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24.06.2026 | Laura Eigsperger | Passau

Kachlet-Sperrung: CSU sucht Unterstützung im Bundesverkehrsministerium

Die angekündigte langjährige Sperrung der Kachlet-Querung für Radfahrer und Fußgänger sorgt in der Region für deutliche Besorgnis. 
Vor diesem Hintergrund kamen Bundestagsabgeordneter Hans Koller, Landtagsabgeordneter Josef Heisl, Michael Hasenberger stellv. Bezirksvorsitzender der Mittelstandsunion, sowie die beiden Ortsvorsitzenden der CSU Hacklberg, Andreas Wäckerle, und der CSU Heining, Johannes Asenbauer, zu einem gemeinsamen Austausch zusammen. 


Foto (Laura Eigsperger): Andreas Wäckerle, Michael Hasenberger, MdB Hans Koller, MdL Josef Heisl, Johannes Asenbauer.
 Im Fokus standen die erheblichen Auswirkungen der Bauarbeiten auf die wichtige Alltagsund Radverkehrsverbindung entlang der Donau sowie die Frage, wie eine über Jahre hinweg vollständige Unterbrechung der Strecke vermieden werden kann. 
Nach den derzeitigen Planungen soll die Querung über das Kraftwerk und die Schleuse während der umfangreichen Sanierungsarbeiten für etwa 13 Jahre nicht zur Verfügung stehen. 
Die Teilnehmer der Besprechung bezeichneten diese Zeitspanne als nicht hinnehmbar. 
 
Das Kachlet sei weit mehr als ein Teil des internationalen Donauradwegs. „Für viele Bürgerinnen und Bürger ist die Verbindung ein wichtiger Bestandteil ihres Alltags. 
Deshalb müssen praktikable Alternativen gefunden werden.“ Besonders kritisch sieht Michael Hasenberger die vorgesehenen Umleitungsregelungen über die Franz-Josef-Strauß-Brücke. 
Die dortigen Verkehrsinseln und Wartebereiche seien bereits heute für das hohe Radverkehrsaufkommen zu klein dimensioniert. „Schon jetzt kommt es dort regelmäßig zu Engpässen.  Radfahrer und Fußgänger stehen teilweise unmittelbar am Fahrbahnrand, was erhebliche Sicherheitsrisiken mit sich bringt.
Wenn künftig noch zusätzlicher Verkehr über diese Strecke geleitet wird, müssen die Verantwortlichen dringend nachbessern“, betonte Hasenberger. Um Bewegung in die Angelegenheit zu bringen, wurde inzwischen auch der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Ulrich Lange, kontaktiert und um Unterstützung gebeten. „Es muss unser gemeinsames Ziel sein, die Sanierung des Kachlets mit möglichst geringen Einschränkungen für die Menschen in der Region zu verbinden. 
 
Deshalb haben wir Staatssekretär Ulrich Lange um Unterstützung gebeten und erwarten, dass alle realistischen Möglichkeiten für eine bessere Lösung geprüft werden“, so MdB Hans Koller. 
Die CSU fordert insbesondere die Prüfung alternativer Konzepte. Diskutiert wurden unter anderem eine Behelfsbrücke für Radfahrer und Fußgänger sowie die Nutzung baufreier Zeitfenster für eine zeitweise Öffnung der Verbindung. Landtagsabgeordneter Josef Heisl sprach sich dafür aus, alle Möglichkeiten für ein Provisorium ernsthaft zu prüfen. „Für Fußgänger und Radfahrer muss während der Bauzeit eine praktikable Verbindung geschaffen werden“, betonte er.