Matthias Bredemeier, Abgeordnetenbüro Koller
„Die Zusage verschafft uns Zeit – und genau diese Zeit müssen wir jetzt nutzen“, betonen die Abgeordneten. Bis 2027 gelte es, tragfähige Strategien für die Weiterentwicklung des Standorts Kringell zu erarbeiten. Dazu gehöre auch die Prüfung möglicher Betreiber- oder Kooperationsmodelle, um die Schweinehaltung langfristig abzusichern und den Standort insgesamt zu stärken.
Kringell sei seit Jahren ein zentraler Bildungs-, Ausbildungs- und Demonstrationsstandort für die Landwirtschaft in Niederbayern. Gerade in einer stark von Tierhaltung geprägten Region komme dem Staatsgut eine besondere Bedeutung zu. „Unser Ziel ist es, Kringell ganzheitlich weiterzuentwickeln – als modernen, zukunftsorientierten Standort für Ausbildung, Praxis und Innovation“, so die Abgeordneten.
Ein wichtiger Baustein dabei ist der eingerichtete Strategieausschuss, der sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) sowie der Bayerischen Staatsgüterverwaltung zusammensetzt. Dieses Gremium soll Perspektiven für die einzelnen Betriebszweige erarbeiten und Zukunftsthemen gezielt voranbringen.
Neben der Schweinehaltung rücken dabei auch Zukunftsfragen der Milchviehhaltung in den Fokus. Themen wie der Einsatz von Robotertechnik, Künstlicher Intelligenz und digitalen Kuhleitsystemen sollen in Kringell weiterentwickelt und praxisnah vermittelt werden. Positiv werten die Abgeordneten in diesem Zusammenhang auch die Investition in den neuen Kälberstall: „Das ist ein klares Zeichen, dass der Standort Kringell Zukunft hat und weiterentwickelt werden soll.“
Der Entscheidung zur Fortführung der Schweinehaltung bis 2027 gingen in den vergangenen Wochen intensive Gespräche auf allen politischen Ebenen voraus. Gerade das konstruktive Zusammenspiel zwischen regionaler, Landes- und Bundesebene erwies sich dabei als besonders wertvoll. In diesem Zusammenhang wandten sich die Beteiligten auch an Staatsministerin Michaela Kaniber und unterstrichen nochmals die Bedeutung des Standorts Kringell für Niederbayern, ver-bunden mit dem Anliegen, den Standort insgesamt weiter zu stärken.
Unterstützung kommt aus dem Berufsstand. BBV-Bezirkspräsident Siegfried Jäger erklärt dazu: „Kringell ist für unsere Region ein unverzichtbarer Ausbildungs- und Demonstrationsstandort.“ BBV-Kreisobmann Josef Hopper ergänzt: „Die Entscheidung zeigt, dass das Engagement für Kringell ernst genommen wird.“ Für MdB Hans Koller und MdL Josef Heisl steht fest: „Das Bemühen um Kringell zeigt Wirkung. Jetzt gilt es, die kommenden Jahre aktiv zu nutzen, um den Standort nachhaltig zu stärken und zukunftsfähig aufzustellen.“