„Hier sind die Fördergelder bestens angelegt“, ist MdL Josef Heisl dankbar für die wertvolle Unterstützung mit Mitteln aus dem RZWas Sonderförderprogramm für Berghütten.
Foto (Stefanie Starke): MdL Josef Heisl, Bürgermeisterin Kristina Urmann, Gastwirt Philipp Schmöller und Altbürgermeister Walter Bermann.
Bereits im April 2025 wurden die RZWas Richtlinien aktualisiert, mit enthalten ein Sonderprogramm, das die Sanierung und den Neubau von Trink- und Abwasseranlagen, insbesondere für höher gelegene Hütten über 1.000 Meter über NN unterstützt. „Die Versorgung mit ausreichend Trinkwasser, vor allem auch in einer entsprechenden Qualität, ist gerade in höheren Lagen oft nicht gesichert“, weiß MdL Josef Heisl.
Auch der Berggasthof Dreisessel im Gemeindegebiet von Neureichenau gelegen, ist von der Situation betroffen. „Gerade wenn es über einige Tage regnet und viel Wasser gibt, haben wir mit Eintrübungen des Wassers zu kämpfen und haben immer Kanister parat stehen. Wir hatten zwar mal einen Filter eingebaut, aber der war immer schnell zu“, erklärt Hüttenwirt Philipp Schmöller. „Ob Spülmaschine oder auch Toilette – wir brauchen einfach Wasser.“ Veraltete Leitungen und Pumpen würden immer wieder zu Wasserausfällen zu den ungünstigsten Zeitpunkten führen. „Wenn es kein Wasser gibt, können wir zusperren. Wasser und Strom sind die zwei elementaren Säulen für unseren Betrieb“, zeigt sich Schmöller sehr dankbar für die intensiven Bemühungen von Bürgermeisterin Kristina Urmann und Altbürgermeister Walter Bermann, auch in dessen Funktion als Vorsitzender des Waldvereins Dreisessel, für eine Sicherstellung der Wasserversorgung. Gemeinsam mit den Bayerischen Staatsforsten hat sich der Waldverein für Fördermittel aus dem Topf des Sonderförderprogramms eingesetzt. „Für uns allein wäre das alles nicht zu schultern gewesen. Auch deswegen haben wir als Waldverein mit den Bayerischen Staatsforsten einen Gestattungsvertrag für die nächsten 12,5 Jahre an die Gemeinde abgetreten. Diese Chance, mit der extrem hohen Förderquote, hätten wir nicht verstreichen lassen dürfen – das ist eine Investition in die richtige Richtung“, ist Walter Bermann überzeugt. Jetzt im Januar wurde der Antrag positiv verabschiedet und sobald der Schnee am Dreisessel weggeschmolzen ist, werde man mit der Erneuerung der Leitungen loslegen. „Es kommt eine neue Röhre rein, der Zugriff wird näher zum Haus verlegt und wenn das Wasser hier oben ankommt, ist es reines Wasser in alle Richtungen – auch dank Entsäuerung und UV-Bestrahlung“, erklärt Bermann. Im Herbst 2026 sollen die Sanierungsmaßnahmen bereits abgeschlossen sein. „Es ist alles hervorragend gelaufen und ohne die Förderung wäre eine solche Maßnahme für uns auch nicht umsetzbar gewesen. Jetzt haben wir dann für die nächsten zwanzig Jahre Ruhe“, so Bürgermeisterin Kristina Urmann, die von Gesamtkosten in Höhe von über 484.000 Euro spricht, wovon der Eigenanteil bei nur etwa 121.000 Euro liegt.
Im Sommer werden es drei Jahre, das Philipp Schmöller den Berggasthof am Dreisessel betreibt. „Das ist nun die letzte große Investition. Dann haben wir wirklich alles richtig gut beieinander – neue Küche, Stromnetz und eben die Wasserleitungen. Alles Technische läuft dann einwandfrei“, freut sich der Gastwirt.