg und Salzweg schlagen Alarm. Sie fürchten um die Effizienz des Schulstandortes, weil die Schüler im Schulverbund der drei Gemeinden immer weniger werden. So kam in diesem Schuljahr keine 8. Klasse mehr zusammen, was natürlich bedeutet, dass es im nächsten Schuljahr wohl auch keine 9. Klasse geben wird. Die drei CSU-Fraktionsvorsitzenden trafen sich jetzt zu einem Krisengespräch und wollen sich mit allen Entscheidungsträgern von Schule, Schulamt und Kommunen an einen Tisch setzen, wie es die CSU Fraktion der Marktgemeinde Hutthurm bereits vor fast fünf Monaten in einem Schreiben an den Hutthurmer Bürgermeister Christian Grünberger gefordert hatte.

Marktgemeinderätin Teresa Wagner-Mösl, von Beruf Lehrerin und Mitglied im Schulverband Hutthurm-Büchlberg forderte damals, konstruktiv und gemeinsam Strategien aufzuzeigen, Alternativen abzuwägen sowie gemeinsam Position zu beziehen. Es solle der Schulverbund analysiert und gegebenenfalls über neue Kooperationen nachgedacht werden. Auch forderte sie zusammen mit ihrer Fraktion sich Gedanken über ein neues Profil der Schulen zu machen, angelehnt an die Sportmittelschule Hauzenberg. Obwohl der Antrag Dringlichkeit aufwies, passierte bis jetzt leider nichts Konkretes und Zählbares.

Doch nun ist für den 24. März 2021 ein Gespräch mit dem Schulamt anberaumt, an dem Schulamtsdirektor Werner Grabl, Schulrat Klaus Sterner, Rektorin Martina Müller sowie die drei Bürgermeister und die jeweiligen Fraktionsführer teilnehmen werden. Bei diesem „Schulgipfel“ müsse jetzt auch etwas herauskommen, betonen die drei Fraktionsführer Andreas Gastinger, Albert Petzi und Josef Heisl, sowie die Mitglieder des Schulverbands Markträtin Teresa Wagner-Mösl und Alfred Marold, der auch Gemeinderat in Büchlberg ist. 

Deshalb haben sie auch in einem Schreiben an die Bürgermeister und die Schulbehörden um grundlegende Informationen gebeten und klare Forderungen aufgestellt. Sie wollen konkrete Fragen beantwortet haben und erfahren, was die Schulbehörden zu tun gedenken. „Wir wollen bei  diesem Termin nicht herumdoktern und nur reden, sondern bereits Nägel mit Köpfen machen“, stellt Albert Petzi klar, der in Büchlberg auch 2. Bürgermeister ist. „Oberstes Ziel ist, gemeinsam dieses Problem anzupacken und zusammen eine Lösung zu  finden, zum Wohle unserer Kinder“, ergänzt Bezirksrat Josef Heisl jun., CSU Fraktionschef in Salzweg. Er bezeichnet die damalige Entscheidung für den Schulverband und später einem Verbund mit Salzweg als richtungweisend und klug.

„Viele Jahre hat dieser Verbund sehr gut funktioniert und wir konnten durch diese Zusammenarbeit unsere Schulstandorte sichern“, ist sich auch Andreas Gastinger aus Hutthurm sicher. Doch die Mitteilung, dass es für das aktuelle Schuljahr keine 8. Klasse mehr gebe sei besorgniserregend. „Unsere Kommunen haben in den letzten fünfzehn Jahren viel Geld in unsere Schulstandorte investiert“, weiß der Verwaltungsfachmann, der in der Gemeinde Aicha vorm Wald Geschäftsleiter ist. Er möchte hier nur an die energetischen Maßnahmen erinnern, ebenso an die Neubauten und Sanierungen von Turnhallen sowie an die Investitionen in die Barrierefreiheit. 

„Aktuell werden in die Schule in Salzweg 2,25 Millionen Euro investiert, unter anderem unterstützt mit europäischen Fördermitteln“, weiß Josef Heisl. „In Hutthurm wurden die letzten Jahre beide Schulstandorte aufwendig ertüchtigt und erweitert“, ergänzt Teresa Wagner-Mösl.  Summa summarum wurden in diesem Zeitraum also über 15 Millionen Euro in die Schulen der drei Gemeinden investiert. Dies sei ein deutliches Zeichen, welche Bedeutung die heimischen Schulen genießen, ist Wagner-Mösl überzeugt. So müsse gemeinsam mit aller Kraft gegengesteuert werden, dass das nicht das Ende der Mittelschule des Schulverbundes bedeute. „Die Folge wären weite Wege für die Schüler, hohe Kosten für die Beförderung und ein Verlust an Bindung an die heimische Wirtschaft, die den Nachwuchs dringend brauche“, argumentiert Alfred Marold aus Büchlberg.

Die CSU-Fraktionschefs haben in dem Schreiben an die Bürgermeister, das Schulamt und die Leitung der Mittelschule auch gleich einen umfangreichen Katalog an konkreten Fragen gestellt. So wollen sie die Vorstellungen der Schulleitungen erfahren, welche Möglichkeiten sie sehen, die Schulen attraktiver zu gestalten und ihr Profil zu schärfen. Dabei können sich die Kommunalpolitiker vorstellen, analog der Sportmittelschule Hauzenberg auch eine mögliche Schwerpunktschule zu bilden, zum Beispiel mit einer Fachrichtung Soziales, ist doch gerade Salzweg ein Musterbeispiel an Inklusion in der Schule. Dazu sei aber insbesondere das Schulamt gefordert.

Schulamt und Bürgermeister bitten sie unter anderem zu prüfen, ob eine Erweiterung der Schulverbundes möglich wäre, auch über die Landkreisgrenze hinaus. Die Kommunalpolitiker wehren sich auch gegen eine immer wieder zu hörende Bezeichnung der Mittelschule als sogenannte „Restschule“. Die Antragsteller weisen auch darauf hin, dass es in allen drei Gemeinden potente und interessante Industrie- und Gewerbebetriebe gebe. Sie geben zu bedenken, dass man auch diese heimische Wirtschaft in eine Profilschärfung der Schulen einbinden könnte. Schließlich wollen die Antragsteller konkret wissen, wie viele Schüler in die einzelnen Klassen gehen und wie viele bereits in benachbarte Schulen abgewandert sind. Natürlich interessieren sie insbesondere die Gründe für die Abwanderung. Man darf nun gespannt sein, was dieser so wichtige „Schulgipfel“ für die drei Gemeinden und den Schulverbund bringen wird.

Kreuzung in Niederneureuth wird verkehrssicherer gemacht – Maßnahme noch in diesem Jahr – Bezirksrat informiert sich

Bürgermeister Klaus Weidinger (re.) erörtert mit Bezirksrat Josef Heisl, der im Kreistag auch dem Verkehrsausschuss angehört, die anstehende Baumaßnahme an der Kreuzung in Niederneureuth, die der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer dient. 

Die Kreuzung in Niederneureut soll ausgebaut werden. Das ist das Ziel des Verkehrsausschusses im Kreistag, der Kreisstraßenverwaltung und der Gemeinde. Das erläuterte Bürgermeister Klaus Weidinger dem Mitglied im Verkehrsausschuss und Bezirksrat Josef Heisl, der sich als Mandatsträger über die Anliegen der Gemeinde und des neuen Bürgermeisters informierte. Die beiden Kommunalpolitiker sind überzeugt, dass dadurch die Kreuzung sicherer wird, an der es schon eine ganze Reihe von Unfällen gab. Der Umbau soll im 2. Halbjahr 2021 von statten gehen.

Zwei Linksabbiegespuren helfen künftig den Verkehr übersichtlicher zu ordnen. Die Verlegung der Bushaltestelle im Zusammenhang mit dem Ausbau eines Bürgersteiges in Richtung Niederneureuth erhöht insbesondere die Sicherheit der Fußgänger. „Weil es sich um eine Staatsstraße handelt, wird die Kreuzung vom Staatlichen Bauamt Passau umgebaut“, erklärt Josef Heisl. Der Landkreis Passau beteilige sich mit 150 000 Euro. Die Kreisstraße PA 3 mündet nämlich dort in die Staatstraße ein. Der Verkehrsausschuss habe dies im September 2020 bereits beschlossen, ergänzte der Kreisrat.

Gegenstand dieses Gesprächs war auch der Radweg von der Ortschaft Sonnen in Richtung Birkenweg. Wenn alles programmgemäß verlaufe, werde in diesem Jahr das Staatliche Bauamt auch diese Maßnahme durchführen, freut sich der Bürgermeister. Heisl, der auch dem Bezirkstag von Niederbayern angehört, zeigte sich beeindruckt von den Erläuterungen des Bürgermeisters zu weiteren Maßnahmen der Gemeinde. Er signalisierte dem Gemeindeoberhaupt seine volle Unterstützung und die weiterhin so gute Kooperation wie sie mit den Verantwortlichen der Gemeinde Sonnen bisher üblich war.

Der Bezirksrat, in dessen Wahlbezirk Sonnen liegt, berichtete dem Bürgermeister auch einiges über seine Tätigkeit, die auch die Gemeinde tangieren könne. So erläuterte er seine Vorstellungen zur Kinder- und Jugendpsychiatrie, für die der Bezirk unter anderem zuständig ist. Bei einem Besuch im Gesundheitszentrum Waldkirchen unter der Leitung von Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich habe er sich auch über die Entwicklung und das Angebot dieser Einrichtung informiert. Die Zusammenarbeit sei vorzüglich war dort von den Ärzten zu hören und die Fachrichtungen würden sich optimal ergänzen. Ein großer Gewinn sei die Psychiatrische Institutsambulanz PIA), die der Bezirk dort eröffnen werde.

Der Niederbayerische Bezirkstag habe eine Gesamtanalyse im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie initiiert, erklärte Heisl. Diese habe ergeben, dass insbesondere in den Bayerwald-Landkreisen die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen unzureichend sei. Die Einrichtung einer PIA in Zwiesel werde sehr gut angenommen. So könnten Wartezeiten und Reisewege bei Eltern und Patienten erheblich verkürzt werden. Bezirksrat Josef Heisl betonte, dass er einen großen Vorteil darin sehe, dass durch die Dezentralisierung in der Fläche auch das Thema Jugendpsychiatrie aus dem Schatten gerückt werde. „Vielen Eltern fällt nun der Schritt leichter mit dem Kind in Therapie zu gehen“, erklärte er. 

Der Bezirksrat hofft nun, dass bei einschlägigen Fachärzten Interesse besteht, sich in Waldkirchen niederzulassen. Für das Bezirkskrankenhaus in Passau stehe nach den Corona-Beschränkungen eine Erweiterung an. Bezüglich der Thermenlandschaft, in der der Bezirk in Bad Füssing, Bad Griesbach und Bad Birnbach mit Kurbädern vertreten ist, hofft Heisl ebenfalls auf eine schnelle Erholung, sobald die Bäder wieder geöffnet werden dürfen. Die Einrichtungen des Bäderdreiecks seien nämlich ein enorm wichtiges Standbeim für den  gesamten Tourismus im Landkreis Passau.

Bezirk fördert Kultur, Sport und Jugendarbeit – Projekte in der Stadt und im Landkreis Passau

Der Bezirk Niederbayern fördert das kulturelle und sportliche Leben sowie die Jugendarbeit  im Regierungsbezirk.  Es werden Zuschüsse zu einzelnen Projekten bis hin zum Denkmalschutz gegeben. So hatte der zuständige Ausschuss des Bezirkstages auf seiner jüngsten öffentlichen Sitzung im Festsaal des Bezirksklinikums Mainkofen wieder eine Vielzahl von Förderanträgen, auch aus dem Raum Passau auf dem Tisch, über die entschieden werden musste.  Bezirksrat Josef Heisl jun. (CSU) freut sich dabei zusammen mit seinen Kollegen Cornelia Wasner- Sommer (CSU) und Andreas Winterer(SPD),  dass auch enorme Hilfen in den Bereich der Stadt und des Landkreises Passau fließen werden.

„Als ehemaliger Vertreter des Bezirks im Bezirksjugendring freue ich mich über die notwendige Aufstockung des Zuschusses um 8 000 Euro auf jetzt 280 000 Euro“, meint Bezirksrat Josef Heisl. Die Erhöhung ergibt sich aus den gestiegenen Personalkosten.  Eine Sonderförderung von 7 000 Euro ist für den Jahresschwerpunkt 2021 gedacht, der sich aus den aktuellen Voraussetzungen durch die Pandemieergibt und deshalb den Arbeitstitel trägt: „Die Welt im Wandel – Jugendarbeit neu gedacht“. Außerdem wird das Niederbayerische Jugendfilmfestival besonders unterstützt.

„Im Bereich der Kulturförderung kann sich der Bayerische Landesverein für Heimatpflege in der Abteilung Volksmusik für die Volksmusikstelle Niederbayern und Oberpfalz über einen Zuschuss von 10 000 Euro freuen“, erklärt Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer.  1 600 Euro gibt es zusätzlich für sonstige Aktivitäten der Heimat- und Kulturpflege. Die Gemeinde Fürstenstein, die alljährlich in Erinnerung an den Volksmusikanten die Hans Matheis Musiktage veranstaltet, erhält für das aktuelle Treffen 400 Euro.

Der Kultur- und Geschichtsverein Vilshofen bekommt für seine Publikation über Dr. Johann Evangelist Kappel „vergessen, erkannt, wiederentdeckt- Senior der Kunstmaler Niederbayerns“ einen Zuschuss von 500 Euro. „Der bereits zu Lebzeiten ausgezeichnete Kunstmaler war Vilshofener und lebte die letzten 30 Jahre in der Gemeinde Aldersbach“, weiß Andreas Winterer. Auch die KlinikClown-Visiten werden für niederbayernweite Auftritte  wieder mit 10 000 Euro unterstützt. Zweck dieser Auftritte von speziell geschulten Clowns ist die Betreuung und Therapie älterer kranker Menschen in Kliniken, Hospizen oder Palliativstationen aber auch von Kindern und Jugendlichen in stationärer Behandlung.  

Das Ostbayerische Jugendorchester setzt weiterhin seine Sinfonischen Konzerte fort. Dafür gibt es eine Unterstützung in Höhe von 5 500 Euro für das Haushaltsjahr 2020. Das Orchester zählt derzeit 61 junge Musikerinnen und Musiker. Für das Arbeitsjahr 2021 unter dem Titel „Ostbayerisches Jugendorchester in neuen Welten“ werden ebenfalls noch einmal 5 500 Euro gegeben. Über letztlich sogar 4 000 Euro für die Durchführung der Puppen- und Objekttheaterinszenierung  „Heidis Geheimnis“ können sich das freie Puppentheaterensemble „Theater die Exen“  und Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer freuen, ist doch davon auch ihre Heimatgemeinde Neuhaus am Inn positiv betroffen.     Der Bezirk fördert auch eine ganze Reihe von Denkmälern. So gab es für die Stiftungsverwaltung der Stadt Passau 1 500 Euro für die Turmsanierung der Spitalkirche St. Johannes am Rindermarkt. Im Landkreis Passau wird die vorbereitende Untersuchung an dem Wohnhaus des Dreiseithofes aus dem 19. Jahrhundert  1 438 Euro unterstützt. Für die Dachsanierung einer neugotischen Hofkapelle in Gerau aus dem Jahre 1849 werden 2 600 Euro bereitgestellt. Gesamtsaniert wird das Wohnhaus eines Einzelhofs aus dem Jahre 1840 in Reut bei Vilshofen. Dafür gibt es einen Zuschuss von 20 900 Euro. Für die Gesamtsanierung und den Umbau eines Wohn- und Geschäftshauses am Marktplatz von Rotthalmünster gibt es einen Zuschuss in Höhe von 7 000 Euro.  

CSU und Junge Liste lehnen kommunalen Wohnbau in dieser Form ab – Projekt ist für Kommune eine Nummer zu groß – Lösung mit privatem Investor?

Hier auf dem Kirchengrundstück neben dem Kindergarten sollte der kommunale Monsterbau entstehen. 

Auch in Coronazeiten steht die Kommunalpolitik und damit die Sorge um die eigene Gemeinde bei den Gemeinderatsfraktionen der CSU und der Jungen Liste nicht still. In einer gemeinsamen virtuellen Fraktionssitzung haben sich die Rätinnen und Räte ganz besonders mit dem kommunalen Wohnbau befasst und hier mit dem Projekt, das mit 25 Wohnungen auf dem Kirchengrundstück im Ortszentrum von Straßkirchen entstehen sollte.

„Der immer wiederkehrende Einsatz für den kommunalen Wohnbau durch die Wählergruppierung Frischer Wind entbehrt nicht einer gewissen Penetranz“, meinte Fraktionschef Josef Heisl jun. von der CSU. Denn obwohl schon mehrfach deutlich gemacht wurde, dass sich das schon in dieser Größenordnung nicht machen lasse, bleibe man bei der Gruppierung starrköpfig und sei wieder mit dem Thema in die Presse gegangen. Unterstützung erhält der Kreis- und Bezirksrat von seiner CSU-Fraktion sowie der Fraktion der Jungen Liste. Halbwahrheiten, wie sie immer wieder lautstark verkündet werden, würden diesem Thema auch nicht dienlich sein, meint man dort.

Die Vertreter der beiden Wählergruppen seien von Anfang an skeptisch gewesen und mit Recht haben sie das Projekt abgelehnt, weil es nicht finanzierbar sei, ist man sich fraktionsübergreifend einig. „Da baut eine Stadt wie Freyung zehn Wohneinheiten, wir in Salzweg wollen dagegen gleich 25 Wohneinheiten verwirklichen, diese Dimension ist einfach zu groß“, ist Gemeinderat Matthias Bredemeier überzeugt, der kritisiert, dass mittlerweile rund 380 000 Euro an Planungskosten von der Gemeinde ausgegeben wurden. Jetzt gelte es dieses Projekt endlich zu beenden und ganz neue Wege zu gehen. „Die Gemeinde muss ihr Augenmerk auf ihre Pflichtaufgaben legen und nicht auf ein solches Vorhaben, das auch wegen der hohen Kosten von der Rechtsaufsicht beim Landratsamt äußerst kritisch gesehen wird“, ergänzt Gemeinderat Thomas Grubmüller. Immerhin befinde sich die Gemeinde in keiner einfachen Finanzlage.

Der jüngste Bericht in der PNP, vom Frischen Wind initiiert, habe wieder eine Reihe von Täuschungen enthalten, bewusste oder unbewusste aus Unwissenheit, Josef Heisl spart sich eine Bewertung. „Es wurde von Anfang an mit dem falschen Argument geworben, dass 90 % Förderung zu erwarten sind“, argumentieren die Ratskollegen Evi Lippl und Maximilian Brandl von der Jungen Liste. Richtig sei, dass die Gemeinde für das Vorhaben 30 % staatlichen Zuschuss bekäme. 60 % würden als zinsloses Darlehen gegeben. Natürlich seien diese 60 % zurückzuzahlen, denn das seien keine Fördermittel. Der letzte Planungsstand sei bei 6,6 Millionen Euro gelegen. Der Planer habe aber schon darauf hingewiesen, dass jährlich mit einer Verteuerung von um die 6 % gerechnet werden müsse, ergänzt Brandl.

Gemeinderätin Nadja Homm befasste sich mit dem möglichen Mietpreis, der aufgrund der hohen Kosten bei 7,50 Euro pro Quadratmeter liegen dürfte. „Das ist selbst für Straßkirchner Verhältnisse nicht gerade billig“, meint Homm. In Passau seien vor kurzem 27 Sozialwohnungen gebaut worden, bei denen die Miete bei 5,40 Euro liege. Da könne man in Straßkirchen beim kommunalen Wohnungsbau nicht mehr von einem sozialen Hintergrund sprechen, denn auch bei der Kreiswohnungsbau GmbH lägen die Quadratmeterpreise um zwei bis drei Euro niedriger als bei dem möglichen kommunalen Wohnbauprojekt in Straßkirchen. Da haben eine alleinerziehende Mutter oder eine Arbeiterfamilie mit 3 Kindern, die keine staatliche Unterstützung bekommen, sicher Probleme in den Genuss einer dieser Wohnungen zu kommen. Genau diese Mitbürger müsse man aber unterstützen. 

Baukosten und hohe Ausbaustandards würden zudem geringere Preise kaum ermöglichen. So habe Ex-Gemeinderat Christian Domes die Standards der Wohnungen immer wieder höher geschraubt und der Lenkungsgruppe kostensteigernde Vorschläge unterbreitet, kritisieren die Ratsgremien der CSU und der Jungen Liste. Für beide Fraktionen ist das Vorhaben als kommunaler Wohnbau gescheitert und CSU und Junge Liste sind davon überzeugt, dass jetzt eine andere Lösung gefunden werden müsse. Auch ein Kommunalunternehmen zur Verwirklichung dieses kommunalen Wohnbaues komme für sie nicht in Frage. Denn dadurch würden ja die Schulden nur ausgelagert, sie würden aber bei den Gemeindebürgern bleiben und seien von denen über Generationen verteilt abzubezahlen. 

Gemeinderat Armin Dersch sieht trotz der schwierigen Situation bei SPD und Freien Wählern eine gewisse Bereitschaft, dass gemeinsam eine passende Lösung gefunden werden könnte

„Aus unserer Sicht ist jetzt der Bürgermeister am Zug, dass er dem Gremium einen gangbaren Weg aufzeigt“, fordert Dersch. Dieser Weg könne ein privater Investor sein. So könnte dann die Gemeinde Wohnungen anmieten und diese als wirkliche Sozialwohnungen nutzen, denn Bedarf bestehe. Erste Gespräche habe es ja schon gegeben.

Die beiden Fraktionen der CSU und der Jungen Liste werden weiterhin das Thema konstruktiv begleiten, erklären die beiden Fraktionsführer Josef Heisl jun. und Maximilian Brandl. Einem kommunalen Wohnungsbau direkt oder über ein Hintertürchen werden die beiden Gruppen im Gemeinderat aber auf keinen Fall unterstützen. 

„Lebenshilfe leistet wertvollen Dienst für die Gesellschaft“

MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler und Bezirksrat Josef Heisl besichtigen neues Wohnhaus für Menschen mit Behinderung in Hauzenberg

Foto und Text (Christoph Weishäupl): (v. l.) Bezirksrat Josef Heisl, Geschäftsführer Thomas Hofbrückl und MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler vor dem Neubau des Wohnhauses für Menschen mit Behinderung in Hauzenberg.

„Das Wohnheim für Menschen mit Behinderung in Hauzenberg stellt sowohl baulich als auch funktional eine musterhafte Einrichtung dar und unterstreicht einmal mehr das segensreiche Wirken des Trägervereins in der Region“, so das begeisterte Resümee des Abgeordneten Prof. Dr. Gerhard Waschler anlässlich seines gemeinsamen Besuches mit Bezirksrat Josef Heisl im neu errichtete Wohnhaus der Lebenshilfe Passau e. V. Durch die unmittelbare Nähe der Errichtung zum Facharztzentrum und Medizinischen Versorgungszentrum Hauzenberg sowie der fußläufigen Erreichbarkeit von Einkaufsgelegenheiten ist diese als Selbstversorgerhaus ideal gelegen und geeignet.

„Für rund 4,7 Millionen Euro konnte die Lebenshilfe mit umfangreicher staatlicher Unterstützung am Standort Hauzenberg ein Wohnhaus für 24 Menschen mit Behinderung errichten, welches nicht nur funktional und in Bezug auf Lage und Infrastruktur besticht, sondern sich als Holzrahmenbau auch bestens in die regionale Baukultur einpflegt und als Niedrigenergiehaus zudem geringe Betriebskosten verursacht“, berichtet Geschäftsführer Thomas Hofbrückl den Repräsentanten der Landes- und Bezirksebene. MdL Prof. Dr. Waschler zeigte sich dahingehend überzeugt, dass die staatlichen Gelder an dieser Stelle bestmöglich investiert wurden. Mit Blick auf die noch bestehenden Kapazitäten zur Aufnahme weiterer Bewohner lobte Bezirksrat Heisl auch den Weitblick des Vereins: „Ich bewerte es höchst positiv, dass nicht nur Bedarfe gedeckt werden, sondern auch perspektivisch in die Zukunft gedacht wird.“

Die zentrale Herausforderung der letzten Monate bestand auch für die Einrichtung der Lebenshilfe in der Handhabung der Corona-Pandemie. „Insbesondere die Schließung der Behindertenwerkstätten hat uns stark getroffen“, berichtet Thomas Hofbrückl gegenüber den politischen Vertretern. „Als mit einem Schlag alle Bewohner des Hauses den ganzen Tag hindurch in der Einrichtung waren, war unsererseits höchste Flexibilität gefordert“, wie Hofbrückl mit Blick auf die Dienstplan- und Programmgestaltung ausführt. Zwischenzeitlich habe man hier aber eine gute Routine erreicht. „Ich muss allen Mitarbeitern an dieser Stelle einen großen Dank aussprechen. Jeder einzelne muss in dieser besonderen Situation nicht nur höchst flexibel sein, um auf mögliche Ausfälle reagieren zu können, sondern auch mit einer enormen Mehrbelastung umgehen“, so der Geschäftsführer. „Dieser Einsatz fordert unseren höchsten Respekt und unsere Anerkennung“, stimmte auch Bezirksrat Josef Heisl ein.

MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler lobte den wertvollen Dienst, der gerade in außergewöhnlichen Zeiten in Einrichtungen wie jenen der Lebenshilfe für die Gesellschaft verrichtet wird. „Wir nehmen unsere Verantwortung jeden Tag aufs Neue wahr“, wie Thomas Hofbrückl ausführt. Dies gelte auch besonders im Umgang mit dem Corona-Virus. So besteht u. a. eine umfassende Maskenpflicht für die gesamte Belegschaft. „Auch wenn uns Maßnahmen der Distanzierung, sowohl innerhalb der Einrichtung als auch im Bereich der Einschränkung von Besuchsrechten, aus menschlicher Perspektive schwer fallen, so steht der Schutz der Gesundheit unserer Bewohner und Mitarbeiter stets an erster Stelle“, so Hofbrückl. 

Mit Blick auf den derzeitigen Mehraufwand wäre auch eine Personalaufstockung äußert sinnvoll, wie der Geschäftsführer weiter ausführt. Hier zeige sich aber auch der akute Mangel an Fachkräften im Pflegebereich. „Der Arbeitsmarkt ist vollkommen leergefegt“, beurteilt Hofbrückl die Situation. MdL Prof. Dr. Waschler sieht in diesem Mangel eine zentrale Aufgabe für die politischen Entscheider. „Wir müssen die Berufsausbildung wieder attraktiver gestalten und gerade für gesellschaftlich bedeutsame Berufe im pflegerischen Bereich Anreize setzen, um dem gegebenen Engpass wirksam entgegenzutreten“, so der Landtagsabgeordnete.

Aldi will nicht das Gebäude, sondern nur die Ladenfläche erweitern – Orts-CSU unterstützt Vorhaben – Aldi will Ware besser präsentieren können

Bild: Zum Ortstermin trafen sich die Gemeinderäte und CSU-Vorstandsmitglieder mit dem Eigentümer des von Aldi gemieteten Marktes, v.li. Stefan Thumann, Stefanie Heisl, Vorstand Peter Voggenreiter, Richard Döbler, Nadja Homm, Matthias Bredemeier, Josef Heisl jun., Maximilian Brandl und Evi Lippl.
(Foto und Bericht Heisl) 

Seit sieben Jahren gibt es im Gewerbegebiet Jägeröd einen Aldi-Markt, der sich bei den Bürgern großer Beliebtheit erfreut. „Aldi ist ein Zugpferd in unserem Einkaufspark“, stellt Gemeinderätin Nadja Homm fest. Überhaupt sei das Einkaufszentrum Jägeröd mit seinen vielfältigen Angeboten vom EDEKA-Einkaufsmarkt über das Deichmann Schuhgeschäft, dem dm Drogerie Markt, dem Takko-Modegeschäft, Ernsting‘s family sowie über die Backwaren mit Cafe bis hin zu einem Asia Bistro und einem Dönerladen sowie einer Tankstelle ein wunderbar abgerundeter Einkaufspark, den sie als Hausfrau und Mutter gerne nutze. Da passe das Zugpferd Aldi-Markt bestens hin, sind die CSU- und Junge Liste-Gemeinderäte überzeugt. 

Nach jetzt sieben Jahren in Betrieb zeigt sich deutlich, dass der Aldi-Markt dringend einer Erweiterung der Warenpräsentationsfläche bedarf. „Der Marktbetreiber will nicht sein gemietetes Gebäude erweitern, sondern nur im Inneren durch das Entfernen einer Mauer die Ladenfläche um etwa 120 qm vergrößern“, erklärt Gemeinderat Josef Heisl jun., der sich von Anfang an für den Einkaufspark Jägeröd ausgesprochen hatte. Er verweist auch auf die verkehrstechnisch bestens angebundenen Geschäfte, die in der Haupteinkaufszeit fast stündlich auch mit dem Bus erreichbar sind. „Wir hätten auch keine kreuzungsfreie Einfahrt in die B 12, wenn wir damals nicht so entschieden für diesen Einkaufspark eingetreten wären“, meint Gemeinderat Matthias Bredemeier.

Die Befürworter erinnern sich noch an das Verkehrschaos im Ortszentrum, als der EDEKA-Markt noch dort angesiedelt war, mit unmöglichen und viel zu wenigen Parkplätzen. Wäre der jetzt noch dort, würde das regelmäßig zu einem Verkehrsinfarkt führen. Heute sind die Parkplätze und die gesamte Infrastruktur in Jägeröd ein hervorragender Service für die Kunden, so dass diese sogar aus Passau und den umliegenden Gemeinden kommen. Wer hier einkauft schätzt auch die gute Auswahl an Geschäften. Gemeinderätin Evi Lippl weist darauf hin, dass damals die Bürger in einem Bürgerbegehren den Einkaufspark wollten und auch der Plechinger-EDEKA-Markt sei gerne aus der Dorfenge hinausgegangen. Da verstünde man es nicht, wenn heute gegen die Erweiterung votiert werden sollte. „Auf der anderen Straßenseite der B 12 wäre das überhaupt kein Problem, in diesem Sondergebiet Jägeröd  offensichtlich aber schon“, meint Maximilian Brandl, der dafür kein Verständnis habe. 

Als stellvertretende JU Ortsvorsitzende spricht sich auch Stefanie Heisl für eine Vergrößerung der Präsentationsfläche innerhalb der Aldi-Filiale aus. Die verheiratete Lehrerin mit Nachwuchs, die aus Passau wieder in ihre Heimat  Straßkirchen  zugezogen ist, schätzt das Rundum-Angebot vom Tanken bis zu allem Lebenswichtigen und dem Angebot einer Gartenbaufirma. Da haben sich die Einkaufswege schon sehr verkürzt, die früher nach Passau oder Hutthurm geführt haben. Nach dem Umbau würde der Aldi-Markt wohl auch noch attraktiver werden.  Somit könnte auch in Salzweg das neue Einrichtungskonzept „Filiale der Zukunft“, welches bereits in allen umliegenden Filialen seinen Einzug gefunden hat, umgesetzt werden. Im Bestandsladen könne Stand heute bereits aufgrund der kleinen Verkaufsfläche nicht das gesamte Kühlsortiment angeboten werden, wie in den benachbarten Filialen, erklärt Aldi Süd.

Das alles diene nur der Attraktivität von Salzweg, wirft Gemeinderat Mattias Bredemeier ein. Die Beliebtheit von Salzweg und Straßkirchen als Wohngebiet, wie sie der Bürgermeister in der Presse mit Recht so hoch gelobt habe, führe einzig und allein auf die gute Infrastruktur zurück, die in den letzten Jahrzehnten mit den attraktiven Schulen, den Kindergärten, den umfassenden Einkaufsmöglichkeiten, der ärztlichen Versorgung, den kreuzungsfreien Einfahrten und den tollen Sportanlagen geschaffen worden seien, ergänzt Gemeinderat Josef Heisl jun., der als überörtlich präsenter Kreis- und Bezirksrat weiß, wovon er spricht.

Bei einem Ortstermin mit den Eigentümervertretern der Liegenschaft, in der Aldi Süd als Mieter ansässig ist, informierten sich die CSU und Junge Liste Rätinnen und Räte, sowie die Vorstandsmitglieder der Orts-CSU über die geplante Baumaßnahme. „Es werden außen am Gebäude keinerlei Veränderungen vorgenommen“, sicherte Bankvorstand Peter Voggenreiter von der zuständigen Immo Verwaltungs-GmbH zu , welche eine Tochtergesellschaft der Rottaler Raiffeisenbank eG  in Pocking ist. Es sei an äußere bauliche Veränderungen auch die nächste Zeit nicht gedacht. Mit der bereits seit 2016 begonnenen Neugestaltung der Discountflächen möchten wir das Warenprogramm in seinen Märkten für die Zukunft lediglich neu präsentieren und diese “Upgrade“-Maßnahme bis zum Jahresende 2020 zum Abschluss bringen, erklärt Aldi Süd auf Anfrage.  

Die innere Erweiterung diene in erster Linie der optischen Warenpräsentation und habe daher  keinerlei schädliche Auswirkungen was auch eine Auswirkungsanalyse eines Fachbüros unterstreiche. Leider sei das im Landratsamt und bei der Regierung von Niederbayern eher nicht so gesehen worden, obwohl in der Gemeinde Salzweg Besonderheiten vorliegen wie die Weitverzweigtheit des Ortsgebietes, das keinen typischen Ortskern aufweise. Eine adäquate Versorgung im Ortskern wäre eher als problematisch anzusehen weil weder entsprechende Grundstücksflächen noch erforderliche Parkflächen zur Verfügung stünden. 

Jetzt hoffen die Gemeinderäte der CSU-Fraktion und der Junge Liste-Fraktion dass auch ihre Kolleginnen und Kollegen einschließlich Bürgermeister Josef Putz eine für die Bürger positive Entscheidung mittragen und für die Erweiterung stimmen. Auf die aktuell laufende Ortsentwicklung nach dem ISEK-Prozess sehe man auch keine negativen Auswirkungen.


CSU Waldkirchen informiert sich über Jugendpsychiatrie

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Bezirksrat Josef Heisl informieren

Freuen sich über den großen Erfolg für die Region: Thomas Höppler (v.links), Gerhard Wimmer, Simon Stockinger, Markus Reschauer, Dr. Heidi Massinger-Biebl, Sonja Kozeny, Hans Draxinger, Manfred Dersch, Achim Baier, Bezirksrat Josef Heisl und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich

Bei einer Ortsbegehung im Gesundheitszentrum in Waldkirchen sprachen die Mitglieder der CSU-Stadtratsfraktion über die Entwicklung und die Angebote im Gesundheitszentrum Waldkirchen. Wie Dr. Heidi Massinger-Biebl ausführte, sei die Zusammenarbeit im Zentrum hervorragend. Die Ärzte verschiedenster Fachrichtungen würden sich perfekt ergänzen. Ein großer Gewinn sei auch die psychiatrische Institutsambulanz, die der Bezirk Niederbayern in Waldkirchen eröffnen wird. „Hier entsteht ein für den Landkreis wichtiges, sehr wertvolles neues Angebot“, so Dr. Massinger-Biebl. 

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich führte aus, dass er im Niederbayerischen Bezirkstag eine Gesamtanalyse im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie initiiert habe. Diese habe ergeben, dass insbesondere in den Bayerwald Landkreisen die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen unzureichend sei. „Bereits in Zwiesel zeigt sich, dass die dortige PIA sehr gut angenommen wird und eine Versorgungslücke schließt. Dies erwarte ich mir auch hier in Waldkirchen. Wir können damit sicherstellen, dass oftmals lange Wartezeiten erheblich verkürzt werden. Eine wohnortnahe Versorgung ist für die betroffenen Familien ebenfalls eine große Entlastung“, so Dr. Heinrich.

Bezirksrat Josef Heisl sieht einen großen Vorteil darin, dass durch die Dezentralisierung in der Fläche auch das Thema Jugendpsychiatrie aus dem Schatten gerückt wird. „Vielen Eltern fällt nun der Schritt leichter mit dem Kind in Therapie zu gehen. So können viele Probleme gelöst werden, bevor sie überhaupt entstehen“, ist der örtliche Bezirksrat überzeugt.

Wie Heinrich auf Nachfrage der CSU-Stadtratsfraktion bestätigte, besteht aber auch weiterhin ein dringender Bedarf an niedergelassenen Psychiatern diese sind, ebenso wie Psychotherapeuten, für die Behandlung der erkrankten jungen Menschen zuständig, nachdem eine Abklärung und Diagnose in der PIA stattgefunden hat. „Wir hoffen, dass durch die neue PIA auch ein Interesse seitens der Fachärzte daran besteht, sich in Waldkirchen neu niederzulassen. Die Keimzelle dafür wurde bereits gelegt“, so Fraktionsvorsitzender Simon Stockinger.