Josef Barth jetzt Ehrenvorsitzender des DJK Sportvereins – Thomas Grubmüller wieder zum Vorstand gewählt – Ehrungen langjähriger Mitglieder – Ehrenamtspreis des DFB für Georg Kilian

Bild: Josef Barth (3.v.li.) gratulierten v.li. Bezirksrat Josef Heisl, 3. Vorstand Rudi Schichl, 1. Vorstand Thomas Grubmüller, 2. Vorstand Marco Angerer und Dieter Liebl zur Ernennung zum Ehrenvorstand.

Von Josef Heisl

Von jeder Menge wichtiger Entscheidungen war nach vier Jahren Pause die Jahreshauptversammlung des Sportvereins DJK Straßkirchen  geprägt. Der Verein wählte sich einen neuen (alten) Vorstand, ernannte Josef „Sepp“ Barth zu seinem Ehrenvorsitzenden und ehrte eine Vielzahl von Mitgliedern für 25, 40 und 50 Jahre Treue zum Verein. Bemerkenswert waren auch die Berichte der erfolgreichen Spartenleiter des mit 1033 Mitgliedern mit Abstand größten Vereins in der Gemeinde, der auch in der Diözese unter 76 DJK Vereinen an dritter Stelle liegt.

Thomas Grubmüller begrüßte im renovierten Kollersaal ganz besonders für die Kommune Gemeinde- und Bezirksrat Josef Heisl jun., Dieter Liebl vom DJK Diözesanverband und für den Förderverein dessen 2. Vorsitzenden Gottfried Wenk. Der Vorsitzende bat zu Beginn um ein Gedenken für die in den letzten vier Jahren verstorbenen Mitglieder darunter acht Gründungsmitglieder. Zum Mitgliederstand merkte er an, dass seit der letzten Jahreshauptversammlung trotz der 13 Todesfälle die Mitgliederzahl von 1015 auf 1033 gestiegen sei. Auf die Sparte Fußball entfallen 481, auf Turnen 552 Mitglieder, 714 sind über 18 Jahre alt, der Rest Kinder und Jugendliche. Diese Zahlen seien Ansporn, stets gute Sportmöglichkeiten und optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, so der Vorsitzende.

In den letzten vier Jahren sei das Vereinsleben teilweise erheblich durch Corona beeinträchtigt  gewesen. Zwei Prangerfeste fielen aus, ebenso die Christbaumversteigerung und mehrere weitere geplante Veranstaltungen, was auch erhebliche finanzielle Auswirkungen habe. Besonders schmerzte, dass das Sportliche wie das Gesellschaftliche nicht wie gewohnt angeboten werden konnten und dass einige dem Verein wohl deshalb den Rücken gekehrt haben. Trainer und Mannschaften erklärten für die Zeit des Stillstandes einen Verzicht auf Gehalt bzw. Prämien. Die Jugendarbeit floriere und auch die Alten Herren glänzten nicht nur auf dem Sportplatz. 

In der Turnabteilung sei die Nachfrage nach den unterschiedlichen Angeboten nach wie vor sehr groß. Aus dem Vereinsleben sei auch der Förderverein nicht mehr wegzudenken. Jetzt hoffen alle auf ein weiteres Prangerfest zu Fronleichnam 2022. In der DJK werde auch der DJK Gedanke gelebt auf der Basis der drei Säulen Glaube, Sport und Gemeinschaft. So unterstütze der Verein auch den Diözesanverband bei größeren Sportereignissen. Wegen der ausgezeichneten Jugendarbeit und weiterer Verdienste bekam die DJK Straßkirchen den „Adalbert-Probst-Preis“ der DJK verliehen.

Als Nächstes gehe der Verein den Kunstrasen-Sportplatz an. Das werde eine große finanzielle Herausforderung, der sich aber die Verantwortlichen stellen wollen. Unterstützt vom Gemeinderat, an der Spitze Bürgermeister Josef Putz und auch Bezirksrat Josef Heisl jun. habe sich mit der Organisation eines Treffens wichtiger Unterstützer besonders eingebracht. Der Platz werde dann nur von der DJK und dem FC Salzweg genutzt. Zum Schluss dankte Grubmüller allen Unterstützern in der Vorstandschaft, den vielen Helferinnen und Helfern, den Übungsleitungen, den Sportlern und den vielen Ungenannten für ihren Beitrag zum Wohle des Vereins. Ein besonderer Dank galt seinem bisherigen 2. Vorstand Herbert Moosbauer, der sich nicht mehr zur Wahl stellte, für dessen großen Einsatz.

Für die Turnabteilung berichtete Christa Rosenauer über das umfangreiche Angebot von den Kleinsten bis zu den Senioren. Zusammen mit Teresa Gabriel leite sie die Abteilung, im sportlichen unterstützt von über 10 Übungsleiterinnen und einem Übungsleiter. Jeder Einzelne könne nach seinem Können und Fitnessstand mitmachen. „Wie wichtig Gemeinschaft und Bewegung sind, wurde besonders in der Pandemiezeit deutlich“, stellte die Abteilungsleiterin fest. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch das Nikolausturnen in der Salzweger Mehrzweckhalle, das mittlerweile in eine Turngala gemündet sei und der Kinderfasching am Rosenmontag.  Besonders erfreulich sei, dass 2019 bereits 185 Kinder und Jugendliche aktiv turnten, was einen Zuwachs von 40 Prozent ausmacht. Insbesondere die Kinder kommen auch aus den Nachbargemeinden. Das verwundere aber nicht, werde doch den Buben und Mädeln viel Sport und Gesellschaftliches geboten. Erfolgreich turnen auch die Leistungsgruppen in ihren Wettkämpfen.

Über die Fußballabteilung berichtete Gottfried Wenk, der das Amt des Abteilungsleiteers von Michael Grünberger übernommen hatte. Die Herrenmannschaften haben durchwegs gute Platzierungen erreicht und in der Saison 2017/18 sei man in der Relegation nur knapp am Aufstieg in die Kreisliga gescheitert. Ziel sei, den Kader stets aus der eigenen Jugend aufzufüllen. Wenk dankte den Betreuern und Trainern und äußerte den Wunsch auf einen Kunstrasenplatz. Jugendleiter Georg Kilian berichtete von den einzelnen Spielgemeinschaften in den Jugendklassen. 25 Trainer und Betreuer habe man im Einsatz, denen er ganz besonders danke.

Dreißig Jahre ist jetzt Rudi Schichl bereits Kassier. Der Oldie legte wieder gesunde Finanzen vor, die man angesichts des Kunstrasenplatzes auch brauche. Die Kassenprüfer Bernhard Raith und Max Ranzinger bescheinigten eine sehr ordentliche Kassenführung was später zur einstimmigen Entlastung führte.  

Bezirksrat Josef Heisl jun., der den verhinderten Bürgermeister vertrat, lobte den Verein, in dem das Ehrenamt sehr gut aufgestellt sei. Viele Ehrenamtliche würden sich einbringen und so dafür sorgen, dass die Jugend gute sportliche Bedingungen vorfinde. Der Gemeinderat versicherte den DJK’lern die weitere politische Unterstützung, was bei der Sanierung der Turnhalle und den Planungen zum Kunstrasenplatz sichtbar werde. Hier seien die Weichen gestellt und alle Ampeln stünden auf Grün. Dem Verein attestierte er eine gute Zukunft. Josef Heisl jun. leitete später auch die Neuwahlen.

Dieter Liebl, der die Grüße der DJK Dachorganisation an den drittgrößten DJK Verein im Bistum Passau überbrachte, zollte den Verantwortlichen seine Anerkennung und den Respekt. Die DJK Straßkirchen erfülle für die  Gemeinde und die Jugend eine ganz wichtige Aufgabe. Hier werde Fairness, Toleranz und Integration praktiziert. Liebl dankte auch für die Unterstützung des Diözesanverbandes bei der Durchführung von Sportveranstaltungen. Anschließend wurden die Neuwahlen durchgeführt.

Bevor Thomas Grubmüller die Versammlung schloss überreichte er noch einer Vielzahl von  Mitgliedern für langjährige Treue zum Verein über 25, 40 und 50 Jahre Dankurkunden. Georg Kilian händigte er den Ehrenamtspreis des DFB für viele Jahre als Jugendleiter aus. Zum Höhepunkt wurde dann die Verleihung der Würde eines Ehrenvorstandes an Josef Barth. Barth habe jahrelang als Vorstand segensreich gewirkt, sei als Helfer vom Verein nicht mehr wegzudenken, arbeite bei jedem Prangerfest an vorderster Front und habe sich auch als Fußballspieler jahrelang eingebracht. Die Versammlung spendete Josef Barth für seine Verdienste lang anhaltenden stehenden Applaus.

Neuwahlen:   1. Vorstand Thomas Grubmüller, 2. Vorstand Marco Angerer, Kassier Rudi Schichl, Schriftführer Michael Engl, Jugendleiter Georg Kilian, Frauenwartin Lotte Schumann,  Ehrenamtsbeauftragter Manfred Saxinger, Beiräte Fritz und Sebastian Wagner und Anita Vormann,  Kassenprüfer Tobias Brunner und Wolfgang Matheis, Geistlicher Beirat Pfarrer Alexander Aulinger, Abteilungsleiter Fußball Gottfried Wenk, Turnen Christa Rosenauer und Teresa Gabriel, AH Martin Schichl und Webmaster Daniel Fiebig.   

Max Knon 60 Jahre in der CSU – Laura Wastlhuber appelliert, beide Stimmen der CSU

CSU Ortschef und Bezirksrat Josef Heisl jun. (von li.), Listenkandidatin Dr. Laura Wastlhuber, Bundesminister MdB Andreas Scheuer, sowie  BW Geschäftsführer und Gemeinderat Matthias Bredemeier und Altbürgermeister Horst Wipplinger (von re.) gratulierten den Geehrten.  (Foto und Text Heisl)

Der CSU Ortsverband Salzweg-Straßkirchen ist gut aufgestellt, das wurde bei der Ehrung verdienter langjähriger Mitglieder deutlich. Viele der 150 Mitglieder haben schon lange der CSU die Treue gehalten. Insbesondere Max Knon mit 60 Jahren sowie Josef Grubmüller, Johann Klinger, Stefan Giermindl und Pfarrer I.R. Alfons Prügl mit jeweils 55 Jahren, stellte der Ortsvorsitzende Josef Heisl jun. heraus. Auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer nutzte die Gelegenheit, den treuen CSU Granden seinen Dank und seine Anerkennung auszusprechen. 

Wann könne sich schon ein Ortsverband bei der Ehrung verdienter Mitglieder über die Anwesenheit eines Bundesministers freuen, meinte Bezirks- und Gemeinderat Josef Heisl jun. bei der Begrüßung der großen Zahl von Mitgliedern, des Bundesministers und der Listenkandidatin für den Bundestag Dr. Laura Wastlhuber sowie des Altbürgermeisters und Vorsitzenden der Senioren Union Horst Wipplinger im Gasthaus Giermindl bei Vereinswirt Martin Berndl. „Heute gilt es, unsere verdienten Mitglieder zu ehren, aber natürlich auch für die anstehende Wahl zum Deutschen Bundestag zu werben“, machte der Ortsvorsitzende deutlich. Er kritisierte, dass sich der Wahlkampf zu wenig um Inhalte drehe sondern hauptsächlich um die drei Anwärter aufs Kanzleramt. Auch würden durch teils fragwürdige Umfrageergebnisse die Parteien von den Medien vor sich hergetrieben. Heisl warb ausdrücklich für die beiden Kandidaten aus der Region, für den Bundesminister und Direktkandidaten Andreas Scheuer und die Listenkandidatin Dr. Laura Wastlhuber.

Andreas Scheuer habe enorme Summen in die Region gebracht, beispielsweise für den Bau der wichtigen A 94, den er beschleunigt habe, für die Sanierung des Kachlet-Kraftwerks und den weiteren Ausbau der Breitbandversorgung, von der auch Salzweg enorm profitiert habe. Insgesamt komme da schon mehr als eine Milliarde Euro zusammen. Für ihn sei unverständlich, dass das von den Grünen kritisiert werde, statt dass sie sich freuen würden über die Arbeitsplätz, die dadurch gesichert und die Infrastruktur die enorm verbessert werde. Auch bei der Anerkennung der Badekuren, ein Segen für gesundheitlich Angeschlagene aber auch für die Betriebe im Bäderdreieck, habe Scheuer zusammen mit Jens Spahn Druck gemacht. Dafür gelte es, ihn mit großer Unterstützung weiterhin für ein Spitzenamt zu empfehlen, denn die übrige Berliner Politik kümmere sich so gut wie nicht um niederbayerische Belange.

Der so gelobte Minister wies anschließend darauf hin, dass es sich bei dieser Entscheidung um eine Richtungswahl handle. Wer meine, der SPD Kandidat sei der richtige, der müsse sich einmal anschauen, was dieser so an Personen, sozialistischen Ideen und möglichen Linksbündnissen im Schlepptau mitziehe. „Lastenfahrräder“ sei nur ein Schlagwort, über das man im ländlichen Bereich mit seiner hügeligen Topographie nur lächeln könne. Dagegen stehe er für die Wasserstofftechnologie mit Standort in Niederbayern und für den Breitbandausbau, stark unterstützt durch den Bund, beides stärke die regionale Wirtschaft und schaffe weitere Arbeitsplätze. Zur Maut machte Scheuer deutlich, er habe das Problem geerbt und es sei auch noch kein Euro bezahlt worden. Schließlich habe man mit einer positiven Entscheidung des EU GH rechnen können.  Scheuer warnte auch, eine Stimme für die Freien Wähler sei eine verlorene Stimme, weil die eh keine Chance haben. 

Dr. Laura Wastlhuber (30), die auch in der Jungen Union aktiv Politik macht und beruflich im Staatlichen Bauamt in Passau als Juristin arbeitet, appelliert an die Anwesenden, beide Stimmen der CSU zu geben. Die Zweitstimme entscheide über die Zusammensetzung des Bundestages und damit über den Einfluss Bayerns auf die Bundespolitik. Der öffentliche Nahverkehr sei zwar wichtig, aber eher für die Zentren. Für den ländlichen Bereich gehe es um Arbeitsplätze und wie man diese kostengünstig erreichen könne. Da passen die grünen Träume der Großstädter so gar nicht in unsere Landschaft.  Auch Laura Wastlhuber wies darauf hin, dass es sich in 14 Tagen um eine Richtungswahl und damit um eine Schicksalswahl für Deutschland handle. Darüber hinaus sei es wichtig, dass unsere Region mit Abgeordneten vor Ort vertreten werde. Anschließend gratulierten die beiden Kandidaten den langjährigen Mitgliedern und händigten ihnen die Ehrenurkunden aus.  –sl-

Ehrungen

Für 60 Jahre Mitgliedschaft:  Max Knon, 55 Jahre Josef Grubmüller, Johann Klinger, Stefan Giermindl und Pfarrer Alfons Prügl, 50 Jahre Max Winkler, Günther Schnellbögl, 45 Jahre Richard Förstl, Peter Hüttinger, Max Nigl; 35 Jahre  Matthias Klinger, Herta Himmelsbach, Wolfgang Stockinger, Anna Förstl;  30 Jahre Christoph Rohrer, Alfons Grünberger, 25 Jahre Johann Reitberger, Hans Völtl, Ewald Englmüller, Annemarie Prager, Klaus Froschhammer, Wilhelm Wagner, Manuela Schätzl, 20 Jahre  Matthias Höll, Herbert Steininger, Martin Greiner, Franz Scheuringer, Norbert Kramer , Johann Lorenz;  15 Jahre Michael Kasberger, Brigitte Hausinger, Michael Grünberger, Christoph Beutlhauser, Thomas Urmann, Dietmar Schmid, Michael Beutlhauser,  10 Jahre Isabel Pouget, Martin Koczubik, Ewald Schätzl und Peter Mindl.

Automotive Drexler, eine bemerkenswerte Niederbayernstory – Bundesminister Scheuer beeindruckt

Die Beteiligten am Firmenbesuch, v.li. Geschäftsführer Daniel Fiebig, Tamara Drexler, Bezirks- und Gemeinderat Josef Heisl jun., Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Firmengründer Herbert Drexler.  (Fotos Heisl) 

Der Automobilzulieferer Automotive Drexler ist ein innovativer Hightech-Betrieb mit 125 Mitarbeitern. Mit Erkenntnissen aus dem Autorennsport hat Herbert Drexler ein beachtliches Unternehmen aufgebaut, das weltweit Anerkennung genießt. Davon konnte sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer überzeugen, der den Betrieb nicht zum ersten Mal besuchte. Scheuer bezeichnete dabei den Motorsport als das Versuchslabor für die Weiterentwicklung des Autobaus.

„Drexler Automotive ist ein Unternehmen, das sein Hauptaugenmerk auf die Entwicklung von Antriebstechniken für Rennwägen und Sportwägen setzt“, erklärte Firmengründer Herbert Drexler bei der Begrüßung des hohen Gastes, der von Bezirksrat Josef Heisl jun. und Gemeinderat Matthias Bredemeier begleitet wurde.  Zu den Kernaufgaben zähle die Entwicklung und Herstellung von Sperrdifferentialen, Renngetrieben, Antriebswellen und Radnabensystemen.  Über 5000 Kunden in mehr als 75 Ländern werden mit rund 350 Sperrdifferentialtypen beliefert, was mehr als 800 000 verkaufte Sperrdifferentiale bedeute.

Drexler hat bereits während seiner Zeit als Postbeamter in einer Garage an technischen Dingen für den Rennsport gearbeitet, den er dreißig Jahre lang aktiv ausgeübt hat.  1998 beendete er seine Karriere als Rennfahrer und gründete ein Jahr später die erste von drei heutigen Firmen. Drexler befasste sich schon damals mit der Entwicklung und Herstellung von Sperrdifferentialen, die heute auch für E-Fahrzeuge hergestellt werden. Im Jahr 2009 erweiterte Drexler dann sein Sortiment auf Radnabensysteme. Bezirksrat Josef Heisl jun. schilderte dem Minister die Bedeutung des Betriebes für die Gemeinde Salzweg. Drexler trage den Namen Salzweg weit in die Welt hinaus. Man sei froh, so eine Unternehmerpersönlichkeit in der Gemeinde zu haben.

Nach der Vorstellung des Portfolios konnten sich die Gäste bei einem Rundgang durch die Montagehallen von der Entwicklung und Produktion bemerkenswerter Autoteile überzeugen und mit Mitarbeitern ins Gespräch kommen. So konnten sie den neuen Leistungsprüfstand bewundern, zu dem Drexler Förderung für einen weiteren für E-Autos sucht. Herbert Drexler stellte auch sein Mehrganggetriebe für schwere E-Fahrzeuge vor.  Mit ihrer Produktpalette arbeite die Firma mit namhaften Kunden aus dem In- und Ausland zusammen, erläuterte der Firmenchef. Bemerkenswert auch die Firmenphilosophie. Drexler Automotive ist ein Familienbetrieb in dem die Geschäftsführung und das Projekt- und IT-Management bei Daniel Fiebig liegt, Tamara Drexler, die Tochter des Gründers, steht für die Marketingleitung und seine Ehefrau Marina leitet Buchhaltung und Finanzen. 

Die Fachgespräche, zu denen Drexler auch seinen leitenden Ingenieur Harald Hinterwaldner beizog, bewegten sich auf einem bemerkenswert hohen technischen Niveau. Dabei zeigte sich auch, dass es zum Erreichen der Energie- und Klimaschutzziele eines Markthochlaufs von Nutzfahrzeugen mit alternativen Antrieben brauche. Aber auch Elektromobilität sei ein Schlüssel zur Erreichung der Klimaschutzziele. Dazu bedürfe es aber bis zu 14 Millionen E-Fahrzeuge. 

Der Bundesminister bezeichnete das Unternehmen als echte Niederbayernstory. So etwas dürfe jetzt durch ein falsches Abbiegen nicht gekappt werden. „Wir müssen den Mittelweg finden“, merkte auch Herbert Drexler an. Man könne heute schon synthetischen Sprit herstellen, wenn man das nur wolle. Auch Scheuer pflichtete ihm bei. Nur E-Technologie sei falsch. Der Verbrenner habe Zukunft, aber mit synthetischem Kraftstoff. Nicht umsonst werden in Pfeffenhausen jetzt 100 Millionen Euro investiert. Welche Blüten die neuen Energien oft treiben, zeigte Drexler anhand seiner großen PV Anlage auf. Diese müsse immer wieder abgeschaltet werden, weil sonst zu viel Strom ins Netzt gespeist werde. Bezirksrat und Bundesminister bedankten sich für diese Informationen und sagten Unterstützung zu.

Andreas Gastinger führt den CSU-Ortsverband – gelungene Neustrukturierung – Gemeinde erntet Früchte der Amtszeit von Baumann

Der neuen CSU-Vorstandschaft um sitz.v.li. Claudia Grünberger, dem Vorsitzenden Andreas Gastinger, Teresa Wagner-Mösl und Fritz Höpfl gratulierten v.re. Bezirksrat Josef Heisl, Bundestagskandidatin Dr. Laura Wastlhuber, Landrat Raimund Kneidinger und li. Altbürgermeister Hermann Baumann. (Foto und Text Heisl) 

Reibungslos gelangen der Führungswechsel und die Neustrukturierung des CSU Ortsverbandes. Auf die Gemeinderätin und Ortsvorsitzende Teresa Wagner-Mösl folgt jetzt Gemeinderat Andreas Gastinger. Der Verwaltungsfachmann ist eine sehr kompetente Besetzung, stellt Altbürgermeister Hermann Baumann fest. Gastinger ist Geschäfts- und Bauamtsleiter in der Gemeinde Aicha vorm Wald.

Teresa Wagner-Mösl konnte im Gasthaus Wagner eine Reihe besonderer Gäste begrüßen. So waren Landrat Raimund Kneidinger, Bezirksrat Josef Heisl jun., Altbürgermeister Hermann Baumann, Ehrenbürgerin Helga Gahbauer, JU Ortschef Jakob Scholz und die Listenkandidatin für den Bundestag, Dr. Laura Wastlhuber gekommen. Letztere stellte sich vor und gab Einblick in ihre politischen Prioritäten. Die Vorsitzende gratulierte Raimund Kneidinger zum überwältigenden Votum bei der Wahl in das CSU-Präsidium.

Die 30-jährige Juristin Dr. Laura Wastlhuber ist im Staatlichen Bauamt Passau beschäftigt und ehrenamtlich unter anderem Gruppenführerin bei der Feuerwehr. Die Kandidatin warnte vor einem Linksruck in der deutschen Politik und warb für beide Stimmen an die CSU. Lastenfahrräder, Tempo 120 auf Autobahnen und die Anfeindungen von Eigenheimbauern seien keine Lösungen. Man könne sich da nur über manches wundern. Deshalb müsse man dafür sorgen, dass auch die neue Regierung von der CDU/CSU angeführt werde. Zu den Hasstiraden über Andreas Scheuer merkte sie an, man solle nicht an dem Ast sägen, auf dem man sitzt, was so viel heiße, wie Scheuer habe für die Region sehr viel getan.

Bezirksrat Josef Heisl jun. lobte die große Kompetenz die sich heute hier versammelt habe. Auch er warb intensiv um Unterstützung der beiden Kandidaten aus der CSU. Langsam könne man ein Umdenken feststellen, denn der Wähler begreife, dass Scholz und Baerbock im Falle ihrer Wahl Leute mitziehen, die es dringend zu verhindern gelte. Er könne auch nicht verstehen, dass Scholz mit einer solchen Latte an Verfehlungen Kanzler werden solle, während man andere wegen weniger prügle. Zu Scheuer merkte er an, dieser habe über eine Milliarde Euro in die Region gebracht, dafür sollte man ihm danken und nicht wie die Grünen ihn kritisieren.

 Landrat und CSU-Kreisvorsitzender Raimund Kneidinger rief zu einem engeren Zusammenrücken auf, angesichts einer Zeit des Vergessens. Im Wahlkampf gehe es nur mehr um Personen. Da  verschwimme, dass die Linke die Nachfolge der Stasipartei SED angetreten habe. Wir sollten achtsam mit unserer Demokratie umgehen, forderte Kneidinger.

In ihrem Arbeitsbericht blickte Wagner-Mösl  auf die Kommunalwahl zurück, bei der man trotz großer Aktivitäten Einbußen erlitten, und den Bürgermeister verloren habe. Da sei wohl auch der Wahlkampf im Netz ausschlaggebend gewesen. Man könne das nicht verstehen, habe doch  Bürgermeister Hermann Baumann Hutthurm zu dem gemacht, das es heute ist, ein wichtiger Wirtschaftsstandort mit vielen Arbeitsplätzen und eine lebenswerte Marktgemeinde mit bester Infrastruktur. Baumann habe für die Familien und für die Wirtschaft gleichermaßen segensreich gewirkt. Dafür gab es großen Beifall. 

Leider habe Corona auch das Versammlungsgeschehen bei der CSU zum Erliegen gebracht, so musste der Ortsverband auf Online ausweichen. Für die Bundestagswahl habe man mit Andreas Scheuer zusammen einen Infostand betrieben. Die Orts-CSU mit ihren 91 Mitgliedern, davon 76 männlich und 15 weiblich, unterstütze beide Kandidaten voll, stellte  Wagner-Mösl klar und deutlich fest.  Schatzmeister Franz Völkl legte anschließend gesunde Finanzen vor. In ihrem Prüfbericht lobten ihn die Kassenprüfer Klaus Stoiber und Thomas Otto, was zur einstimmigen Entlastung des gesamten Vorstands führte. 

Über die Arbeit der Mandatsträger berichtete ausführlich Andreas Gastinger, der auch CSU-Fraktionsführer im Marktgemeinderat ist. Bei der Kommunalwahl habe man die Stimmeneinbußen nicht kompensieren können, die durch das nicht mehr Antreten von Stimmenmagneten entstanden seien. So sei auch die Arbeit in dem Gremium schwieriger geworden. Der Haushalt von insgesamt 22 Millionen Euro beinhalte 3,2 Millionen an Gewerbesteuer und 3,1 Millionen an Einkommensteueranteil.  „Das ist die Lebensversicherung für die Gemeinde, das verdanken wir der Arbeit von Hermann Baumann“, lobte auch Gastinger und erzeugte wieder großen Beifall. Straßensanierungen, die Fortsetzung der Ortskernsanierung, Breitband und die LED Umrüstung seien nur einige der anstehenden Maßnahmen. Man müsse aber die Sinne schärfen, dass nicht über Plan gewirtschaftet werde und man sich nicht übernehme. LED und die Ertüchtigung des Spielplatzes seien Forderungen der CSU, für diese Maßnahmen gebe es hohe Zuschüsse.

Auch an der Schule tue sich etwas, denn auf Initiative der CSU Fraktionen von Hutthurm, Salzweg und Büchlberg mussten die Bürgermeister aktiv werden. Dass sich die Schülerzahlen in der Grundschule positiv entwickeln, liege auch an den Zuzügen. Für weiteren Siedlungsbau liegen bereits wieder viele Anfragen vor. „Wir stehen dafür, dass in Hutthurm etwas vorwärts geht“, schloss der Fraktionschef. Als nächstes stellte sich der neue JU-Chef vor. Jakob Scholz, Investplaner bei der ZF in Thyrnau,  nannte auch Vorhaben der Jungen Union und wie sich die JU konkret im Wahlkampf für die beiden Kandidaten Dr. Wastlhuber und Scheuer engagiere.

Vor den Neuwahlen hielt Hermann Baumann eine flammende Rede und rief zur Geschlossenheit auf. Andreas Gastinger sei der beste Mann und er habe auch sehr gute Leute um sich. Vielsagend war sein Spruch am Ende, in dem er zitierte: „Der Sieger hat viele Freunde, der Verlierer nur gute“.  Die unter der Leitung des Landrats geheim durchgeführten Neuwahlen brachten ein einstimmiges Ergebnis für Gastinger. Im Anschluss dankte Gastinger seiner Vorgängerin und stellte fest, es sei eine sehr intensive gemeinsame Zeit gewesen. Er überreichte ihr Blumen und dankte dafür, dass sie sich weiter als seine Stellvertreterin zur Verfügung stelle.

Zu seiner Person teilte Gastinger mit, er habe 10 Jahre im Bauamt der Marktgemeinde gearbeitet, bis er vor fünf Jahren nach Aicha vorm Wald gewechselt sei. Dort leite er die Gemeindeverwaltung und das Bauamt. Das erlaube ihm einen sehr guten Einblick auf das, was in der Kommune erforderlich sei. Er sei jetzt seit über 10 Jahren Mitglied der JU und der CSU. Sein Team repräsentiere das gesamte Gemeindegebiet.

Neuwahlen

Vorsitzender Andreas Gastinger, Stellvertreter Teresa Wagner-Mösl, Claudia Grünberger und Fritz Höpfl, Schatzmeister Franz Völkl, Schriftführerin Katrin Winderl, Digitalbeauftragte Julia Weichselsdorfer, Beisitzer Hermann Baumann, Alexandra Gastinger, Gerhard Geier, Otto Gottinger, Marco und Thomas Kaltenecker, Michael Krenn und Raphael Wagner. Kassenprüfer Klaus Stoiber und Thomas Otto.

In Breitbandausbau über 1 Million Euro investiert – Zuwendungen in Höhe von 526 000 vom Bund und 421 000 vom Land

Es herrschte große Freude, als beim Ortstermin an der Straße nach Lichtenöd Bundesminister Andreas Scheuer den Zuwendungsbescheid für den weiteren Breitbandausbau an Bürgermeister Josef Putz und die Gemeinderäte Josef Heisl jun. und Matthias Bredemeier übergab. Der Wert dieses Papiers liegt immerhin bei 526 508 Euro. Das entlockte dem Bürgermeister schon ein großes Lob an den Minister, zumal auch noch vom Freistaat 421 206 Euro kommen und die Gemeinde bei dieser Millioneninvestition „nur“ 105 303 Euro berappen muss.

Sowohl der Bürgermeister als auch Gemeinde- und Bezirksrat Josef Heisl jun., der diesen Ortstermin organisiert hatte, lobten den Breitbandpaten bei der Gemeinde Tobias Brunner und die ausführende Baufirma Wundsam. Die Bürger seien sehr zufrieden mit der Baufirma, berichtete der Bezirksrat und verwies darauf, dass die Gemeinde so etwas gar nicht selbst leisten könnte. Diese halbe Million sei nur ein Teil der einen Milliarde, die der Bundesminister in kurzer Zeit in die Region gebracht habe, vieles davon auch für den Breitbandausbau.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, dem auch der Digitalausbau untersteht, kritisierte, dass in den Köpfen der Menschen die Meinung herrsche, wir haben eine schlechte digitale Situation. Beim Ausbau müssten halt alle mitmachen. Auch die Mittelabrechnung müsse funktionieren, derzeit seien erst 1,5 Milliarden der sieben Milliarden an Zuschüssen abgerechnet. Corona habe jetzt gezeigt, wie wichtig für das Homeoffice die gute Digitalversorgung sei. Mancher komme aus der Großstadt zurück, weil er ja kein Büro mehr brauche, sondern auch zuhause arbeiten könne. Ihn freuen schon die positiven Rückmeldungen aus den Gemeinden, stellte der Minister fest, deshalb sei er auch heute gerne gekommen.

Bürgermeister Josef Putz lobte den Digitalausbau, weil der uns allen zu Gute komme. Besonders profitierten die in der Region ansässigen Firmen und damit steige die Gewerbesteuer für die Kommunen. Dann sei aber auch der ökologische Aspekt zu würdigen, weil Viele nicht mehr pendeln müssen und zuhause arbeiten können. Ein weiterer Vorteil für die Kommunen sei der Zuzug von Menschen, was den Einkommensteueranteil für die Kommunen hebe. Durch den Zuzug junger Familien profitierten Kindergärten und Schulen, es hänge also viel dran, an diesem lobenswerten Ausbau. Im Falle dieses Ausbaus können auch die Straßen mit dem Kolle-Programm des Freistaats saniert werden, schloss ein sichtlich sehr zufriedener Bürgermeister.

Tobias Brunner schilderte noch einige Eckpunkte der Baumaßnahme. Die Telepark Passau GmbH sei der Netzbetreiber, die Fa. Wundsam führe die Arbeiten aus. Ausgebaut werde für 85 Haushalte in den Ortsteilen Frauenhof, Gstöttmühle, Hundswinkl, Judenhof, Lichtenöd, Schwarzmühle, Steinbüchl und Untersimboln. Die Leitungen gehen direkt in die Gebäude. Dazu werden auf rund 10 Kilometern fast 17 Kilometer Kabel verlegt. Versiegelte Oberflächen von rund vier Kilometern müssen wiederhergestellt und zwei Schaltgehäuse aufgebaut werden. 

Bild: Bundesminister Andreas Scheuer (vorne 3.v.li.) übergab den Zuwendungsbescheid an Bürgermeister Josef Putz (4.v.li.), Tobias Brunner (5.v.li.) und die beiden Gemeinderäte Josef Heisl jun. (2.v.li.) und Matthias Bredemeier (li.)im Beisein der Vertreter der mit dem Bau befassten Firmen. (Foto und Text Heisl)

Die Caritas investiert 39 Millionen in Pocking

Bezirksvertreter besuchten die Werkstatt – Auch das Förderzentrum wird neu gebaut

Bildunterschrift: 
Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (2. v. r.) und die Bezirksräte Cornelia Wasner-Sommer (r.) und Josef Heisl (3.v.l.) informierten sich bei Caritasdirektor Michael Endres (3 .v. r.), Caritas-Abteilungsleiter Arbeit und Werkstätten, Helmut Weber (l.), Werkstattleiter Erich Auer (2. v .l.) sowie Birgit Milchner vom Werkstattrat (Mitte) über die Arbeit in der Caritas-Werkstatt Pocking. 
Foto: Lang/Bezirk Niederbayern

In der Caritas-Werkstatt sowie im Förderzentrum St. Ulrich in Pocking stehen in den nächsten Jahren große Investitionen an. Dies nahmen Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich auf Einladung der Bezirksräte Cornelia Wasner-Sommer und Josef Heisl zum Anlass, um sich mit den Verantwortlichen vor Ort ein Bild zu machen.

Beim Rundgang durch die Werkstatt für behinderte Menschen wurde schnell klar, warum das Bauvorhaben nötig ist. „Wir haben viel zu wenig Platz“, erklärte Einrichtungsleiter Erich Auer. Eigentlich ist die Werkstatt für 200 Arbeitsplätze ausgelegt, derzeit beschäftige man 260 Menschen mit Behinderung sowie 115 Betreuungspersonen. Zwei Gruppen sind derzeit im Industriepark Ruhstorf „ausgelagert“. Die Werkstatt in Pocking ist außerdem mit 50 Jahren die älteste im Caritasverband und bedarf auch baulich einer Erneuerung. Rund 19 Millionen werden ab 2022 hier investiert. „Manche Teile werden saniert, manches wird als Erweiterungsbau neu errichtet und einiges wird umstrukturiert“, erläuterte Caritasdirektor Michael Endres, der die Investitionen auf den Weg gebracht hatte, deren Umsetzung jedoch nicht mehr vor Ort begleiten wird, da er im Herbst eine neue Aufgabe in seiner fränkischen Heimat antritt. In verschiedenen Bauabschnitten soll bis 2028 alles abgeschlossen sein. „Das wird eine große Herausforderung, gerade bei laufendem Betrieb“, so Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, der sich wie die beiden Bezirksräte beeindruckt zeigte vom Leistungsspektrum der Werkstatt. In der Schreinerei werden Imkerkisten, Bienen- und Hummelhäuser gefertigt, in der Metallverarbeitung Bauteile für namhafte Industriebetriebe. Die Montageabteilung setzt unter anderem Bindungen für Tourenskier zusammen. „Hier hatten wir gerade während der Corona-Pandemie eine hohe Nachfrage, da dieser Freizeitbereich im Winter einen Boom erlebte“, erklärte Helmut Weber, Abteilungsleiter Behindertenhilfe im Bereich Arbeit. „Es hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, breit aufgestellt zu sein.“ Auch jetzt noch beeinflusst die Pandemie die Arbeitsabläufe und sorgt für Zeitverluste, da die Gruppen aufgeteilt oder auch die Pausenzeiten versetzt werden mussten.

2022 kann es so richtig mit dem Bau losgehen, bei dem sich auch der Bezirk finanziell beteiligen wird. Ein Jahr später soll dann mit dem Neubau der Förderschule St. Ulrich begonnen werden, der insgesamt rund 20 Millionen Euro kosten wird. Seit den 70er-Jahren war die Schule unverändert. „Es ist höchste Zeit. Seit zehn Jahren ist klar, dass die Maßnahme dringend nötig ist“, so der Caritasdirektor, der sich freute, noch vor seinem Wechsel beide Großprojekte in trockene Tücher gebracht zu haben. Auch die Straßenführung werde durch die Gemeinde verändert. „Es entsteht hier ein richtig neues Viertel.“ Mit dem Wunsch, dass alle Beteiligten diese „herausfordernde Zeit“ gut bewältigen, verabschiedeten sich die Bezirksvertreter. Da die Caritas nicht nur ein großer Träger von Werkstattplätzen ist, sondern auch einer der größten Arbeitgeber in Pocking, kommen die Investitionen der gesamten Region zugute.

Verein Jugendpflege investiert in die Zukunft

Bezirksvertreter machen sich ein Bild vor Ort und begrüßen die Maßnahmen

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (2.v.l.) und die Bezirksräte Josef Heisl (l.) und Cornelia Wasner-Sommer (2.v.r.) bekamen von Geschäftsführer und Gesamtleiter Thomas Räß (Mitte), Tagesstättenleiterin Monika Hauer sowie Schulleiter Dr. Stephan Reichardt Einblicke in die Vilshofener Einrichtung.
Foto und Text: Lang/Bezirk Niederbayern

Für einen Verein ist das Aufgabengebiet des „Jugendpflege e.V.“ in Vilshofen recht ungewöhnlich. Er unterhält ein sonderpädagogisches Förderzentrum, die Franz-Xaver Eggersdorfer Schule, eine Förderberufsschule, eine Heilpädagogische Tagesstätte und ein Berufsbildungszentrum mit eigenen Ausbildungswerkstätten Insgesamt sind rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort angestellt, 70 direkt beim Verein, 30 sind staatliche Lehrkräfte. Betreut werden 200 Kinder und Jugendliche in der Schule, etwa 80 im Berufsbildungszentrum. Es läuft gut, doch in der Einrichtung stehen einige Investitionen an, wie Geschäftsführer und Gesamtleiter Thomas Räß informierte. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und die beiden Bezirksräte Cornelia Wasner-Sommer und Josef Heisl waren auf Einladung von Räß nach Vilshofen gekommen, um sich vor Ort ein Bild von den Maßnahmen zu machen.

Die verschiedenen Angebote des Vereins werden von unterschiedlichen Kostenträgern finanziert. Schnittstellen mit dem Bezirk gibt es bei der heilpädagogischen Tagesstätte sowie bei der Finanzierung der Schulbegleiter. Erstere soll neugebaut werden – eine Herausforderung, da der Standort mitten in einer Siedlung kaum Expansionsmöglichkeiten bietet. „Zum Glück konnten wir ein benachbartes Haus erwerben, das uns nun die Erweiterung ermöglicht“, so Räß. Wie sich die zunehmende Zahl an Schulbegleitern auf den Klassenverband auswirkt, wollte Olaf Heinrich beim Rundgang durch die Schule von Schulleiter Dr. Stephan Reichardt wissen. „Es ist eine Herausforderung, da pro Klasse im Schnitt drei Individualbegleiter dabei sind. Das Wichtigste sind klare Absprachen und eine Klassenleitung mit Führungsqualitäten, denn jedes Kind hat einen eigenen Förderplan.“ Zudem ändere sich der Betreuungsbedarf der Kinder. Mit zunehmender Pränataldiagnostik gebe es weniger Kinder mit Down-Syndrom, dafür mehr mit Autismus-Spektrumsstörungen, die einer intensiven Betreuung bedürfen. Thomas Räß verwies auch auf die Schwierigkeit, dass bisher Schulbegleiter nur befristet eingestellt werden, so dass diese häufig wechseln. „Mehr Kontinuität wäre sinnvoller für alle Beteiligten“, so Räß, dem der Bezirkstagspräsident recht gab, aber zugleich wusste, dass es für unbefristete Verträge derzeit leider keine rechtliche Möglichkeit gebe. 

Außerdem wurden die Auswirkungen der Änderungen durch die geplante Zusammenführung der Hilfen zur Erziehung und der Eingliederungshilfe diskutiert, im Zuge derer die Zuständigkeiten vermehrt auf die Landkreisebene wechseln. Dies habe zwar den Vorteil, dass im Einzelfall passgenauer entschieden werden kann. Als Nachteil sahen die Vertreter des Bezirks aber – abgesehen vom höheren Personalbedarf bei den Landkreisen – die Gefahr, dass es bei manchen Entscheidungen innerhalb Niederbayerns so zu großen Unterschieden kommen könne. 

Zuletzt folgte ein Rundgang durch die Ausbildungswerkstätten des Berufsbildungszentrums. Insgesamt werden pro Jahr rund 60 Lehrlinge mit Förderbedarf betreut. „Im letzten Jahrgang konnten wir von 16 Absolventen 15 einen Arbeitsplatz vermitteln“, zeigte sich der Leiter stolz über den Erfolg. Bezirkstagspräsident Heinrich und die beiden Bezirksräte gratulierten dazu und wünschten für die anstehenden Maßnahmen viel Durchhaltevermögen. Nach dem Neubau der Tagesstätte soll die Schule saniert werden und auch die Erneuerung der Lüftungsanlage steht auf dem Programm. „Das alles bei laufendem Betrieb zu meistern, ist eine große Herausforderung“, so Heinrich, der die Investitionen des Vereins in die Zukunft sehr begrüßt.

Für den Kunstrasenplatz steht jetzt die Ampel auf Grün – Große Einigkeit bei den Entscheidern – Kinder und Jugendliche haben Vorrang – Verein beteiligt sich mit 200 000 Euro

Bild: Auf dem desolaten Sandplatz trafen sich zum Ortstermin auf Einladung des Bezirks- und Gemeinderates Josef Heisl jun. (li.) v.li. Gerlinde Kaupa vom BLSV, Sepp Barth, Vorstand Thomas Grubmüller, Vize Herbert Moosbauer, Bürgermeister Josef Putz und MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler. (Foto Heisl)  

Der Sportverein DJK Straßkirchen kann sich freuen. Der angepeilte Kunstrasen-Sportplatz scheint so gut wie in trockenen Tüchern zu sein. Bei diesem Zwischenstand des Projekts trafen sich Vertreter des Vereins, der Kommune, des Landtags, des Bezirks und des Landessportverbandes zu einem Ortstermin. MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, als erfolgreicher Leistungssportler und anerkannter Sportpolitiker ein profunder Kenner der Sportszene, formulierte es am Ende so: „Für diesen Kunstrasen-Sportplatz steht jetzt die Ampel auf Grün“.

Eingeladen hatte Bezirks- und Gemeinderat Josef Heisl jun., der gleich zu Beginn feststellte, dass der Salzweger Gemeinderat mit Bürgermeister Josef Putz an der Spitze, voll hinter dem Projekt stehe. Es werde im Gemeinderat offen dafür votiert, die Abstimmung habe eine breite Mehrheit ergeben. Neben dem langjährigen 1. Vorstand Sepp Barth habe er natürlich den aktuellen Vorsitzenden Thomas Grubmüller und seinen Stellvertreter Herbert Moosbauer zu diesem Gespräch gebeten. Von großer Bedeutung sei die Anwesenheit der Kreisvorsitzenden des BLSV Gerlinde Kaupa, die bei der Entscheidung über Zuschüsse im Sportbereich ein gewichtiges Wort mitzureden habe. Jetzt gelte es gemeinsam das Projekt voran zu treiben, so der Bezirksrat.

Lange habe man das Projekt schon diskutiert. Es habe zwei Möglichkeiten gegeben, die gesamte Sickerung des Sandplatzes  zu erneuern und einen Rasenplatz anzulegen oder einen Kunstrasenplatz zu bauen, betonte Vorstand Thomas Grubmüller. Schließlich habe sich der Verein für den Kunstrasen entschieden. Bezirksrat Josef Heisl lobte den Beitrag des Vereins, der bei 200 000 Euro liegen werde, 250 000 Euro kommen von der Gemeinde in fünf Teilbeträgen, beginnend im Jahr 2023. Der Platz könne auch von Sportlern aus dem gesamten Gemeindegebiet genutzt werden. Es sei schon bemerkenswert, dass auch vom Nachbarverein FC Salzweg volle Unterstützung komme. Bei einem Fördersatz von 45 Prozent der förderfähigen Kosten müsse man jetzt zugreifen. Andernfalls sei das Projekt nicht zu stemmen.

Seit 2017 befasse man sich in der Vereinsführung schon mit dem Thema, so Grubmüller und sein Vorgänger Barth. Der Sandplatz sei immer schlechter geworden und sei kein Aushängeschild mehr für einen Verein gewesen, der mit 1100 Mitgliedern einer der größten Sportvereine im Landkreis ist und eine enorme Jugendarbeit betreibe. Heute kicke kein Jugendspieler mehr gerne auf einem beinharten Sandplatz. Der Bau sei also mittelfristig auch eine gewisse Bestandssicherung im Bereich der Aktiven und dort des Nachwuchses. Natürlich musste bei den Überlegungen auch der Bestand des Prangerfestes gesichert bleiben, weil daraus ein Großteil der Aufwendungen im Sportbetrieb finanziert werde. Die Planung, die vom Planungsbüro Karl Greiner fachlich unterstützt werde, sehe vor, dass 2022 noch das Prangerfest auf dem Sandplatz stattfinde, anschließend aber sofort mit dem Bau des Kunstrasenplatzes begonnen werde, falls bis dahin alles positiv entschieden sei.

Bürgermeister Josef Putz lobte die Verantwortlichen für ihre ehrenamtliche Arbeit und dankte den Anwesenden für ihren Einsatz zum Wohl der DJK Straßkirchen. In dem Verein werde eine ausgezeichnete Jugendarbeit geleistet, deshalb habe er drei Bedingungen gestellt, einmal die 45 Prozent-Förderung müsse kommen und zum zweiten, dass bei der Platzbenutzung die Kinder und Jugendlichen Vorrang haben, und zwar alle, auch die aus den anderen Ortsvereinen. Als drittes sei ihm wichtig, dass das Prangerfest weiter veranstaltet werden könne. Dazu habe er einen Platz außerhalb vorgeschlagen, doch der Verein wolle auf dem Sportgelände bleiben und habe dazu  bereits klare Vorstellungen. Zur finanziellen Beteiligung meinte der Bürgermeister, die Gemeinde Salzweg sei investitionsstark, sie könne sich nach dem Kindergartenbau und der Turnhallensanierung auch die 250 000 Euro noch leisten. Putz kritisierte, dass Ballungsräume aber immer noch besser mit Finanzmitteln versorgt würden als die Fläche. 

Lob über dieses gemeinsame Vorgehen kam von der BLSV Kreisvorsitzenden Gerlinde Kaupa, die ausdrücklich auch den Bezirkstag von Niederbayern für seine Unterstützung des Sports lobte. Die langjährige Sportpolitikerin stellte klar, dass man beim Sportstättenangebot mit der Zeit gehen müsse. Der BLSV verteile Gelder aus Landesmitteln. So würden heuer alleine dem Sport in seine Projekte 110 Millionen zufließen. Ein Sonderförderprogramm sei verlängert worden, es sei also schnell zu handeln gewesen. Die Zuschusskulisse liege zwischen 25 und 55 Prozent, die DJK Straßkirchen könne bei einem Zuschlag mit 45 Prozent rechnen. 

Kaupa lobte die sehr gute Struktur dieses DJK Sportvereins mit seinen vielen Jugendmannschaften und der Turnabteilung, in der ebenfalls viele Kinder und Jugendliche sporteln. Zur Arbeit der Ehrenamtlichen und zum aktiven Sport  gehören auch attraktive Sportanlagen, schloss Kaupa und blickt noch einmal auf die Corona-Pandemie und ihre Auswirkung auf den Amateursport zurück. „Jetzt müssten alle zurückgeholt werden, die Sportler und ihre ehrenamtlichen Helfer“, gab sich Kaupa kämpferisch.

Es sei noch zu früh zu gratulieren, bremste Dr. Gerhard Waschler die Euphorie, doch hier sehe er sehr gute Rahmenbedingungen. Der Verein habe sehr viel geleistet und erfülle die Zuschussbedingungen auf hervorragende Art und Weise. Gefeiert werde aber erst, wenn Stempel, Unterschrift und Zuwendungsbescheid vorliegen. Viele Kriterien habe es gegeben, doch die DJK habe sie alle problemlos erfüllt. Hier vor Ort sehe er die Notwendigkeit. weil der Sandplatz desolat sei. Das sei wichtig, weil die Erforderlichkeit genau geprüft werde. Der Verein habe über viele Jahre gut gewachsene Strukturen, das Geld sei hier bestens investiert und das gerade nach den Restriktionen der Corona Pandemie. Auch er sei der Meinung, dass es jetzt gelte, alle wieder zum Sport zurückzuholen. Er sei beeindruckt über so viel gemeinsames Anpacken, das er hier erlebe. Deshalb sei er auch überzeugt, dass für den Kunstrasenplatz die Ampel auf Grün stehe, schloss der Landtagsabgeordnete.

Zum Abschluss bedankte sich Bezirksrat Josef Heisl bei den Gesprächsteilnehmern. Es sei eine sehr gute kompetente Runde gewesen, die jetzt an den unterschiedlichen Stellen mit ihrem Einfluss das Projekt fördern werde. Die DJK Straßkirchen habe es verdient, als einer der größten Sportvereine in der Region und ausgestattet mit einer hervorragenden Jugendarbeit aber auch vielen Sportlerinnen und Sportlern im Seniorenbereich den Kunstrasenplatz zu bekommen, betonte Josef Heisl, der selbst aktiv in der DJK von Kindesbeinen an als Torwart gekickt hat und dadurch besonders die Nachteile eines Sandplatzes zu spüren bekam.

Die Caritas investiert 39 Millionen in Pocking Bezirksvertreter besuchten die Werkstatt – Auch das Förderzentrum wird neu gebaut

In der Caritas-Werkstatt sowie im Förderzentrum St. Ulrich in Pocking stehen in den nächsten Jahren große Investitionen an. Dies nahmen Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich auf Einladung der Bezirksräte Cornelia Wasner-Sommer und Josef Heisl zum Anlass, um sich mit den Verantwortlichen vor Ort ein Bild zu machen.

Beim Rundgang durch die Werkstatt für behinderte Menschen wurde schnell klar, warum das Bauvorhaben nötig ist. „Wir haben viel zu wenig Platz“, erklärte Einrichtungsleiter Erich Auer. Eigentlich ist die Werkstatt für 200 Arbeitsplätze ausgelegt, derzeit beschäftige man 260 Menschen mit Behinderung sowie 115 Betreuungspersonen. Zwei Gruppen sind derzeit im Industriepark Ruhstorf „ausgelagert“. Die Werkstatt in Pocking ist außerdem mit 50 Jahren die älteste im Caritasverband und bedarf auch baulich einer Erneuerung. Rund 19 Millionen werden ab 2022 hier investiert. „Manche Teile werden saniert, manches wird als Erweiterungsbau neu errichtet und einiges wird umstrukturiert“, erläuterte Caritasdirektor Michael Endres, der die Investitionen auf den Weg gebracht hatte, deren Umsetzung jedoch nicht mehr vor Ort begleiten wird, da er im Herbst eine neue Aufgabe in seiner fränkischen Heimat antritt. In verschiedenen Bauabschnitten soll bis 2028 alles abgeschlossen sein. „Das wird eine große Herausforderung, gerade bei laufendem Betrieb“, so Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, der sich wie die beiden Bezirksräte beeindruckt zeigte vom Leistungsspektrum der Werkstatt. In der Schreinerei werden Imkerkisten, Bienen- und Hummelhäuser gefertigt, in der Metallverarbeitung Bauteile für namhafte Industriebetriebe. Die Montageabteilung setzt unter anderem Bindungen für Tourenskier zusammen. „Hier hatten wir gerade während der Corona-Pandemie eine hohe Nachfrage, da dieser Freizeitbereich im Winter einen Boom erlebte“, erklärte Helmut Weber, Abteilungsleiter Behindertenhilfe im Bereich Arbeit. „Es hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, breit aufgestellt zu sein.“ Auch jetzt noch beeinflusst die Pandemie die Arbeitsabläufe und sorgt für Zeitverluste, da die Gruppen aufgeteilt oder auch die Pausenzeiten versetzt werden mussten.

2022 kann es so richtig mit dem Bau losgehen, bei dem sich auch der Bezirk finanziell beteiligen wird. Ein Jahr später soll dann mit dem Neubau der Förderschule St. Ulrich begonnen werden, der insgesamt rund 20 Millionen Euro kosten wird. Seit den 70er-Jahren war die Schule unverändert. „Es ist höchste Zeit. Seit zehn Jahren ist klar, dass die Maßnahme dringend nötig ist“, so der Caritasdirektor, der sich freute, noch vor seinem Wechsel beide Großprojekte in trockene Tücher gebracht zu haben. Auch die Straßenführung werde durch die Gemeinde verändert. „Es entsteht hier ein richtig neues Viertel.“ Mit dem Wunsch, dass alle Beteiligten diese „herausfordernde Zeit“ gut bewältigen, verabschiedeten sich die Bezirksvertreter. Da die Caritas nicht nur ein großer Träger von Werkstattplätzen ist, sondern auch einer der größten Arbeitgeber in Pocking, kommen die Investitionen der gesamten Region zugute.

Bericht Lang/Bezirk Niederbayern

CSU: Kindergartenpersonal darf nicht schlechter gestellt werden – Kommunaler Wohnungsbau entspricht jetzt den Vorstellungen der CSU – Ortsverband hat 152 Mitglieder

Nach langer, Corona bedingter Abstinenz traf sich die Vorstandschaft des CSU-Ortsverbandes  Salzweg-Straßkirchen jetzt wieder zu einer Präsenzsitzung. Das löste Freude bei den Führungspersonen aus, denn allzu lange waren Treffen nur virtuell am Telefon oder Computer möglich. So hatte der Ortsvorsitzende, Gemeinde – und Bezirksrat Josef Heisl jun. doch Vieles zu berichten und zu erörtern.

Zunächst stellte der Vorsitzende im Vereinslokal Girmindl aber erfreut fest, dass der zwanzigköpfige Vorstand fast geschlossen anwesend war. Natürlich waren in erster Linie Termine Gegenstand der Planungen. Doch da blieb manches durch den unsicheren Verlauf der Pandemie noch in der Schwebe. So will man im nächsten Jahr aber wieder das beliebte Starkbierfest ausrichten. Doch vorher kommt heuer noch die Werbung für die Bundestagswahl und auch die Verleihung des Ehrenamtspreises will man durchführen. „Wir wollen aber nichts überfrachten, weil jetzt ja auch die Ortsvereine ihre Jahreshauptversammlungen abhalten müssen, da wollen wir, wenn es geht, keine Überschneidungen“, erklärt Gemeinderat Armin Dersch. 

Auch die Besuche bei besonderen runden Geburtstagen will man wieder aufnehmen.  Zur Mitgliederentwicklung merkt Schriftführerin Stefanie Heisl an, dass derzeit 152 Mitglieder zum Ortsverband gehören. Das Durchschnittsalter sei 59 Jahre, die Mitgliedschaft dauere im Schnitt 22,5 Jahre. Der Vorsitzende rief dazu auf, trotz dieser positiven Zahlen die Mitgliederwerbung nicht zu vernachlässigen.

Interessant verliefen die Berichte aus dem Gemeinderat, die man anschließend auch jeweils diskutierte. So sei es ein Verdienst der CSU, dass der ursprüngliche Plan zum sozialen Wohnungsbau auf dem Pfarrhofgrundstück nicht umgesetzt wird. Ziel der CSU sei stets gewesen, einen privaten Investor zu finden, der Wohnraum für alle schafft. „Die CSU-Fraktion hat dem Bürgermeister die Hand gereicht und der hat sie gerne angenommen“, stellt der Bezirksrat fest. Auch zwei örtliche Unternehmer haben ihre Konzepte vorgestellt, was viel Sympathie gefunden habe. Die Gemeinde wolle bei einer Umsetzung sechs Wohnungen kaufen, was einen Mehrwert für die Kommune bringe, meint Armin Dersch, der für die CSU in der dafür eingerichteten Lenkungsgruppe mitarbeitet.

Ein heißes Thema sei in letzter Zeit der Neubau des Kindergartens in Straßkirchen gewesen, den die CSU stets eingefordert habe, berichtete Nadja Homm. Weniger erfreulich sei der wohl anstehende Träger-Wechsel. „Durch ihn darf es keinerlei Schlechterstellung für das Personal geben“, stellte Josef Heisl jun. fest. Wir sind für den Verbleib im Caritas Diözesanverband,  machte Nadja Homm deutlich. Der Übergang auf die Arbeiterwohlfahrt (AWO) würde entscheidende Nachteile bringen, er sei ja auch völlig unverständlich. Da würden bestehende Verträge nicht mehr eingehalten.  Die Caritas habe schon angeboten, den Istzustand noch drei Jahre so fortzuführen. Einige Anwesende wandten sich auch gegen eine Übernahme der Trägerschaft durch die Gemeinde. Das sei sehr kompliziert, wurde argumentiert. Auf keinen Fall dürfe das Personal schlechter gestellt werden. Weitere Themen waren das neu gegründete Kommunalunternehmen und das Quartiersmanagement, zu dem Nadja Homm das geplante Wanderwegenetz, den Bankerlweg und die Mitfahrbankerl lobte.Ausführlich informierte Landrat Raimund Kneidinger über den Personalumbruch im Landratsamt. Wichtige Punkteseien die Wasserstoffstrategie, das Radwegekonzept, das neue Sachgebiet Ehrenamt und Chancengleichheit, die zusätzlichen Investitionen von 150 000 Euro in die Tourismuswerbung, die Förderung der Kultur, die Umstellung des ÖPNV auf Elektro- und Wasserstoffbusse, den Medizin-Campus und das Verkehrsproblem das die Passauer haben, unter dem aber die Menschen aus dem nördlichen Landkreis fast täglich leiden müssen. Da passe einfach die Infrastruktur nicht zur Unternehmens- und Behördenstruktur. Am Schluss stellte der Homepage-Beauftragte Bruno Fuchs noch seinen Bereich vor.