Für den Kunstrasenplatz steht jetzt die Ampel auf Grün – Große Einigkeit bei den Entscheidern – Kinder und Jugendliche haben Vorrang – Verein beteiligt sich mit 200 000 Euro

Bild: Auf dem desolaten Sandplatz trafen sich zum Ortstermin auf Einladung des Bezirks- und Gemeinderates Josef Heisl jun. (li.) v.li. Gerlinde Kaupa vom BLSV, Sepp Barth, Vorstand Thomas Grubmüller, Vize Herbert Moosbauer, Bürgermeister Josef Putz und MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler. (Foto Heisl)  

Der Sportverein DJK Straßkirchen kann sich freuen. Der angepeilte Kunstrasen-Sportplatz scheint so gut wie in trockenen Tüchern zu sein. Bei diesem Zwischenstand des Projekts trafen sich Vertreter des Vereins, der Kommune, des Landtags, des Bezirks und des Landessportverbandes zu einem Ortstermin. MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, als erfolgreicher Leistungssportler und anerkannter Sportpolitiker ein profunder Kenner der Sportszene, formulierte es am Ende so: „Für diesen Kunstrasen-Sportplatz steht jetzt die Ampel auf Grün“.

Eingeladen hatte Bezirks- und Gemeinderat Josef Heisl jun., der gleich zu Beginn feststellte, dass der Salzweger Gemeinderat mit Bürgermeister Josef Putz an der Spitze, voll hinter dem Projekt stehe. Es werde im Gemeinderat offen dafür votiert, die Abstimmung habe eine breite Mehrheit ergeben. Neben dem langjährigen 1. Vorstand Sepp Barth habe er natürlich den aktuellen Vorsitzenden Thomas Grubmüller und seinen Stellvertreter Herbert Moosbauer zu diesem Gespräch gebeten. Von großer Bedeutung sei die Anwesenheit der Kreisvorsitzenden des BLSV Gerlinde Kaupa, die bei der Entscheidung über Zuschüsse im Sportbereich ein gewichtiges Wort mitzureden habe. Jetzt gelte es gemeinsam das Projekt voran zu treiben, so der Bezirksrat.

Lange habe man das Projekt schon diskutiert. Es habe zwei Möglichkeiten gegeben, die gesamte Sickerung des Sandplatzes  zu erneuern und einen Rasenplatz anzulegen oder einen Kunstrasenplatz zu bauen, betonte Vorstand Thomas Grubmüller. Schließlich habe sich der Verein für den Kunstrasen entschieden. Bezirksrat Josef Heisl lobte den Beitrag des Vereins, der bei 200 000 Euro liegen werde, 250 000 Euro kommen von der Gemeinde in fünf Teilbeträgen, beginnend im Jahr 2023. Der Platz könne auch von Sportlern aus dem gesamten Gemeindegebiet genutzt werden. Es sei schon bemerkenswert, dass auch vom Nachbarverein FC Salzweg volle Unterstützung komme. Bei einem Fördersatz von 45 Prozent der förderfähigen Kosten müsse man jetzt zugreifen. Andernfalls sei das Projekt nicht zu stemmen.

Seit 2017 befasse man sich in der Vereinsführung schon mit dem Thema, so Grubmüller und sein Vorgänger Barth. Der Sandplatz sei immer schlechter geworden und sei kein Aushängeschild mehr für einen Verein gewesen, der mit 1100 Mitgliedern einer der größten Sportvereine im Landkreis ist und eine enorme Jugendarbeit betreibe. Heute kicke kein Jugendspieler mehr gerne auf einem beinharten Sandplatz. Der Bau sei also mittelfristig auch eine gewisse Bestandssicherung im Bereich der Aktiven und dort des Nachwuchses. Natürlich musste bei den Überlegungen auch der Bestand des Prangerfestes gesichert bleiben, weil daraus ein Großteil der Aufwendungen im Sportbetrieb finanziert werde. Die Planung, die vom Planungsbüro Karl Greiner fachlich unterstützt werde, sehe vor, dass 2022 noch das Prangerfest auf dem Sandplatz stattfinde, anschließend aber sofort mit dem Bau des Kunstrasenplatzes begonnen werde, falls bis dahin alles positiv entschieden sei.

Bürgermeister Josef Putz lobte die Verantwortlichen für ihre ehrenamtliche Arbeit und dankte den Anwesenden für ihren Einsatz zum Wohl der DJK Straßkirchen. In dem Verein werde eine ausgezeichnete Jugendarbeit geleistet, deshalb habe er drei Bedingungen gestellt, einmal die 45 Prozent-Förderung müsse kommen und zum zweiten, dass bei der Platzbenutzung die Kinder und Jugendlichen Vorrang haben, und zwar alle, auch die aus den anderen Ortsvereinen. Als drittes sei ihm wichtig, dass das Prangerfest weiter veranstaltet werden könne. Dazu habe er einen Platz außerhalb vorgeschlagen, doch der Verein wolle auf dem Sportgelände bleiben und habe dazu  bereits klare Vorstellungen. Zur finanziellen Beteiligung meinte der Bürgermeister, die Gemeinde Salzweg sei investitionsstark, sie könne sich nach dem Kindergartenbau und der Turnhallensanierung auch die 250 000 Euro noch leisten. Putz kritisierte, dass Ballungsräume aber immer noch besser mit Finanzmitteln versorgt würden als die Fläche. 

Lob über dieses gemeinsame Vorgehen kam von der BLSV Kreisvorsitzenden Gerlinde Kaupa, die ausdrücklich auch den Bezirkstag von Niederbayern für seine Unterstützung des Sports lobte. Die langjährige Sportpolitikerin stellte klar, dass man beim Sportstättenangebot mit der Zeit gehen müsse. Der BLSV verteile Gelder aus Landesmitteln. So würden heuer alleine dem Sport in seine Projekte 110 Millionen zufließen. Ein Sonderförderprogramm sei verlängert worden, es sei also schnell zu handeln gewesen. Die Zuschusskulisse liege zwischen 25 und 55 Prozent, die DJK Straßkirchen könne bei einem Zuschlag mit 45 Prozent rechnen. 

Kaupa lobte die sehr gute Struktur dieses DJK Sportvereins mit seinen vielen Jugendmannschaften und der Turnabteilung, in der ebenfalls viele Kinder und Jugendliche sporteln. Zur Arbeit der Ehrenamtlichen und zum aktiven Sport  gehören auch attraktive Sportanlagen, schloss Kaupa und blickt noch einmal auf die Corona-Pandemie und ihre Auswirkung auf den Amateursport zurück. „Jetzt müssten alle zurückgeholt werden, die Sportler und ihre ehrenamtlichen Helfer“, gab sich Kaupa kämpferisch.

Es sei noch zu früh zu gratulieren, bremste Dr. Gerhard Waschler die Euphorie, doch hier sehe er sehr gute Rahmenbedingungen. Der Verein habe sehr viel geleistet und erfülle die Zuschussbedingungen auf hervorragende Art und Weise. Gefeiert werde aber erst, wenn Stempel, Unterschrift und Zuwendungsbescheid vorliegen. Viele Kriterien habe es gegeben, doch die DJK habe sie alle problemlos erfüllt. Hier vor Ort sehe er die Notwendigkeit. weil der Sandplatz desolat sei. Das sei wichtig, weil die Erforderlichkeit genau geprüft werde. Der Verein habe über viele Jahre gut gewachsene Strukturen, das Geld sei hier bestens investiert und das gerade nach den Restriktionen der Corona Pandemie. Auch er sei der Meinung, dass es jetzt gelte, alle wieder zum Sport zurückzuholen. Er sei beeindruckt über so viel gemeinsames Anpacken, das er hier erlebe. Deshalb sei er auch überzeugt, dass für den Kunstrasenplatz die Ampel auf Grün stehe, schloss der Landtagsabgeordnete.

Zum Abschluss bedankte sich Bezirksrat Josef Heisl bei den Gesprächsteilnehmern. Es sei eine sehr gute kompetente Runde gewesen, die jetzt an den unterschiedlichen Stellen mit ihrem Einfluss das Projekt fördern werde. Die DJK Straßkirchen habe es verdient, als einer der größten Sportvereine in der Region und ausgestattet mit einer hervorragenden Jugendarbeit aber auch vielen Sportlerinnen und Sportlern im Seniorenbereich den Kunstrasenplatz zu bekommen, betonte Josef Heisl, der selbst aktiv in der DJK von Kindesbeinen an als Torwart gekickt hat und dadurch besonders die Nachteile eines Sandplatzes zu spüren bekam.

Die Caritas investiert 39 Millionen in Pocking Bezirksvertreter besuchten die Werkstatt – Auch das Förderzentrum wird neu gebaut

In der Caritas-Werkstatt sowie im Förderzentrum St. Ulrich in Pocking stehen in den nächsten Jahren große Investitionen an. Dies nahmen Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich auf Einladung der Bezirksräte Cornelia Wasner-Sommer und Josef Heisl zum Anlass, um sich mit den Verantwortlichen vor Ort ein Bild zu machen.

Beim Rundgang durch die Werkstatt für behinderte Menschen wurde schnell klar, warum das Bauvorhaben nötig ist. „Wir haben viel zu wenig Platz“, erklärte Einrichtungsleiter Erich Auer. Eigentlich ist die Werkstatt für 200 Arbeitsplätze ausgelegt, derzeit beschäftige man 260 Menschen mit Behinderung sowie 115 Betreuungspersonen. Zwei Gruppen sind derzeit im Industriepark Ruhstorf „ausgelagert“. Die Werkstatt in Pocking ist außerdem mit 50 Jahren die älteste im Caritasverband und bedarf auch baulich einer Erneuerung. Rund 19 Millionen werden ab 2022 hier investiert. „Manche Teile werden saniert, manches wird als Erweiterungsbau neu errichtet und einiges wird umstrukturiert“, erläuterte Caritasdirektor Michael Endres, der die Investitionen auf den Weg gebracht hatte, deren Umsetzung jedoch nicht mehr vor Ort begleiten wird, da er im Herbst eine neue Aufgabe in seiner fränkischen Heimat antritt. In verschiedenen Bauabschnitten soll bis 2028 alles abgeschlossen sein. „Das wird eine große Herausforderung, gerade bei laufendem Betrieb“, so Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, der sich wie die beiden Bezirksräte beeindruckt zeigte vom Leistungsspektrum der Werkstatt. In der Schreinerei werden Imkerkisten, Bienen- und Hummelhäuser gefertigt, in der Metallverarbeitung Bauteile für namhafte Industriebetriebe. Die Montageabteilung setzt unter anderem Bindungen für Tourenskier zusammen. „Hier hatten wir gerade während der Corona-Pandemie eine hohe Nachfrage, da dieser Freizeitbereich im Winter einen Boom erlebte“, erklärte Helmut Weber, Abteilungsleiter Behindertenhilfe im Bereich Arbeit. „Es hat sich gezeigt, wie wichtig es ist, breit aufgestellt zu sein.“ Auch jetzt noch beeinflusst die Pandemie die Arbeitsabläufe und sorgt für Zeitverluste, da die Gruppen aufgeteilt oder auch die Pausenzeiten versetzt werden mussten.

2022 kann es so richtig mit dem Bau losgehen, bei dem sich auch der Bezirk finanziell beteiligen wird. Ein Jahr später soll dann mit dem Neubau der Förderschule St. Ulrich begonnen werden, der insgesamt rund 20 Millionen Euro kosten wird. Seit den 70er-Jahren war die Schule unverändert. „Es ist höchste Zeit. Seit zehn Jahren ist klar, dass die Maßnahme dringend nötig ist“, so der Caritasdirektor, der sich freute, noch vor seinem Wechsel beide Großprojekte in trockene Tücher gebracht zu haben. Auch die Straßenführung werde durch die Gemeinde verändert. „Es entsteht hier ein richtig neues Viertel.“ Mit dem Wunsch, dass alle Beteiligten diese „herausfordernde Zeit“ gut bewältigen, verabschiedeten sich die Bezirksvertreter. Da die Caritas nicht nur ein großer Träger von Werkstattplätzen ist, sondern auch einer der größten Arbeitgeber in Pocking, kommen die Investitionen der gesamten Region zugute.

Bericht Lang/Bezirk Niederbayern

CSU: Kindergartenpersonal darf nicht schlechter gestellt werden – Kommunaler Wohnungsbau entspricht jetzt den Vorstellungen der CSU – Ortsverband hat 152 Mitglieder

Nach langer, Corona bedingter Abstinenz traf sich die Vorstandschaft des CSU-Ortsverbandes  Salzweg-Straßkirchen jetzt wieder zu einer Präsenzsitzung. Das löste Freude bei den Führungspersonen aus, denn allzu lange waren Treffen nur virtuell am Telefon oder Computer möglich. So hatte der Ortsvorsitzende, Gemeinde – und Bezirksrat Josef Heisl jun. doch Vieles zu berichten und zu erörtern.

Zunächst stellte der Vorsitzende im Vereinslokal Girmindl aber erfreut fest, dass der zwanzigköpfige Vorstand fast geschlossen anwesend war. Natürlich waren in erster Linie Termine Gegenstand der Planungen. Doch da blieb manches durch den unsicheren Verlauf der Pandemie noch in der Schwebe. So will man im nächsten Jahr aber wieder das beliebte Starkbierfest ausrichten. Doch vorher kommt heuer noch die Werbung für die Bundestagswahl und auch die Verleihung des Ehrenamtspreises will man durchführen. „Wir wollen aber nichts überfrachten, weil jetzt ja auch die Ortsvereine ihre Jahreshauptversammlungen abhalten müssen, da wollen wir, wenn es geht, keine Überschneidungen“, erklärt Gemeinderat Armin Dersch. 

Auch die Besuche bei besonderen runden Geburtstagen will man wieder aufnehmen.  Zur Mitgliederentwicklung merkt Schriftführerin Stefanie Heisl an, dass derzeit 152 Mitglieder zum Ortsverband gehören. Das Durchschnittsalter sei 59 Jahre, die Mitgliedschaft dauere im Schnitt 22,5 Jahre. Der Vorsitzende rief dazu auf, trotz dieser positiven Zahlen die Mitgliederwerbung nicht zu vernachlässigen.

Interessant verliefen die Berichte aus dem Gemeinderat, die man anschließend auch jeweils diskutierte. So sei es ein Verdienst der CSU, dass der ursprüngliche Plan zum sozialen Wohnungsbau auf dem Pfarrhofgrundstück nicht umgesetzt wird. Ziel der CSU sei stets gewesen, einen privaten Investor zu finden, der Wohnraum für alle schafft. „Die CSU-Fraktion hat dem Bürgermeister die Hand gereicht und der hat sie gerne angenommen“, stellt der Bezirksrat fest. Auch zwei örtliche Unternehmer haben ihre Konzepte vorgestellt, was viel Sympathie gefunden habe. Die Gemeinde wolle bei einer Umsetzung sechs Wohnungen kaufen, was einen Mehrwert für die Kommune bringe, meint Armin Dersch, der für die CSU in der dafür eingerichteten Lenkungsgruppe mitarbeitet.

Ein heißes Thema sei in letzter Zeit der Neubau des Kindergartens in Straßkirchen gewesen, den die CSU stets eingefordert habe, berichtete Nadja Homm. Weniger erfreulich sei der wohl anstehende Träger-Wechsel. „Durch ihn darf es keinerlei Schlechterstellung für das Personal geben“, stellte Josef Heisl jun. fest. Wir sind für den Verbleib im Caritas Diözesanverband,  machte Nadja Homm deutlich. Der Übergang auf die Arbeiterwohlfahrt (AWO) würde entscheidende Nachteile bringen, er sei ja auch völlig unverständlich. Da würden bestehende Verträge nicht mehr eingehalten.  Die Caritas habe schon angeboten, den Istzustand noch drei Jahre so fortzuführen. Einige Anwesende wandten sich auch gegen eine Übernahme der Trägerschaft durch die Gemeinde. Das sei sehr kompliziert, wurde argumentiert. Auf keinen Fall dürfe das Personal schlechter gestellt werden. Weitere Themen waren das neu gegründete Kommunalunternehmen und das Quartiersmanagement, zu dem Nadja Homm das geplante Wanderwegenetz, den Bankerlweg und die Mitfahrbankerl lobte.Ausführlich informierte Landrat Raimund Kneidinger über den Personalumbruch im Landratsamt. Wichtige Punkteseien die Wasserstoffstrategie, das Radwegekonzept, das neue Sachgebiet Ehrenamt und Chancengleichheit, die zusätzlichen Investitionen von 150 000 Euro in die Tourismuswerbung, die Förderung der Kultur, die Umstellung des ÖPNV auf Elektro- und Wasserstoffbusse, den Medizin-Campus und das Verkehrsproblem das die Passauer haben, unter dem aber die Menschen aus dem nördlichen Landkreis fast täglich leiden müssen. Da passe einfach die Infrastruktur nicht zur Unternehmens- und Behördenstruktur. Am Schluss stellte der Homepage-Beauftragte Bruno Fuchs noch seinen Bereich vor.

Junge Union digital im außenpolitischen Gespräch – Zwischen Bayern und Südtirol stimmt die Chemie – Landesrat Achammer dankt für Unterstützung bei Corona

Bild:  Der Kreisvorsitzende der JU Stefan Meyer (li. oben), hatte eine illustre Runde zum digitalen Gespräch eingeladen, an der Spitze Landesrat Philipp Achammer (2. Reihe 2.v.re.) aus Südtirol, MdB Thomas Erndl (2. Reihe re.) vom Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestags und ezirksrat Josef Heisl jun. (oben re.).  (Foto Heisl)

Sie zählen zu den letzten erfolgreichen Volksparteien in Europa, die CSU in Bayern und die Südtiroler Volkspartei im norditalienischen Südtirol, so zumindest sehen es ihre Spitzenvertreter. Und nicht nur zwischen diesen beiden Volksparteien stimmt die Chemie, sondern auch zwischen den beiden Regionen, wie bei einem digitalen außenpolitischen Gespräch deutlich wurde. Derzeit stehen Südtirol und Bayern aber vor globalen Herausforderungen wie den Auswirkungen der Corona Pandemie, der Bewältigung der Klimafragen und der Zukunft Europas. In Deutschland stehen zusätzlich auch noch die Bundestagswahlen an. Da gab es genügend Stoff für diese transalpine digitale Gesprächsrunde, an der Landesrat Philipp Achammer, Obmann der Südtiroler Volkspartei und MdB Thomas Erndl, Mitglied des Außenpolitischen Ausschusses des Bundestages teilnahmen.

Stefan Meyer, Kreisvorsitzender der Junge Union Passau-Land hatte dieses digitale Gespräch eingefädelt, an dem unter Anderen auch Bezirksrat Josef Heisl jun. teilnahm. Der Bezirksrat hatte, als er noch JU-Kreisvorsitzender war, diese freundschaftlichen Beziehungen zu Landesrat Philipp Achammer geknüpft und durch gegenseitige Besuche und ständige Kontakte intensiviert. Achammer ist  in der Südtiroler Landesregierung für die Ressorts Deutsche Bildung, Deutsche Kultur, Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistungen, sowie Arbeit und Integration  zuständig. Da gebe es viele Schnittstellen, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig.

In dem zweistündigen Gespräch wurde stets deutlich, hier treffen sich gute Freunde. Meyer erinnerte an die gemeinsamen Treffen und zeigte seine Freude, dass man heute auch den niederbayerischen „Außenminister“ mit dabei habe und meinte damit Thomas Erndl in seiner Funktion als Mitglied des  außenpolitischen Ausschusses des Deutschen Bundestages. Erndl sei in Berlin ein echter Gewinn für die ganze Region. Auch Achammer begrüßte es, dass er mit Erndl Kontakt aufnehmen konnte und lud diesen nach Südtirol ein. Er erinnerte an die Gesellschaft Bayern/Südtirol mit ihren historisch starken Banden. „Das Land zwischen Brenner und Salurner Klause ist ein bevorzugtes Urlaubsgebiet für die Bayern“, freute sich der Landesrat.

Und damit war man schon beim Thema Corona-Pandemie. Der Ausfall einer Sommer- und einer kompletten Wintersaison habe Südtirol arg getroffen. Die Regeln, die aufgestellt werden mussten, haben zu einem Bruch in der Gesellschaft geführt, betonte der Landesrat und schilderte die Problematik, vor der hier eine Volkspartei stehe. Sie müsse in ihrer Führungsfunktion stets genau prüfen, was man dem Land und seinen Bürgern abverlangen und zumuten könne. Südtirol sei in Italien vorbildliche Wege gegangen, habe aber auch, wie ganz Italien, unter einer kleinen Gruppe gelitten, die alles abgelehnt und mit allen Mitteln die Anordnungen bekämpft habe.  Er mache hier Ministerpräsident Markus Söder ein Kompliment, der stets eine klare Linie gefahren habe. Achammer dankte den Bayern für die Unterstützung durch die Aufnahme von Intensivpatienten. Jetzt müsse man ans Aufarbeiten der Erkenntnisse gehen, wie man künftig in solchen Fällen zusammenarbeite, und wie man mit der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung umgehe. 

Manche meinen, die öffentlichen Haushalte seien Gott gegeben, Ausgaben zur Sicherung des Wohlstandes würden als selbstverständlich  angesehen, kritisierte der Landesrat. Es sei eine Herausforderung gewesen, von Vollbeschäftigung in Kurzarbeit von Tausenden zu wechseln. Die Betriebe seien aber stabil und könnten schon einmal so einen Ausfall verkraften, aber sicher nicht langfristig, so Achammer. Die Zeit habe gezeigt, dass man in den Ländern Parteien brauche, die führen könnten, die Orientierung vorgeben und das seien die Volksparteien. Das habe man in Südtirol und in Bayern klar gesehen.  Im übrigen Italien sei da manches sehr chaotisch gelaufen, was es uns nicht gerade leicht gemacht habe, bedauerte der Landesrat. Jetzt gelte es aufzuarbeiten und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Der Obmann der Südtiroler Volkspartei dankt für die politische und menschliche Freundschaft, die sich gerade im letzten Jahr als sehr nützlich gezeigt habe. 

Bezirksrat Josef Heisl stellte angesichts des Personalmangels in der niederbayerischen Hotelerie und dem Gastro-Gewerbe durch Umorientierung vieler Angestellter die Frage nach der Lage in Südtirol. Achammer sprach auch von einer gewissen Abwanderung, vor allem ausländischer Kräfte. Doch durch das sehr hohe Lohnniveau habe sich das in Grenzen gehalten. Man habe hier keine Patentlösung, arbeite aber sehr eng mit den Verbänden zusammen. Zu den von Heisl angesprochenen Impfpartys meinte der Landesrat, kaum sei der Druck weg, nehme auch schon die Impfbereitschaft ab. Es gebe in bestimmten Bereichen wie Seniorenheimen eine Impfpflicht, doch dort fehle es ohnehin an Personal. Der Impfpass als Zugangsvoraussetzung, beispielsweise bei Festivals, solle Anreize schaffen.

Zur Maskenpflicht in Schulen, die Stefan Meyer ansprach, berichtete Achammer, es gebe in Südtirol eine kleine Gruppe Hardliner, die ihre Kinder in den sogenannten Elternunterricht gegeben habe, damit sie keine Maske tragen mussten. Diese seien streng organisiert, was kaum auszuhalten sei. Es gebe in Südtirol Schnelltests und die Maskenpflicht. Er sehe lieber den Unterricht mit Maske als den Fernunterricht. Als MdB Erndl die Maskenlieferungen aus China ansprach, meinte der Südtiroler, 

„wenn du vor einem lodernden Feuer stehst, nimmst du alles was du greifen kannst“.

MdB Thomas Erndl, dessen Büroleiter aus Südtirol stammt, sah Vieles ähnlich wie bei uns. Er komme viel in Schulen herum und sehe dort auch wie die politischen Interessen eingebracht werden. Nach dem Thema Klimaschutz habe jetzt der Corona-Schutz Priorität. Das Thema Klimaschutz sei medial überhöht worden. Das hätten auch die Schüler schon erkannt und würden sich mehr für Außenpolitik interessieren, für das Verhältnis zu Russland oder China. Wirtschaftliche Interessen könnten hier aber nicht alles sein. Er sehe in diesen Zukunftsfragen den Schulterschluss mit den USA als wichtig an. Es habe sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Europäer gemeinsam mit ihren amerikanischen Partnern unterwegs sein müssten. Die CDU/CSU stehe auch fest zur Bundeswehr und zur Nato. Den Meinungsaustausch der beiden Präsidenten Biden und Putin sehe er als sehr wichtig an.

Die Liebelei mit den Grünen tue den Kernwählern der CSU weh, warf Bezirksrat Josef Heisl ein. Es sei schon interessant, dass die Hälfte der Grünen die Drohnen zum Schutz deutscher Soldaten ablehnen würden. Auch Erndl meinte, man solle sich nicht schon zu früh festlegen, mit wem man koalieren würde. Die Union sei eine Partei, die im Gegensatz zu Anderen zur inneren und äußeren Sicherheit und damit zu Polizei und Bundeswehr stehe. Im Verhältnis zu den USA meinte Erndl auf Frage von Christian Resch, es sei nicht alles falsch gewesen, was Trump gemacht habe. Es gebe aber schon vielerlei Verbesserungen, das G 7 Treffen und der Wiedereintritt der USA in den Klimaschutz würden uns schon zuversichtlich in die Zukunft schauen lassen. 

Thema war schließlich auch die derzeitige Rohstoffknappheit. Der Bundestagsabgeordnete meinte dazu, dass auch durch Corona Handelswege durcheinander gebracht worden seien. Es müsse sich ganz einfach alles wieder einpendeln.  Zum Abschluss merkte Stefan Meyer an, dass es gut sei, ohne Koalitionen zu präferieren, in den Wahlkampf zu gehen. Stimmen für die Freien Wähler seien Stimmenverschwendung, mahnte Erndl. Ziel müsse sein, dass an einer Koalition mit der Union Keiner vorbei komme.    

„Das Herz unserer Kurorte schlägt wieder“ MdL Taubeneder freut sich über Öffnung der Thermen zu Pfingsten


In der Europatherme Bad Füssing – (v.l.) MdL Walter Taubeneder, Werkleiterin Barbara Hasenberger, die beiden Bezirksräte Cornelia Wasner-Sommer und Josef Heisl (im Wasser) und Füssings Bürgermeister Tobias Kurz.
Foto: Stefanie Starke

In der Wohlfühl-Therme Bad Griesbach – (v.l.) Werkleiter Franz Altmannsperger, MdL Walter Taubeneder, die beiden Bezirksräte Josef Heisl und Cornelia Wasner-Sommer, Bürgermeister Jürgen Fundke und Tourismusleiter Dieter Weinzierl. 
Foto: Stefanie Starke

Es war höchste Zeit! Das Warten hat ein Ende. Pünktlich um 7, beziehungsweise 8 Uhr morgens öffnen am morgigen Freitag (21.05.2021) die Thermen in Bad Griesbach und Bad Füssing. 

„Das Herz unserer Kurorte schlägt damit endlich wieder“, kann man MdL Walter Taubeneder die Freude direkt von den Augen ablesen. „Endlich wieder bringt es auf den Punkt“, fügt auch Bad Füssings Bürgermeister Tobias Kurz an. So lautet nämlich der Titel der neuen Kampagne, die den Start im Zuge der Corona-Lockerungen zu Pfingsten unter dem Hashtag #endlichwieder begleitet. Man sei voller Vorfreude und Tatendrang – „es geht wieder los und das bringt uns alle zum Strahlen. Das ganze Mitarbeiterteam war sofort wieder am Start und wir sind einfach glücklich, dass wir arbeiten dürfen“, betont Barbara Hasenberger, die Werkleiterin der Europatherme Bad Füssing bei einem gemeinsamen Thermenbesuch, neben MdL Taubeneder und Bürgermeister Kurz auch mit den Bezirksräten Cornelia Wasner-Sommer und Josef Heisl. Auch wenn derzeit nur das Baden im Außenbereich der Thermen möglich sei, sehe man die Öffnung als ersten Schritt und wichtiges Signal. Und genau das wollen die Mandatsträger mit ihrem Besuch auch vermitteln: „Hauptsache unsere Bäder sind jetzt offen – es liegt nun an uns, dieses Angebot auch wieder zu nutzen“, so Josef Heisl, der mit MdL Taubeneder und seiner Bezirkstagkollegin Cornelia Wasner-Sommer eine erste Runde durch den Strömungskanal dreht – bei 36 Grad warmen Wasser. „Da braucht man keine heißen Sonnentage, um dieses wunderbare Heilwasser zu erleben“, so Cornelia Wasner-Sommer, die das Plantschen nach der monatelangen Zwangspause sichtlich genießt.

„Bei aller Freude: Klar ist auch, es muss zügig weitergehen, um sukzessive den Normalbetrieb gewährleisten zu können“, betont die Werkleiterin im Rahmen des Austauschs weiter. 

Dankbar, zuversichtlich und kritisch!

In das gleiche Horn bläst auch Franz Altmannsperger von der Wohlfühl-Therme in Bad Griesbach. Auch hier hat das Thermen-Team in den letzten Tagen Höchstleistung erbracht und alles auf Vordermann gebracht. „Wir sind dankbar, dass wir zumindest den Außenbereich öffnen dürfen, auch wenn einige Regelungen für uns schlicht nicht nachvollziehbar sind“, so Altmannsperger. Der Dank richte sich vor allem an MdL Walter Taubeneder, der in den letzten Monaten engagiert für die Kur- und Heilbäder im Landkreis Passau gekämpft hat. „Die Probleme, die wir noch haben, die gehen wir jetzt weiter an – und mit solch einem Abgeordneten an der Seite, fühlen wir uns gut gerüstet“, ergänzt Bad Griesbachs Bürgermeister Jürgen Fundke.

Zu Pfingsten öffnen nicht nur die Thermen, auch Hoteliers nehmen teilweise erste Buchungen an. „Noch spüren wir hier eine gewissen Vorsicht und Zurückhaltung bei den Betrieben, denn Vieles ist noch unklar. Insgesamt überwiegt aber die Freude auf jeden einzelnen Gast“, fügt auch Griesbachs Tourismusleiter Dieter Weinzierl, an. 

„An den Thermen hängt das Leben dieser Region – sprichwörtlich. Denn nur, wenn der Betrieb hier wieder uneingeschränkt laufen kann, kommen auch die Gäste aus aller Welt wieder zu uns und die Menschen in der Region können ihre Arbeit wieder vollumfänglich aufnehmen. Der nächste Schritt muss also die Öffnung der Innenbereiche sein“, betont MdL Taubeneder im Zuge seines Besuchs abschließend. Das ist auch der sehnlichste Wunsch von Werkleiter Franz Altmannsperger – „und für die nächsten Tage besseres Wetter, damit die Menschen auch tatsächlich Lust auf Baden bekommen.“

Übrigens: Auch für einen Besuch der Thermen gilt die sogenannte 3-G-Regelung: Geimpft, Getestet oder Genesen steht einem Besuch nichts mehr im Weg!

Text: Stefanie Starke

Die Bezirksräte Wasner-Sommer und Heisl fordern: Thermen öffnen – Söders Ankündigung, Hotels und Gastro öffnen ist richtiger Schritt

Die Ankündigung von Ministerpräsident Markus Söder, ab 21. Mai den Tourismus in Bayern bei bestimmten Inzidenzwerten wieder zu ermöglichen, quittieren die beiden Bezirksräte Cornelia Wasner Sommer und Josef Heisl jun. mit Beifall, fordern aber umgehend die gleichzeitige Öffnung der Thermalbäder mit ihren Gesundheitseinrichtungen. Bezirksrätin Wasner-Sommer, die auch gleichzeitig als Vizelandrätin des Landkreises Passau spricht, sieht einen nicht trennbaren Zusammenhang von Hotelerie, Gastronomie und Beherbergungsstätten mit den fünf  Heilbädern des Bezirks in Bad Füssing, Bad Griesbach, Bad Birnbach, Bad Abbach und Bad Gögging mit ihren jeweiligen Kureinrichtungen.

„Wir haben uns schon frühzeitig vor Ort informiert und dafür eingesetzt, dass die Kureinrichtungen und Thermalbäder zu Ostern bereits geöffnet werden sollten“, erinnert Bezirks- und Kreisrat Josef Heisl, der auch Mitglied im Zweckverband der Europatherme Bad Füssing und der Wohlfühltherme in Bad Griesbach ist, dem aber auch die weiteren Thermalbäder von Bad Füssing am Herzen liegen. Doch eine geringe Impfquote, die hohe Auslastung der Intensivstationen  und die noch recht beunruhigenden Inzidenzwerte verhinderten das. Jetzt sinke aber der Inzidenzwert kontinuierlich und die Impfquote steige landesweit stark an, ganz besonders auch im Bäderdreieck und der gesamten niederbayerischen Bäderregion. Auch Heisl will das touristische Gesamtpaket, in das auch die Thermalbäder gehören. Noch dazu haben die Bäder des Bezirks hervorragende Hygienekonzepte vorgelegt und diese zwischen den beiden Shutdowns in ihren Einrichtungen bereits bestens umgesetzt. Abstandsregeln, Desinfektionen und Kontaktreduzierungen seien vorbildlich eingearbeitet und praktiziert worden. 

Die behördliche Zwangssperre sei auch teilweise zu ganz wesentlichen Sanierungen genutzt worden, die wieder den Gästen zu Gute kämen, betonen die Bezirksräte.  So auch in der Europa Therme in Bad Füssing und der Wohlfühltherme in Bad Griesbach, den beiden Thermen des Bezirks im Landkreis Passau.  „Uns freut besonders, dass bald wieder die Kur auf Rezept möglich ist“, betont Cornelia Wasner-Sommer, die auch Verbandsrätin im Zweckverband Bad Birnbach ist.  Bis dahin müsse aber der Kurbetrieb laufen, stellen die Mandatsträger angesichts der angespannten Lage in den Kurorten unisono fest, die schnellstens ein Ende haben müsse.

Eine attraktive Thermenlandschaft sei nicht nur für die Kurorte von großer Bedeutung, sondern auch für die ganze Region, betonen die Bezirksräte. Wenn sich in Bad Füssing, Bad Griesbach und Bad Birnbach was rühre, dann floriere auch die Tourismuswirtschaft in Südostbayern weil alles so eng zusammenhänge. So sei die baldige Öffnung der Thermen ein Muss, ein Aufbruchssignal für den Tourismus in ganz Niederbayern!  Das betreffe nicht nur die Heilbäder selbst, sondern alle Hotel- und Beherbergungsbetriebe, die Gastronomie, die Bäcker, Metzger, das Handwerk und den Einzelhandel mit seinen verschiedensten Geschäften, zwischen denen eine wechselseitige Abhängigkeit bestehe. 

Jetzt hoffen Cornelia Wasner-Sommer und Josef Heisl jun., dass die Öffnung im Gesamtpaket kommt und nicht die Thermen einseitig benachteiligt werden. Auch die Zusage zur Öffnung müsse bald kommen, weil zur Aufnahme des Betriebes schon noch ein kleiner Vorlauf nötig sei. Die Urlaubs- und Kurgäste warten jedenfalls sehnsüchtig auf die Öffnung der Thermalbäder. Und nicht nur sie, sondern auch die vielen Beschäftigten im Tourismus und dem Gesundheitswesen der Region.

Bezirk fördert Kultur, Sport und Jugendarbeit – Festspiele Europäische Wochen und Museum Moderne Kunst Wörlen herausragend – Projekte in der Stadt und im Landkreis Passau

Bild: Die Vorsitzende des Vereins Europäische Wochen Passau, Stadträtin Rosemarie Weber (Mitte), bedankte sich bei den Bezirksräten Josef Heisl jun. (li.) und Cornelia Wasner-Sommer (re.) für ihr Eintreten zu Gunsten des Vereins.   (Foto Heisl)

Der Bezirk Niederbayern fördert auch weiterhin das kulturelle und sportliche Leben sowie die Jugendarbeit  im Regierungsbezirk.  Der Bezirkstag vergibt im Ausschuss für Kultur, Jugend und Sport unter der Führung seines Vorsitzenden, Bezirkstagsvizepräsident Dr. Thomas Pröckl (CSU), Zuschüsse zu einzelnen Projekten bis hin zum Denkmalschutz. Er  fördert aber auch ganz generell die Jugendarbeit großzügig über Zuschüsse an den Bezirksjugendring. In seiner 7. Sitzung hatte der Ausschuss in öffentlicher Sitzung im Festsaal des Bezirksklinikums Mainkofen wieder eine Vielzahl von Förderanträgen, auch aus dem Raum Passau auf dem Tisch, über die entschieden werden musste.  Die Bezirksräte Cornelia Wasner-Sommer und Josef Heisl jun. (beide CSU) freuten sich zusammen mit ihrem  Kollegen Andreas Winterer(SPD),  dass auch ansehnliche Hilfen in den Bereich der Stadt und des Landkreises Passau fließen werden.

Den Bezirksräten ist es stets ein Anliegen, dass dem Bezirksjugendring für seien Arbeit genügend Mittel zur Verfügung stehen, dies gelte vor allem auch jetzt in Zeiten der Corona Pandemie. Das erfordere auch im Projekt Verbandskasten des Bundes der Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Regensburg einen entsprechenden Zuschuss. „Der Verbandskasten ist eine Materialbox rund um klassische Themen aus der Jugendverbandsarbeit, die gleichzeitig auch  die Kernthemen der  Jugendverbände  im  BDKJ darstellen“, erklärt Josef Heisl, der bereits Mitglied im Bezirksjugendring war. 

 Nachdem  diese Verantwortung auch im christlichen Kontext gefordert wird, erhält der „Verbandskasten“ den Untertitel „Erste Hilfe für (christliche) Verantwortung in der Welt“. Der Verbandskasten wird eine zusätzliche Anleitung enthalten  wie Methoden in Zeiten der  Corona-Pandemie  durchzuführen  sind,  um  die  Jugendarbeit  auch  in dieser  schwierigen  Zeit  zu gewährleisten, heißt es im Zuschussantrag. Als Zielgruppe sind Kinder von 10-13 Jahren angegeben, die noch nicht verbandlich organisiert sind. „Der  thematische  Schwerpunkt  liegt  darin,  den  Kindern  und  Jugendlichen zu zeigen, wie Verantwortung  für die Welt übernommen  wird, um sie so zu verantwortungsvollen Mitmenschen heranwachsen zu lassen“, erläutert Cornelia Wasner-Sommer das Projekt. Der Bezirkstag gibt dazu schließlich einen prozentualen Zuschuss von 3 256 Euro. 

 Im Bereich der Kulturförderung kann sich der Regionalausschuss „Jugend musiziert“ Niederbayern Ost mit der Städtischen Musikschule Passau über einen Zuschuss aus Mitteln der Kulturstiftung in Höhe von 1 500 Euro für den Regionalwettbewerb „Jugend musiziert 2020/21“ freuen. „Den Wettbewerb gibt es seit 1964, er dient der Nachwuchsförderung Musik und wird jährlich vom Bezirkstag unterstützt“, meint dazu Andreas Winterer. 1 000 Euro gibt es für den Berufsverband bildender Künstler Niederbayern e.V., der unter anderem eine Wanderausstellung auch im „Kulturmodell Bräugasse“ in Passau durchführt.  Die Ausstellung wird aktuelle bildende Kunst in verschiedenen Techniken zeigen. An der Ausstellung beteiligen sich rund 70 Künstlerinnen und Künstler. 

Der Verein classic events Niederbayern e.V. bekommt 7 500 Euro für die Durchführung der „Niederbayerischen Klangbilder 2021“, einem Jazz-, Klassik- und Weltmusik-Festival, das unter anderem in Passau und Fürstenzell veranstaltet wird. Die Hofkapelle München, ein auf die historische Aufführungspraxis von Barockmusik spezialisiertes professionelles Ensemble,  möchte in den Räumlichkeiten des Klosters Aldersbach eine Barockakademie etablieren. Ziel der Akademie ist es, von einem Fachgremium ausgewählten Stipendiaten (Studierenden oder Absolventen deutscher Musikhochschulen) die Möglichkeit zu eröffnen, professionelle Orchesterarbeit für historische Aufführungspraxis zu erfahren. Der Bezirkstag gibt dafür  5 000 Euro als Zuschuss.

Für die Förderung der Blasmusik in Niederbayern erhält der Musikbund von Ober- und Niederbayern, der alleine im Regierungsbezirk 122 Blaskapellen betreut und ein besonderes Augenmerk auf die Jugendförderung hat, 1 800 Euro. Eine der größten kulturellen Veranstaltungen in Niederbayern sind die Festspiele Europäische Wochen in Passau. Für dieses Ereignis stellt der Bezirkstag wie im Vorjahr 30 000 Euro zur Verfügung. Die  Festspiele  bilden  alljährlich  den  Höhepunkt  des  regionalen Veranstaltungskalenders.  „Kaum  ein  anderes  Kulturprojekt  in  Niederbayern  erreicht  ähnlich große  Aufmerksamkeit  und  Anerkennung  von Publikum  und  Medien  weit  über  die  Region hinaus“, heißt es in dem Antrag des Vereins. Die Vorsitzende Rosemarie Weber dankt dem Bezirkstag für die zuverlässige Unterstützung dieses kulturellen Großereignisses.

Das Musikforum Freyung e.V. hat sich besonders der musikalischen Nachwuchsförderung verschrieben. Auf Antrag erhält es 800 Euro für die 15. Freyunger Opernwerkstatt, die mit Veranstaltungen in Waldkirchen, Freyung und Passau schließt. Ein ganzjähriges Festival mit über 100 Veranstaltungen ist das JazzFest Passau, Dafür erhält der gleichnamige Verein 10 000 Euro vom Bezirkstag. Zur Förderung des Neustarts Kultur 21 bekommt das Heinrich-Schütz-Ensemble Vornbach e.V., das 1992 gegründet wurde,  einen Zuschuss von 2 450 Euro. Die Passauer Tanztage sind ein beliebtes Tanzfestival mit zeitgenössischem  Bühnentanz. Auch hier hat die Nachwuchsförderung hohen Stellenwert, deshalb gibt es 3 000 Euro für die Passauer Tanztage/Andreas Schlögl.  

Zur Förderung der Trachtenarbeit haben auch die drei niederbayerischen Trachtengaue, der Dreiflüsse-Trachtengau Passau e. V., der Bayerische Waldgau der Heimat-, Kultur- und Volkstrachtenvereine e. V. sowie der Gau Niederbayern der Volkstrachten- und Heimatverbände e. V. eine Unterstützung beantragt. Der Bezirkstag beschloss, jedem der drei Gaue einen Zuschuss von 3 000 Euro zu geben. 

Der Bezirk fördert wieder eine ganze Reihe von Denkmälern.  Insgesamt wurden 281 000 Euro an Fördergeldern vergeben. So erhielt Eva  Würdinger-Brand aus Passau für die Instandsetzung des  „Kuchler“-Grabmals 1 400 Euro. Dr. Anna Mund-Haym erhält aus dem Entschädigungsfonds für die Instandsetzung einer Stützmauer  aus dem 18. Jahrhundert 20 000 Euro. Für die Sanierung eines Einfirsthofes aus dem 19. Jahrhundert bekommt Franz Stempfer aus Tettenweis einen Zuschuss von  8 000 Euro. Peter Bernhard Comes aus der Gemeinde Haarbach erhält für die Sanierung seines Wohnhauses aus dem 18. Jahrhundert 1 500 Euro.

Intensiv wurde die künftige Förderung des  Museum Moderne Kunst Wörlen (MMK) in Passau erörtert, das seit 2002 durchgehend aus Mitteln der Kulturstiftung des Bezirks unterstützt wird, obwohl es sich um eine nichtstaatliche Einrichtung handelt. Vom Bezirkstag wurde eine Erhöhung der alle zwei Jahre gewährten Förderung von 35 000 Euro auf künftig 50 000 Euro zugesagt. Das Museum ist seit 2014 eine Stiftung und damit eine eigenständige Gesellschaft und als gemeinnützig anerkannt. Es zählt zu den herausragenden Kultureinrichtungen in Niederbayern. Neben den Sammlungen besticht das MMK durch seine vielseitigen Ausstellungen von teilweise internationalem Rang. Das MMK beschäftigt acht feste Mitarbeiter, darunter drei professionelle Kunsthistoriker. Die Bezirksräte hatten zu entscheiden, ob das Museum künftig institutionell gefördert werde und das mit jährlich 25 000 Euro, dem stimmten sie auch zu.

In der Wohlfühl -Therme warten alle sehnlichst auf Öffnung – Nach Renovierung ein echtes Schmuckstück – Vorbereitungen für Kur auf Rezept laufen – Bezirksräte: haben Osteröffnung noch nicht abgeschrieben

Man könnte meinen, hier herrscht Ruhe vor dem kommenden Ansturm, v.li. Bezirksrat Josef Heisl, jun., Bezirksrätin und Vizelandrätin Cornelie Wasner-Sommer und Werkleiter Franz Altmannsperger in der großen Badehalle.

Auch die Wohlfühl-Therme hat es durch Corona schwer getroffen. Fein herausgeputzt durch eine gezielte Renovierung wartet die Kureinrichtung mit einer Badelandschaft von 1 600 qm seit der Schließung am 2. November 2020 jetzt sehnlichst auf das Signal zur Wiederöffnung. Derzeit ruht der Betrieb wie in den weiteren vier Thermalbädern des Bezirks aufgrund behördlicher Anordnung. Doch auch in Bad Griesbach wurde die Zwangspause genutzt und die Tiefgarage auf Vordermann gebracht. „1,65 Millionen Euro haben wir in den Brandschutz, in Malerarbeiten, die Beleuchtung und einiges mehr investiert“, erklärte Werkleiter Franz Altmannsperger den beiden Bezirksräten Cornelia Wasner-Sommer und Josef Heisl jun. die Maßnahme.  

Überhaupt erstrahlt die Wohlfühl-Therme in neuem Glanz, hat doch der Bezirk knapp 10 Millionen Euro in eine Generalsanierung investiert. Leider konnten die Badegäste nur kurz von diesen Neuerungen profitieren, denn dann kam der Lockdown. Vieles sei verbessert und  auch die Anzahl der Liegeplätze sei erheblich erhöht worden, berichtet der Werkleiter. „Es ist schon trostlos, wenn der Badebetrieb in so einer wunderschönen Einrichtung ruhen muss“, bedauert Bezirksrat Josef Heisl jun., der auch Verbandsrat für die Therme ist. 

„Uns freut aber, dass Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist und wohl ab Sommer dieses Jahres  wieder die Kur auf Rezept als Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen kommt“, ergänzt Vizelandrätin Cornelia Wasner-Sommer. Bis dahin müsse aber der Kurbetrieb längst schon wieder laufen, stellten die beiden Mandatsträger angesichts der angespannten Lage in den Kurorten unisono heraus. Das müsse jetzt  schnellstens ein Ende haben, appellieren sie an die politischen Führungen in Berlin und München.

In einem ausführlichen Gespräch erläuterte Franz Altmannsperger die Lage. Seine Mitarbeiter seien fast alle in Kurzarbeit. Zu allem Überfluss habe man auch noch einen Brand gehabt, der von Arbeitern einer externen Firma ausgelöst worden sei. Doch es sei alles sehr professionell abgelaufen. Der Werkleiter hatte natürlich auch einige Wünsche parat, die er den beiden Bezirksräten mit auf den Weg gab, so die Renovierung von Becken 7 und der drei Therapiebecken. Derzeit arbeitet der Bezirk Niederbayern ohnehin an einer Neuausrichtung seiner Heil- und Thermalbäder, die von den beiden Bezirksräten uneingeschränkt unterstützt wird. Da sei es schon gut, dass die Werkleiter der fünf Heilbäder des Bezirks auch bisher schon gut zusammengearbeitet haben, wie Altmannsperger  versichert. Da sei eine weitere Bündelung von Aufgaben leichter umzusetzen.

Anteilseigner an der Wohlfühl-Therme sind auch in Bad Griesbach die Gemeinde und der Landkreis mit je 20 Prozent und der Bezirk mit 60 Prozent. Eine attraktive Thermenlandschaft sei nicht nur für die Kurorte von großer Bedeutung, sondern auch für die Wirtschaft in der ganzen Region, betonte Bezirksrat Josef Heisl, der auch im Kreistag für die Therme spricht.  Wenn sich in den Kurorten was rühre, dann floriere auch die Tourismuswirtschaft in Südostbayern, weil alles so eng zusammenhänge. So sei die Neustrukturierung der Bäderlandschaft ein Aufbruchssignal für ganz Niederbayern. Nun warte man vor Ort auf eine baldige Öffnung der Thermalbäder.

Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer begrüßt es auch als Vizelandrätin im Landkreis Passau, dass die Kooperation zwischen den Kommunen und den Werkleitungen gut laufe und dass sie bei der Neustrukturierung eingebunden seien. „Die örtlichen Bürgermeister müssen schon mitgenommen werden, ebenso die Tourismusdirektoren und die Verbandsräte“, stellt sie fest. Die Thermen haben einfach als Flaggschiffe des Tourismus eine riesige Bedeutung für die Kurorte, aber auch die gesamte Tourismusregion. Auch der Nachbarlandkreis Rottal-Inn sehe das so und mache für die Therme Bad Birnbach kräftig Werbung. 

Werbung gelte es auch aktuell zu machen, obwohl der Betrieb still stehe, waren sich die Gesprächsteilnehmer einig. Der Werkleiter verwies auf ein Video, das die Wohlfühl-Therme und die Umgebung in einem faszinierenden 360 Grad Rundgang zeige, teilweise von einer Drohnenkamera aufgenommen und über die Homepage abrufbar. Der Druck sei von den Besuchern her da, sie alle warten nur auf das Signal von Oben, waren sich die Gesprächspartner einig. Dann könnte auch der Musiksommer mit seinen Live-Bands wieder eröffnet werden. 

Für die Öffnung ist man auch in Bad Griesbach gerüstet. Die aktuellen Pandemievorschriften und die, welche noch kommen könnten, könne man sicher eins zu eins umsetzen, was das Thermenteam ja auch schon bewiesen habe, betont der Werkleiter. Abstände, Desinfektion, Maskenpflicht und Kanalisation der ankommenden und wieder weggehenden Besucher ist alles vorbildlich geregelt, also  im grünen Bereich. Beim Rundgang konnten sich die beiden Bezirksräte davon gleich überzeugen. Sie nahmen auch die Gewissheit mit, dass die Wohlfühl-Therme wohl gleich wieder begeisterten Zuspruch erfahren werde und Mancher es sich zweimal überlegen werde, ob er in die Ferne schweifen solle, wenn das Gute so nahe liege.

Kontakt:

Die Wohlfühl-Therme Bad Griesbach ist von Montag bis Freitag jeweils von  9 bis 12 Uhr telefonisch über 08532-9615-0 erreichbar. Über den Online Shop können Eintritts-Gutscheine als Geschenke erworben werden, die man sich zuhause ausdruckt. Infos über die Homepage www.wohlfuehltherme.de, sowie Email: info@wohlfuehltherme.de

Europa Therme putzt sich heraus – ab Juli wieder Kur auf Rezept? – Bezirksräte auf Infobesuch – Hoffnung auf baldige Öffnung

Das Restaurant ist noch Baustelle, v.li. Bezirksrat Josef Heisl jun., Werkleiterin Barbara Hasenberger und Bezirks- und Vizelandrätin Cornelia Wasner-Sommer. (Foto Heisl)

Die Kureinrichtungen der bayerischen Kurorte befinden sich derzeit in einem Corona bedingten Winterschlaf, doch die Verantwortlichen in den Einrichtungen nutzen die behördliche Zwangssperre teilweise zu ganz wesentlichen Sanierungen. So auch in der Europa Therme in Bad Füssing, der jetzt Bezirksrätin Cornelia Wasner-Sommer und ihr Kollege Josef Heisl jun. einen Infobesuch abgestattet haben. „Uns freut besonders, dass wohl bis zum Sommer wieder die Kur auf Rezept möglich sein wird, bis dahin muss aber der Kurbetrieb schon wieder laufen“, stellen die Mandatsträger angesichts der angespannten Lage in den Kurorten fest, die schnellstens ein Ende haben müsse.

Nicht nur über den Stand der Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen wollten sich Wasner-Sommer und Heisl  informieren, die auch Mitglieder des Bezirks im Thermalbad-Zweckverband Bad Füssing sind, sondern auch der neuen Werkleiterin Barbara Hasenberger einen  Antrittsbesuch abstatten,  um deren Vorstellungen zur Zukunft der Europa Therme aus erster Hand zu hören. Derzeit arbeitet der Bezirk Niederbayern nämlich an einer Neuausrichtung seiner Heil- und Thermalbäder, die von den beiden Bezirksräten uneingeschränkt unterstützt wird. 

Barbara Hasenberger, die schon seit 22 Jahren in der Europa Therme tätig ist, war zuletzt sechs Jahre lang Stellvertreterin von Werkleiter Ernst Stapfer. Der trat zum Jahreswechsel in den Vorruhestand. Cornelia Wasner-Sommer meinte anerkennend, dass Barbara Hasenberger jetzt in schwieriger Zeit das Ruder übernehme und auch eine riesige Baumaßnahme schultern müsse, bei der immerhin 4,5 Millionen Euro investiert werden.

„Im November wollen wir mit dem Wesentlichen fertig sein“, erklärt die Werkleiterin die Maßnahme. Mit dem Neubau der Restaurantküche, der Vergrößerung des Restaurants, der Dachterrasse und des Wintergartens bekomme man über 100 qm zusätzliche Fläche für Küche und Bewirtung. Mit diesem Service gewinne die Europa Therme ein weiteres Mal an Attraktivität, nach der Neugestaltung der Saunalandschaft, die Bezirksrat Josef Heisl jun. als äußerst gelungen bezeichnet. Einstimmig sei das alles im Zweckverband beschlossen worden, dem als Anteilseigner die Gemeinde, der Landkreis und der Bezirk angehören, letzterer mit 60 Prozent. 

Eine attraktive Thermenlandschaft sei nicht nur für die Kurorte von großer Bedeutung, sondern auch für die ganze Region, betont der Bezirksrat. Wenn sich in Bad Füssing, Bad Griesbach und Bad Birnbach was rühre, dann floriere auch die Tourismuswirtschaft in Südostbayern weil alles so eng zusammenhänge. So sei die Neustrukturierung ein Aufbruchssignal für ganz Niederbayern. Nun warte man vor Ort auf eine baldige Öffnung der Thermen. 

Barbara Hasenberger wies auch auf den sehr wesentlichen, Corona bedingten Rückgang des Tourismus im Jahr 2020 in Bad Füssing hin. Das treffe nicht nur die Bäder sondern alle Hotel- und Beherbergungsbetriebe, die Gastronomie, die Bäcker, Metzger und das Handwerk schlechthin. Jetzt hoffen hier alle, dass die Vorsorge-Kur wieder eine Kassenleistung wird, was ja bis 1. Juli 2021 amtlich sein solle.

Den beiden Bezirks- und Kreispolitikern und der Werkleiterin ist aber auch klar, dass es einen Öffnungskorridor geben müsse, in dem man schon die Werbetrommel rühren könne. Ein Start erfordere eine gewisse Vorlaufzeit mit einem zeitlich klaren Planungsziel. Bezirks- und Kreisrat Josef Heisl rechnet auch damit, dass nach einem Wiederaufleben der Urlaubsreisen nicht jeder gleich in den Flieger steigen werde, sondern zunächst dem „Urlaub dahoam“ Priorität eingeräumt werde. Da freut es ihn, dass die Werkleiterin versichert, „wir fünf Bäder des Bezirks arbeiten eng zusammen“. Sie verwies dabei auf das gemeinsame Konzept, das ein wesentlicher Teil der Neuausrichtung sei.

Erfreulich nannte es Bezirks- und Vizelandrätin Cornelia Wasner-Sommer auch, dass die Zeiten des Shutdown für die Renovierung und Ertüchtigung nicht nur der Thermalbäder, sondern auch der Hotels und weiterer Beherbergungsbetriebe genutzt wurden. Eine höhere Attraktivität komme schließlich allen zu Gute. Dazu ergänzt Barbara Hasenberger, dass Veränderungen einfach notwendig seien, auch wenn es zunächst manche Kritik gebe. Denn Stillstand sei Rückschritt und den brauche man am Wenigsten. Die Werkleiterin betonte auch, dass der Umbau und die Corona-Einschränkungen rein zufällig aufeinander getroffen seien, der Umbau von Küche und Restaurant sei ohnehin für 2021 geplant gewesen.

Jetzt hofft die Werkleiterin mit den beiden Bezirksräten, dass bald ein verbindliches Signal für die Öffnung komme. Dazu brauche man einen Vorlauf. „Deshalb haben wir das Thermalwasser nicht aus den Becken abgelassen“, betonte Hasenberger. Die Umwälzanlage laufe weiter. Die Becken seien abgedeckt. Andernfalls hätte man die Becken zum Start erst wieder auffüllen müssen, was die Öffnung möglicherweise verzögert hätte.

Zum Schluss waren sich die Bezirksrätin, der Bezirksrat und Werkleiterin einig, dass manche der verordneten Einschränkungen schon unverständlich seien, so die Vorschrift, wer sein Geschäft öffnen dürfe und wer nicht. Die Bäder des Bezirks hätten jedenfalls die geforderten Hygieneregeln zu 100 Prozent erfüllt. 

Kontakt:Die Europa Therme in Bad Füssing ist von Montag bis Freitag jeweils von  9 bis 12 Uhr telefonisch erreichbar. Über den Online Shop können Eintritts-Gutscheine als Geschenke erworben werden, die man sich zuhause ausdruckt und die dann 3. Jahre gültig sind.

CSU Fraktionen schlagen Alarm in der Schulfrage – Befürchtungen um den Schulstandort – derzeit keine 8. Klasse mehr

Sie wollen sich gemeindeübergreifend für die Zukunft der Schulen im Schulverbund Hutthurm, Büchlberg und Salzweg einsetzen, v.li. Gemeinde- und Bezirksrat Josef Heisl jun., 2. Bürgermeister und Gemeinderat Albert Petzi, Markträtin und Schulverbandsmitglied Teresa Wagner-Mösl, Marktrat Andreas Gastinger und Gemeinderat und Schulverbandsmitglied Alfred Marold.  (Foto Heisl)

Die drei CSU-Fraktionen in den Gemeinderäten von Hutthurm, Büchlberg und Salzweg schlagen Alarm. Sie fürchten um die Effizienz des Schulstandortes, weil die Schüler im Schulverbund der drei Gemeinden immer weniger werden. So kam in diesem Schuljahr keine 8. Klasse mehr zusammen, was natürlich bedeutet, dass es im nächsten Schuljahr wohl auch keine 9. Klasse geben wird. Die drei CSU-Fraktionsvorsitzenden trafen sich jetzt zu einem Krisengespräch und wollen sich mit allen Entscheidungsträgern von Schule, Schulamt und Kommunen an einen Tisch setzen, wie es die CSU Fraktion der Marktgemeinde Hutthurm bereits vor fast fünf Monaten in einem Schreiben an den Hutthurmer Bürgermeister Christian Grünberger gefordert hatte.

Marktgemeinderätin Teresa Wagner-Mösl, von Beruf Lehrerin und Mitglied im Schulverband Hutthurm-Büchlberg forderte damals, konstruktiv und gemeinsam Strategien aufzuzeigen, Alternativen abzuwägen sowie gemeinsam Position zu beziehen. Es solle der Schulverbund analysiert und gegebenenfalls über neue Kooperationen nachgedacht werden. Auch forderte sie zusammen mit ihrer Fraktion sich Gedanken über ein neues Profil der Schulen zu machen, angelehnt an die Sportmittelschule Hauzenberg. Obwohl der Antrag Dringlichkeit aufwies, passierte bis jetzt leider nichts Konkretes und Zählbares.

Doch nun ist für den 24. März 2021 ein Gespräch mit dem Schulamt anberaumt, an dem Schulamtsdirektor Werner Grabl, Schulrat Klaus Sterner, Rektorin Martina Müller sowie die drei Bürgermeister und die jeweiligen Fraktionsführer teilnehmen werden. Bei diesem „Schulgipfel“ müsse jetzt auch etwas herauskommen, betonen die drei Fraktionsführer Andreas Gastinger, Albert Petzi und Josef Heisl, sowie die Mitglieder des Schulverbands Markträtin Teresa Wagner-Mösl und Alfred Marold, der auch Gemeinderat in Büchlberg ist. 

Deshalb haben sie auch in einem Schreiben an die Bürgermeister und die Schulbehörden um grundlegende Informationen gebeten und klare Forderungen aufgestellt. Sie wollen konkrete Fragen beantwortet haben und erfahren, was die Schulbehörden zu tun gedenken. „Wir wollen bei  diesem Termin nicht herumdoktern und nur reden, sondern bereits Nägel mit Köpfen machen“, stellt Albert Petzi klar, der in Büchlberg auch 2. Bürgermeister ist. „Oberstes Ziel ist, gemeinsam dieses Problem anzupacken und zusammen eine Lösung zu  finden, zum Wohle unserer Kinder“, ergänzt Bezirksrat Josef Heisl jun., CSU Fraktionschef in Salzweg. Er bezeichnet die damalige Entscheidung für den Schulverband und später einem Verbund mit Salzweg als richtungweisend und klug.

„Viele Jahre hat dieser Verbund sehr gut funktioniert und wir konnten durch diese Zusammenarbeit unsere Schulstandorte sichern“, ist sich auch Andreas Gastinger aus Hutthurm sicher. Doch die Mitteilung, dass es für das aktuelle Schuljahr keine 8. Klasse mehr gebe sei besorgniserregend. „Unsere Kommunen haben in den letzten fünfzehn Jahren viel Geld in unsere Schulstandorte investiert“, weiß der Verwaltungsfachmann, der in der Gemeinde Aicha vorm Wald Geschäftsleiter ist. Er möchte hier nur an die energetischen Maßnahmen erinnern, ebenso an die Neubauten und Sanierungen von Turnhallen sowie an die Investitionen in die Barrierefreiheit. 

„Aktuell werden in die Schule in Salzweg 2,25 Millionen Euro investiert, unter anderem unterstützt mit europäischen Fördermitteln“, weiß Josef Heisl. „In Hutthurm wurden die letzten Jahre beide Schulstandorte aufwendig ertüchtigt und erweitert“, ergänzt Teresa Wagner-Mösl.  Summa summarum wurden in diesem Zeitraum also über 15 Millionen Euro in die Schulen der drei Gemeinden investiert. Dies sei ein deutliches Zeichen, welche Bedeutung die heimischen Schulen genießen, ist Wagner-Mösl überzeugt. So müsse gemeinsam mit aller Kraft gegengesteuert werden, dass das nicht das Ende der Mittelschule des Schulverbundes bedeute. „Die Folge wären weite Wege für die Schüler, hohe Kosten für die Beförderung und ein Verlust an Bindung an die heimische Wirtschaft, die den Nachwuchs dringend brauche“, argumentiert Alfred Marold aus Büchlberg.

Die CSU-Fraktionschefs haben in dem Schreiben an die Bürgermeister, das Schulamt und die Leitung der Mittelschule auch gleich einen umfangreichen Katalog an konkreten Fragen gestellt. So wollen sie die Vorstellungen der Schulleitungen erfahren, welche Möglichkeiten sie sehen, die Schulen attraktiver zu gestalten und ihr Profil zu schärfen. Dabei können sich die Kommunalpolitiker vorstellen, analog der Sportmittelschule Hauzenberg auch eine mögliche Schwerpunktschule zu bilden, zum Beispiel mit einer Fachrichtung Soziales, ist doch gerade Salzweg ein Musterbeispiel an Inklusion in der Schule. Dazu sei aber insbesondere das Schulamt gefordert.

Schulamt und Bürgermeister bitten sie unter anderem zu prüfen, ob eine Erweiterung der Schulverbundes möglich wäre, auch über die Landkreisgrenze hinaus. Die Kommunalpolitiker wehren sich auch gegen eine immer wieder zu hörende Bezeichnung der Mittelschule als sogenannte „Restschule“. Die Antragsteller weisen auch darauf hin, dass es in allen drei Gemeinden potente und interessante Industrie- und Gewerbebetriebe gebe. Sie geben zu bedenken, dass man auch diese heimische Wirtschaft in eine Profilschärfung der Schulen einbinden könnte. Schließlich wollen die Antragsteller konkret wissen, wie viele Schüler in die einzelnen Klassen gehen und wie viele bereits in benachbarte Schulen abgewandert sind. Natürlich interessieren sie insbesondere die Gründe für die Abwanderung. Man darf nun gespannt sein, was dieser so wichtige „Schulgipfel“ für die drei Gemeinden und den Schulverbund bringen wird.